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Ordensgemeinschaften#

Franziskanerkloster, Wien 1. Foto: Doris Wolf, 2013

Die Bedeutung der Klöster und Stifte geht weit über den religiösen Bereich hinaus. Sie spielten eine wirtschaftliche Rolle im Landesausbau des Mittelalters, hatten kulturelle Bedeutung in der Pflege antiker Traditionen und sind bis heute im Bildungswesen tätig. Die älteste Ordensniederlassung in Österreich ist das um 700 gegründete Benediktinerkloster St. Peter in Salzburg. Besonders die Niederlassungen der Jesuiten beeinflussten in ihrer Umgebung die populäre Religiosität. Vieles, was als sogenannter Volksbrauch gilt, wie Krippenlieder- und Spiele, wurde von diesen Zentren aus forciert.

Ein Kloster ist der Aufenthaltsort von Personen, die gemeinsam nach den evangelischen Räten - Eheloskeit, Armut und Gehorsam - leben. Sie müssen keine Priester sein (Laienbrüder, Ordensfrauen) Als Stift bezeichnet man ein mit Besitz ausgestattetes Kollegium von Priestern (Stiftsherren, Kanoniker), die das Chorgebet pflegen und den Gottesdienst besorgen.


Die Ordensregeln verfassten:
hl. Benedikt (um 480-547) - Benediktiner, Zisterzienser / Kartäuser, Kamaldulenser
hl. Augustinus (354-430) - Augustiner, Prämonstratenser / Johanniter, Malteser / Dominikaner / Serviten
hl. Franziskus (1181-1226) - Franziskaner, Klarissen, Minoriten, Kapuziner
hl. Ignatius (1491-1556) - Jesuiten / weibliche Schulorden Englische Fräulein, Sacre Cour

weitere wichtige Orden, z.B.
Karmeliten / Karmelitinnen (gegr. 1185 hl. Land, seit 1238 in Europa, seit 1620er Jahren Ö)
Piaristen (gegr. 1597 Joseph von Calasanz) Schulorden
Ursulinen (gegr.1866 Gräfinnen Girelli) für Mädchenschulen
Barmherzige Brüder / Schwestern (gegr. 1537 Johannes von Gott) Krankenpflegeorden
Steyler Missionare (gegr. 1889 P. Arnold Janssen) Missionsorden

2020 weist die kirchliche Statistik 1709 Ordensmänner (1326 Priester und 383 Brüder) sowie 3088 Ordensfrauen aus.


Quelle:

Kirchenstatistik

Bild:
Franziskanerkloster, Wien 1. Foto: Doris Wolf, 2013