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Aluminium#

Unsere Erde ist bekanntlich aus mehreren Schalen aufgebaut. Der Abbau von Mineralien beschränkt sich auf den oberen Teil der ca. 30-35 km dicken festen Erdkruste. Die Erdkruste besteht aus einer ozeanischen Kruste und einer kontinentalen Kruste, wobei letztere auch SiAl-Kruste genannt wird, denn sie besteht neben Sauerstoff hauptsächlich aus Silizium und Aluminium.

Das silbrig-weiße Leichtmetall Aluminium (sein spezifische Gewicht ist etwa 1/3 des spezifischen Gewichtes von Stahl) wird wegen seines geringen Gewichtes und in Legierungen wegen seiner hohen spezifischen Festigkeit gerne als Konstruktionsmaterial verwendet. Verglichen mit Stahl sind Bauteile aus Aluminium bei gleicher Festigkeit etwa halb so schwer, weisen jedoch ein größeres Volumen auf. Deshalb wird es gerne dort verwendet, wo es auf geringe Masse ankommt, wie zum Beispiel bei Transportmitteln und wo es zum geringeren Treibstoffverbrauch beiträgt, vor allem in der Luft- und Raumfahrt.

Wegen der guten elektrischen Leitfähigkeit (nach Silber, Kupfer und Gold das bestleitende Metall) wird es auch dort verwendet, wo das im Vergleich zu Kupfer größere Volumen keine entscheidende Rolle spielt, wie bei Freileitungen.

Auch die hohe Wärmeleitfähigkeit wird in manchen Anwendungen eingesetzt. Wegen seines geringen Gewichtes wird es auch als Verpackungsmaterial (Dosen) verwendet, ja selbst für Kochtöpfe und andere Küchengeräte. Säurehaltige Lebensmittel sollen aber nicht direkt mit dem Aluminium in Kontakt kommen, weil die entstehenden Aluminiumsalze für Menschen Krankheiten auslösen können. Für solche Zwecke wird das Aluminium mit entsprechenden Kunststoffschichten überzogen.

Das Ausgangsmaterial für die Produktion ist das Mineral Bauxit. Eine Tonne Aluminium erfordert ca. 4 Tonnen Bauxit. Am meisten gefördert wird (die Zahlen sind in Millionen Tonnen und stammen aus dem Jahr 2003 [1]) in Australien (56), Brasilien (20), Guinea (17) Jamaika(13), und Indien (10), alle anderen Länder liegen unter 10. Die größte Förderung in der EU hat Griechenland (2,4). In Österreich gibt es seit 1980 keinen Bauxitabbau mehr. Bei der Herstellung unterscheidet man Primäraluminium, das aus Bauxit gewonnen wird, und Sekundäraluminium aus Aluminiumschrott. Verwendet wird Aluminium nicht nur wie erwähnt als Konstruktionswerkstoff im Fahrzeugbau, in der Elektrotechnik, Elektronik und im Bauwesen, sondern auch in der Optik, im Bauingenieurwesen, u.a.

Die Herstellung von Aluminium ist sehr energieaufwendig. Allerdings wird beim Aluminiumrecycling nur 5% der Energiemenge der Primärproduktion benötigt, und die europaweite Recyclingrate liegt über 65%.

[1] http://www.chemie.de/lexikon/Bauxit.html

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