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Heuriger#

Heuriger. Foto: Alfred Wolf

Foto: Doris Wolf, 2020

Das Wort "Heuriger" bezeichnet sowohl den Wein der letzten Ernte als auch die Lokale, in denen dieser ausgeschenkt wird, die Buschenschank. Bäuerliche Heurigenlokale dürfen ausschließlich selbst erzeugte Getränke (Mineralwasser, Sodawasser und kohlensäurehaltige Getränke sind jedoch gestattet) und kalte Speisen verkaufen. Ein gewerblicher Buschenschank (mit Konzession) darf auch warme Speisen und zugekaufte Getränke anbieten. Die Nähe der Weingärten zur Stadt hat speziell in Wien diese besondere Form des Weinkonsums entstehen lassen. Der heurige Wein wird nach Martini (11. November) des nächsten Jahres zum "Alten". Beim Heurigen trinkt man "Gspritzten" (Wein mit Soda- oder Mineralwasser) in ¼ l Henkelgläsern. Manchmal treten Sänger und Musikanten mit Heurigenliedern auf. Sie gehen von Tisch zu Tisch, man kann sich - gegen Trinkgeld - bestimmte Darbietungen wünschen.

Seit den 1950er Jahren ist die Zahl der Wiener Heurigen von rund 500 auf rund 120 zurückgegangen. Konstant blieb hingegen im letzten Jahrzehnt die bepflanzte Rebfläche mit rund 645 Hektar. Fast die Hälfte davon befindet sich in Döbling, die kleinsten Weinbauflächen sind in Hietzing, Ottakring und der Donaustadt.

2019 wurde die Wiener Heurigenkultur in der Kategorie "gesellschaftliche Praktiken" von der UNESCO in die nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.


Quelle:
Rückgang, publiziert 31.10.2019


Siehe auch: