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Heraldik Österreich#

Dauermarkenserie#

Briefmarke, Heraldik Burgenland
© Österreichische Post
Briefmarke, Heraldik Burgenland
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Briefmarke, Kärnten
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Briefmarke, Heraldik Niederösterreich
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Briefmarke, Heraldik Niederösterreich
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Briefmarke, Heraldik Oberösterreich
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Briefmarke, Heraldik Salzburg
© Österreichische Post
Briefmarke, Heraldik Salzburg
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Briefmarke, Heraldik Steiermark
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Briefmarke, Heraldik Steiermark
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Briefmarke, Heraldik Tirol
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Briefmarke, Heraldik Tirol
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Briefmarke, Vorarlberg Heraldik
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Briefmarke, Heraldik Vorarlberg
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Briefmarke, Wien
© Österreichische Post
Will man Österreichs Bundesländer grafisch in einer Briefmarkenserie darstellen, so eignet sich nichts besser als bereits bestehende uralte grafische Codes heranzuziehen: Die Wappen der neun österreichischen Bundesländer, die auf ihre Ursprünge bis zurück ins 12. Jahrhundert verweisen, als die Herolde – gekleidet in den weithin sichtbaren Wappenrock – in den zahllosen Schlachten des Mittelalters die Aufgabe inne hatten, Freund und Feind nach Wappen und Fahne zu unterscheiden, und den Ausgang der Schlacht zu beurkunden (Peter Diem). Diese Wappen 1:1 abzubilden, wie es etwa in der Sondermarkenserie von 1976 zuletzt der Fall war, würde dem heutigen, modernen Österreich nicht mehr gerecht werden. Die Dauerbriefmarkenserie „Heraldik Österreich“ zeigt die österreichischen Länderwappen in grafischer Bearbeitung.

Die Designerin der Serie, Anita Kern, wählte Ausschnitte, die ungewöhnliche Ansichten und Einsichten ermöglichen. Wie in Nahaufnahmen wird in die Wappen „hineingezoomt“, um unbekannte Details sichtbar zu machen und dabei gleichzeitig dem Briefmarkenformat gerecht zu werden.

Dabei eröffnet sich ein Reichtum an Bildern und neuen Perspektiven. So sieht man etwa auf einer der 68-Cent-Marken in Grün den rotgehörnten Steirischen Pantherkopf, feuerspeiend, oder auf der 25-Cent-Zusatzmarke in Gold (Gelb im Druck) die rotbewehrte schwarze Löwenpranke des Salzburger Landeswappens. Ob Wappenfiguren oder das Montfortische Banner Vorarlbergs: alle Wappendetails wirken in ihren kraftvollen Farben und Formen, meist ornamental, manchmal geometrisch. Die originalen Formen der Wappen-Elemente wurden nicht verändert, die heraldisch korrekte Farbgebung, die „Tinkturen“ und „Metalle“, beibehalten. In der Tönung der Farben hingegen wurde der Gesamtwirkung der Briefmarke als Druckwerk Rechnung getragen. Die Wappen, in der feudalen Tradition Europas entstanden, sind stark von der Habsburger Zeit geprägt und weisen neben historischen und geografischen Merkmalen auch religiöse Motive auf, wie etwa die Kirchenfahne der Montforter im Vorarlberger Wappen. Grundsätzlich gehen die Bundesländerwappen auf jene Adelsgeschlechter zurück, die im jeweiligen Land – vom Kaiser eingesetzt – Herrscher und Lehnsherren waren. Nach dem Zerfall der Monarchie 1918 – und ein weiteres Mal nach 1945 – wurden Wappen neu geschaffen oder verändert. Dieses kulturelle Erbe berücksichtigend, bleiben auch in der Republik Österreich bis heute feudale visuelle Merkmale wie Kaiseradler, Fürsten- und Herzogshüte, Hermelin oder ritterliche Turnierhelme erhalten. Diese Elemente und die damit verbundenen Inhalte sind jedoch durch das „Hineinzoomen“, das Betrachten durch ein imaginäres Vergrößerungsglas, zurückgenommen.

Die Namen der einzelnen Briefmarken setzen sich aus den heraldischen Bezeichnungen der abgebildeten Wappenfiguren und dem jeweiligen Bundesländernamen zusammen. Diese Bezeichnung hilft dem Betrachter, die Ausschnitte dem ganzen Wappen zuzuordnen und vermittelt gleichzeitig heraldisches Vokabular.

Quellen#