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Notiz 001: Zu viel Material#

von Martin Krusche

Kürzlich hieß es noch: „Danke, lass dir ruhig Zeit... Es reicht, wenn ich Ende Dezember mal was bekomme.“ Da gibt es irgendwo eine versteckte Fast Forward-Funktion, durch die sich ein Monat plötzlich doppelt so schnell abspult als gewohnt. Auf einmal, geradezu unerwartet, die Nachricht, ich sollte langsam was liefern, sonst käme der Zeitplan für das Buch ins Wanken.

Englisch-Kenntnisse helfen bei der Arbeit. Die chinesischen Prospekte hab ich bloß angestaunt. (Foto: Martin Krusche)
Englisch-Kenntnisse helfen bei der Arbeit. Die chinesischen Prospekte hab ich bloß angestaunt. (Foto: Martin Krusche)

Kennen Sie das? Eben waren noch Mooonate Zeit. Wo sind diese Monate geblieben? Unzählige Stunden der Gespräche, der Literaturrecherchen, der Durchsicht von Archivalien. Natürlich hocke ich auf einem längst unüberschaubaren Berg von Informationen. In dieser Zeit schrieb ich an den Kapiteln dahin, hab an den Texten immer noch was auszusetzen, würde eventuell ein drittes mal neu beginnen, dieses Buch zu schreiben. Nun ging aber Layouter Werner Prokop an den Start.

Seine erste Durchsicht des Materials ergab: „Die bisher gelieferten Texte werden im Buch etwa 35 reine Textseiten ausmachen - ist das nicht etwas viel? Wir haben 156 reine Seiten für den gesamten Inhalt, inkl. Grafiken, Fotos, Skizzen, Werbeplakaten etc. zur Verfügung! Und wir wollen ja großformatige Bilder liefern und keine Briefmarken.“

Der auf Haflinger-Teilen basierende Triebkopf als Kehrmaschine. (Foto: Martin Krusche)
Der auf Haflinger-Teilen basierende Triebkopf als Kehrmaschine. (Foto: Martin Krusche)

Verflixt! Dabei sind das jetzt bloß die Kapitel von Block Nummer 1. Ich hab drei Blöcke geplant. Franz Straka von der Railway Media Group setzte nach: „Von Anfang an war klar, dass bei einem Verkaufspreis von Euro 39.- nur 160 Seiten möglich sind. Das steht so am Flugblatt und auch im Text auf der Verlagsseite. Sonst bekomme ich vom Finanzchef eine auf den Deckel.“

Wir wissen alle, mit Finanzchefs ist nicht zu spaßen. Also habe ich zu kürzen begonnen und den Verlagsleuten eine Idee vorgelegt. Machen wir daraus ein komplexeres Medienereignis. Lassen wir das Buch doch als den einen Pol eines Vorhabens entstehen, dessen anderer Pol im Internet liegt. Print ist teuer, Webspace kostet praktisch nichts. Diese Kombination empfiehlt sich also.

Außerdem liegt heuer auch noch das 40 Jahr-Jubiläum des Puch G und der G-Klasse an. Das Thema sollten wir mitnehmen, weil es da einige durchgängige Entwicklungs-Linien gibt. Von Verlagsseite her quittierte Martin Ortner diese Idee mit: „Hallo Martin! Also ich sehe das so wie du. Beides befruchtet sich und ist keine Konkurrenz.“

Los geht’s. Die Projekt-Leiste im Austria-Forum habe ich gerade umgestaltet, dieser neuen Entwicklung angepaßt. Und das ist nun die erste Notiz in diesem Modus. Der werden laufend weitere Notizen folgen, von denen nicht bloß die Entstehung des Buches begleitet wird. Hier geht es naturgemäß über das Kernthema Puch Haflinger hinaus…

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