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Maske und Verkleidung - Einst, heute und wozu#

Von Ernst Zentner#

Theatermasken in der Antike
Auf einem altrömischen Mosaik sind zwei Theatermasken verewigt: Tragödie/Komödie, Mosaik, 2. Jahrhundert n. Chr.; Musei Capitolini, Palazzo Nuovo, Rom - Foto: Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Symbole des Theaters: Tragödie - Komödie
Symbole des Theaters - Foto: Jsdo1980; Booyabazooka, Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Der Fasching gibt uns Menschen die Gelegenheit einmal die Normalität des Alltags abzuwerfen, und für ein paar Stunden einmal wer anderer zu sein. Inmitten des Winters und der trüben Stimmung zwischen Kälte, Dunkelheit und jahreszeitbedingten Unpässlichkeiten.
Ich erinnere mich an eine skurrile Situation: Ich musste einmal an einem Faschingsdienstag eine Geldüberweisung in einer früheren bekannten österreichischen Bank durchführen. Kein großes Problem. Etwas ganz normales. Habe ich geglaubt. Jedoch der Kassaangestellte war als Pirat verkleidet. Sein Outfit irritierte mich irgendwie. Besonders seine Augenklappe und sein Kopftuch mit Knoten. Aber was soll's? Mit Unbehagen zahlte ich.
Ich zeigte Humor und verabschiedete mich mit einem Villacher Lei-Lei oder war es doch das rheinische Hellau?
Ironie oder bitterböse Satire: Monate später wurde ein Kassier wegen Unterschlagung entlassen.
Edgar Allan Poe (1809-1849) soll gemeint haben: Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist.[1] Und der französische Schriftsteller Alfred de Musset (1810-1857) vermutete angeblich: Die Maske eines Menschen kann so schön sein, dass ich Angst vor seinem Gesicht bekomme.[2]
Jemand anderer zu sein, das wurde sogar in der weltbekannten Strauß-Operette "Die Fledermaus" ausgiebig vorgeführt. Masken und Verkleidung dominierten sogar in den gewagten Erotik-Thriller "Eyes Wide Shut" (von Stanley Kubrick, GB/USA 1999), basierend auf Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" (1926). Die dreiaktige Oper "Un ballo in maschera" (Ein Maskenball) von Giuseppe Verdi und 1859 uraufgeführt handelt von Verkleidung, Maskierung, Wahrsagerei mit verhängnisvollen Konsequenzen, Missverständnissen, Liebe, vermeintlicher Untreue, blutiger Verschwörung und später Vergebung.
Ein Beispiel noch: Die US-amerikanische Filmkomödie "The Mask" (1994) bietet einen jungen Bankangestellten (gespielt von Jim Carrey), welcher mithilfe einer rindenartigen Maske sich in einen bizarren Superhelden mit einem giftgrünen(!) Gesicht verwandelt. Die Sache hat nur einen Schönheitsfehler. Diese magische Gesichtsbedeckung lässt sich nur recht und schlecht wieder abnehmen …
Sehen wir uns das Wort "Maske" überhaupt an. Es stammt aus dem Arabischen und heißt "mashara"(مسخرة), das wiederum für "Narr, Posse, Hänselei oder Scherz" steht. Heute kann Maske alles sein. Oft als Bestandteil einer Verkleidung. Kann auch aus bloßer farbiger Schminke bestehen (Clown!). Oder sogar ein Ganzkörperkostüm sein, etwa als Tier oder eine Phantasiegestalt. Besonders beim Film.
Am Rande bloß: Auch ein dunkler Herren-Frack oder eine bodenlange originelle Damen-Robe für einen Ballbesuch kann eine Maske sein - im normalen Alltag wird das sowieso nicht getragen. Im Endeffekt nur Verkleidung, um Einheitlichkeit zu erzielen. Nicht unbedingt langweilig?
Bronze-Maske, Kavallerie, römisch, 2. Jahrhundert
Bronze-Maske, Kavallerie, römisch, 2. Jahrhundert - Foto: Wikimedia Commons - Gemeinfrei

Masken wurden und werden aus den unterschiedlichsten Materialien erzeugt (Pappe, Stoff, Seide, Kunststoff u. a. m.).
Früher kamen sie beim Theater und in der Kunst zum Einsatz. Auch bei Kulthandlungen wurde zur Gesichtsbedeckung gegriffen. Aber das waren innen hohle Köpfe, die dem Vortragskünstler aufgesetzt wurden. Andererseits: Schutzmasken bei heiklen Tätigkeiten sind wichtig. Der Torwart im Eishockeyspiel oder der Sportfechter. Beim Farb-Lackieren eines Gegenstandes. Was für eine Ironie: Eine Schutzmaske während des Bemalens einer Maske … Die Liste ist ohne Ende.
Wintermode
Vornehme englische Dame in einem winterlichen Reiseoutfit, Wenceslaus Hollar, 1644. Beachtenswert die Maske als Gesichtsschutz. Ein Hinweis, dass die Winter damals noch härter waren - Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Im Mittelalter trugen vornehme Damen Masken, um sich bei Reisen gegen die raue Luft und übermäßigen Sonnenschein zu schützen.
Einige Notizen aus dem 18. Jahrhundert: "… Fastnachts=Maschen oder Larven so zur Kurzweil von Männern und Weibern vorgebunden werden, meistentheils in dem sogenannten Carneval, und offt scheußliche, ja schändliche und ärgerliche Gesichter vorbilden. Im weitläuffrigen Verstande wird auch eine ganze Kleidung die fremd und ungewöhnlich ist, und zur Zeit des Carnevalls angezogen wird, darunter verstanden. Gleichnißweise bedeutet dieses Wort List, Betrug und Verstellung ... Die Italiäner sind auf das masckieren rasend erpicht, und brauchen es nicht nur in der Fastnacht, sondern auch bey allen ausserordentlichen grossen Freuden=Bezeigungen, da es von der Obrigkeit als eine vortrefliche Lust pflegt erlaubt zu werden. Von denen Italiänern haben es die Franzosen, und von beyden die Deutschen nachgemacht." (Zedler Universal-Lexicon 19 1739, Spalte 1906)
Schon lange wurden Maskenbälle veranstaltet. Generell öffentlich. Als Volksfest. Auf Bällen und Maskeraden übten die Gäste den Maskenzwang, der erst um Mitternacht aufgehoben wurde.
"Masquerade, Lat. Personatum grex (= maskierte Schar), ist eine Verkleidung und Verkappung gewißer Personen, welcche zur Lust beysammen sind, und ganz etwas anders vorstellen wollen, als sie sonst in der That sind. Dergleichen Masceraden werden an vornehmen Höfen, gemeiniglich bey Solennitäten, Aufzügen, Bällen … wie auch Schlitten=Fahrten vorgenommen." (Zedler Universal-Lexicon 19 1739, Spalte 1021) Hier ein Blick ins österreichische Barockzeitalter: Noch am 12. Juli 1698 wurde im Lustschloss Favorita in Wien-Wieden zu Ehren des anwesenden Zar Peters des Großen - während seiner Europareise - ein Kostümfest gegeben. Und mit 300 anwesende Gäste aus dem Hochadel. Das war unter der Regierung Kaiser Leopolds I. (reg. 1658-1705) und im Sommer.
In der Epoche Kaiser Karls VI. (reg. 1711-40) fanden bei Wiener Hof seltsame Veranstaltungen statt. Vor allem im Fasching. Der Herrscher und seine Ehefrau Elisabeth Christine gaben sich als Gastwirtsehepaar aus und kredenzten ihren als Bauern und sonstigen Alltagspersonen verkleideten Ministern Getränke und Essen. Es war ein einziger Kampf gegen Fadesse geführt mit farbiger Pracht. Die Rollen der Eingeladenen wurden vom Kaiser entschieden.
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Die eiserne Maske, 1860. Wohl ein geheim gehaltener Zwillingsbruder von Ludwig XIV.? Eines jener Rätsel, die nie gelöst werden können - Foto: Wikimedia Commons - Gemeinfrei

Bei Karneval von Venedig gab es im 17./18. Jahrhundert die Gepflogenheit, dass "Jederman, welcher daselbst mit einer Masque erscheinet, hat Freyheit" an Spielen um Geld teilzunehmen. Damals erschienen "30000 Fremde (worunter viel Fürstliche und andere Standes=Personen sich ordentlich" befunden hatten. "An anderen Catholischen Orten wird gleichfalls das Carneval, mit Masqueraden, Bällen, Comoedien, Opern, Spiel=Gesellschaften, Gasteryen und andern dergleichen Ergötzlichkeiten begangen." (Zedler Universal-Lexicon 5 1733, Spalte 898)

Die Sitte des Maskieren und Vermummen wurde oft zu einem Exzess hochgespielt. Vor Jahrhunderten wurde diese Treiben im deutschen Sprachraum sogar "Mummenschanz" genannt. Die Obrigkeit sah das nicht gern, weil die maskierten Protagonisten Kritik an Staat und Gesellschaft übten - Verbote folgten natürlich. Aber das Vergnügen stand im Vordergrund. Zu einem Kult erwuchs das Beiwerk im Verlauf der Fastnacht, vor allem im Karneval von Venedig. Ein touristisches Ereignis ohne Beispiel und voller Phantasie.

Venezianische Masken zum Verkauf
Venezianische Masken zum Verkauf, Geschäft in Venedig - Ausschnitt eines Fotos von Daniel Wabyick aus San Francisco, USA, Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Natürlich der Karneval von Rio mit seinem kraftvollen Spiel der Auseinandersetzung knapper weiblicher Bekleidung ebenfalls ohne Muster. Musik, Tanz und Lebensfreude und das Wagnis der Narrheiten verbergen sich hinter origineller Gesichtsverkleidung oder umgekehrt?

Narr und seine Gefährtin
Verkleidetes Paar, Karneval von Venedig (2004). Links der grinsende Hofnarr und rechts seine Gefährtin mit einem seelenlosen goldenen Gesicht … Irgendwie Renaissancestil? - Ausschnitt eines Foto von wanblee, Wikimedia Commons - Gemeinfrei

Die Maske als Instrument der Anonymisierung. Eigentlich ist sie ein erstarrtes Gesicht, dessen Leben entwichen ist. Das ist irgendwie makaber. Eines der berühmtesten Gesichtsmasken ist jene fast dreieckige spitzbärtige Karikatur auf den britischen Anarchisten und Freiheitskämpfer Guy Fawkes, der vor Jahrhunderten mit ehrlichen "Absichten" ins Londoner Parlament gekommen war. Heute Ausdruck der Anonymisierung im WWW. Erstmals in dieser Form erschien sie in einer Graphic Novel "V wie Vendetta" 1982, entworfen von Alan Moore (Autor) und David Lloyd (Zeichner). Inzwischen ist diese skurrile Maske eine wichtige Ikone der Pop-Kultur geworden. Auf keinem Kinderfasching darf Guy Fawkes fehlen …

Guy Fawkes
Guy-Fawkes-Maske, Detail - Foto: Franklin Heijnen, Wikipedia Commons - Gemeinfrei

Natürlich gibt es das Recht auf Narrenfreiheit.
Arlequin
Arlequin, eigenwillig gemalt von Paul Cézanne, zwischen 1888 und 1890; National Gallery of Art, Washington - Wikimedia Commons - Gemeinfrei
In der Bildenden Kunst existiert das bevorzugte Motiv der komischen Dienerfigur Harlekin ("Arlecchino"). Die Ursprünge lagen im Stegreifspiel der italienischen Commedia dell'arte der Renaissance. Sein allgemeines Aussehen: Farbiges enganliegendes Kostüm, Holzschwert, schwarzgefärbtes Gesicht oder schwarzer Halbmaske (!).
Im Grunde haben wir alle etwas narrenhaftes in uns. Das Wort "Narr" ist gar nicht so abwertend - die Herrscher hielten sich Hofnarren, die ungeschminkt die unangenehmsten Wahrheiten bieten konnten. War der König nicht einverstanden, so nannte er das "Narretei".
Auf die brutale in violetter Tracht gekleidete Comics-Figur "Joker", einer der Erzbösewichte gegen Batman - auch maskiert! - brauche ich nicht näher einzugehen. Ebenso wenig auf "Darth Vader" aus dem "Star Wars"-Universum.
In der Architektur und in der Malerei existierte der Maskaron (arab.-franz.-ital.). Eine Fratze oder ein herausgearbeiteter Fratzenkopf. Oft negativ besetzt.
Gruselmasken und -kostüme kennen wir eher von Halloween. (Der orangefarbene hohle Kürbis mit Augen- und Mundöffnungen gilt sogar als maskenähnliches Behältnis für einen Geist.)
Manchmal finden wir die Maske als Attribut: So bei Thalia (lat.; eigentlich Thaleia, griech. die Blühende), die Muse der Komödie (lachende Maske); dann noch bei Melpomene (griech. die Singende) als Gegenstück (tragische Maske). Fast amüsant und herzzerreißend.
(Interessante Maskenträger in der Literatur und anderen Medien: "Das Phantom der Oper" ["Le Fantôme de l’Opéra"], Roman des französischen Journalisten und Schriftsteller Gaston Leroux (1868-1927), erstmals 1910 erschienen, handelt von einem entstellten Menschen mit Maske, welcher unter der Oper lebt, sein wahres Antlitz verbirgt und an einer unerfüllten Liebe zu einer Frau dramatisch scheitert. Heute ist es eher als Musical weltberühmt.
Die US-amerikanische Romanfigur "Zorro", spanisch für Fuchs, erschien schon 1919 erstmals mit schwarzer Maske und Umhang sowie Degen. Der gelangweilte unpolitische Don Diego de la Vega - ein Landedelmann - verwandelt sich zum "Rächer der Armen". Jedenfalls in Kalifornien zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft. Erdacht wurde diese Figur vom Schriftsteller Johnston McCulley (1883-1958) und erschien vorerst als Groschenroman. Inzwischen Sujet für zahlreiche unterhaltsame Kino- und TV-Produktionen.)
Der Begriff "Larve" ist auch für die Gesichtsbedeckung bekannt: "Larve, falsch Angesicht, eine Masque, Lat. Larva. Der Name soll von denen Laribus herkommen. Zur Ursache, daß man sich derselben ehe Mahls in denen Schau=Spielen bedienet, giebt Boindinius de Larnis an, daß in einem Satyrischen die Person nicht alle Mahl eine solche Gesichts=Stellung annehmen können, hernach auch dieselbe eine besondere Ernsthafftigkeit hätte bezeigen müssen, und endlich keine Weibs=Personen mit auftreten dürffen, welches beydes durch die Larven erhalten worden …" (Zedler Universal-Lexicon 16. Band 1737, Spalte 852)
(In der Zoologie bezieht sich der Begriff auf Tiere und Insekten mit Metamorphose, etwa Frosch oder Käfer. Aber das ist ein anderes Kapitel.)
Es gibt auch das Wort "entlarvt" - das nichts anderes bedeutete, einen Betrüger zu überführen. Dabei muss keine Maske im Spiel sein.
Hier ein kleines Zitat aus dem Friedrich-Schiller-Drama "Maria Stuart" (1800):

"Jetzt zeigt ihr euer wahres Gesicht, bis jetzt war’s nur die Larve."
Früher war im altitalienischen Volksglauben (Etrusker; antikes Rom) eine Larva eine oder mehrere Gestalten, die in der Unterwelt die Sünder plagten und als Geister die Menschen schreckten. (Als Gegensatz hatten die alten Römer Schutzgeister für alles mögliche, die "Laren" genannt wurden.)
Ja, dazu gibt es noch die kunstvollen Krampus- und Perchtenmasken aus Holz usw. Ihre Träger sind ausnahmslos Männer. Der Krampus ist eher eine düstere Gestalt der Adventszeit im Ostalpenraum, Bayern, Oberpfalz, Österreich, Ungarn, Slowenien teilweise Italien und Südtirol. Meist ist er der Begleiter des hl. Nikolaus und doch etwas gefürchtet. Unerkannt prügeln - Verletzte und fatale Unfälle - und Zerstörungswut sind leider moderne Begleiterscheinungen des Krampus geworden. Auch die Gleichsetzung mit Perchten ist leider missverständlich.
Schönpercht und Vogelpercht
Rechts Schönpercht und links Vogelpercht zwei Meter hoch, 20 und mehr Kilogramm schwer. Die Spiegel sollen das Böse bannen; Salzburger Volkskundemuseum, Salzburg Hellbrunn - Foto: Helge Klaus Rieder, Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Allerdings lebt die Percht als vielfältige Gestalt im bayerisch-österreichischen Alpenraum. Ihr kultureller Hintergrund liegt nicht nur im ritualisierten Austreiben des Winters. Die religiöse Auseinandersetzung zwischen gute und böse Eigenschaften des Menschen wurde hier bildlich und figürlich seit dem Mittelalter verwirklicht. Nur reines Brauchtum? Eher sind die hier künstlerisch umgesetzte Masken und Figuren der Ausdruck einer tieferen Urangst des Menschen, der der unerbitterlichen Natur ausgesetzt ist. Der Überlebenskampf wurde auch durch die Obrigkeit - und deren Kriege - noch dazu verschärft. Die beteiligten Figuren entstammen überlieferten Sagen mit gruseligem Flair. Auch beherrschen kunstvolle schöne und "schiache" (hässliche) Masken die Szenerie bei brauchtumsmäßigen Aufmärschen, Umzügen und Perchtenläufen. Ihr innerer Symbolwert geht Jahrhunderte zurück. Volkskundemuseen sind voll mit solchen sehenswerten Maskenkonstruktionen. Moderne Perchten und Krampusse gemahnen bereits an unheimliche Wesen aus einer andersartigen Welt.
Perchtenfiguren
Wo ist do die Habergoas? Ist die Wilde Jagd schon dahin? Huuuu! - Altenmarkt im Pongau - Heimatmuseum - Perchtenfiguren - Foto: HaST, Wikimedia Commons - Gemeinfrei - Der Unterschied zum Krampus ist schon bemerkenswert.
Hexe
Es ist nicht Hans Moser in neuer Gestalt, sondern eine Hexe, womöglich die Sagengestalt Frau Perchta. Immerhin eine Schiachpercht! - Abtenauer Pferchtenlauf, Abtenau, Hallein, BL Salzburg - Ausschnitt eines Fotos von Holger Uwe Schmitt, Wikimedia Commons - Gemeinfrei

Steinmaske, 7.000 Jahre alt
Einfache faszinierende Steinmaske, präkeramisches Neolithikum, 7.000 Jahre alt! Ohne Mimik und einfach nur gruselig …; Paris 6e arrondissement, Institut catholique, Musée Bible et Terre Sainte - Foto: Gryffindor, Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Masken hat es schon immer gegeben, in allen Kulturen und Völkern, vor Jahrtausenden schon. Ihre Verwendungszwecke waren vielfältig. Genau so ihr Aussehen. Manche alpenländische Objekte erinnern an schlichte Schnitzmasken afrikanischer Ureinwohner!
Goldmaske des Tutanchamun
Starr und dennoch lebendig - Ägyptisches Museum Kairo - Foto: en:User:MykReeve, Wikimedia Commons - Gemeinfrei
Eine prachtvolle, war jene des altägyptischen Pharao Tutanchamun - eine goldene Totenmaske, die alles Unheil abwenden sollte. Über 3.300 Jahre alt und achtungsgebietend.
Goldmaske des Agamemnon?, 16. Jh. v. Chr.
Maske aus Gold, angeblich des Agamemnon, 16. Jahrhundert v. Chr.; Archäologisches Nationalmuseum, Athen - Foto: Jebulon, Wikimedia Commons - Gemeinfrei

Zurück zum Karneval und Fasching: Das Verkleiden an und für sich gipfelt oft in eine Farce und fordert sogar die Annahme neuer gesellschaftlicher Gewohnheiten ab. Jedoch letztere gehen durch überreichen Alkoholgenuss auch abhanden …
Die kleinste Maske der Welt, was das wohl ist? Ganz einfach: die rote Nase des Clowns!
Peter Altenberg meinte 1907 in seinen allgemeinen Betrachtungen einmal: "Ohne Masken sind wir nur Masken". Allerdings ist dieses Zitat aus einem größeren Zusammenhang gerissen.

Alles Maske!

Wird fortgesetzt, hoffentlich - vermutlich auch maskiert …
Ernst Zentner 2020

Anmerkungen

[1] https://www.quotez.net/german/edgar_allan_poe.htm
[2] https://www.quotez.net/german/alfred_de_musset.htm

Quellen (Auswahl)

Interessantes (Perchten sind eigentlich ein eigenes Thema für sich)


Briefmarke mit Clowns