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Notiz 011: Aufpoliert#

(Der Mut zum Druck)#

von Martin Krusche

Manchmal verschieben sich Prioritäten, dann muß Arbeitskraft abgezogen werden. So landete das puch CLUB magazin nach einigen Jahrgängen auf Eis. Ich darf aus eigener Erfahrung sagen: wer heute mit einem Printprodukt auf den Markt will, braucht Mumm. Und Plan. Und Zähigkeit. Vor allem, wenn es um ein Thema geht, das eine überschaubare Anhängerschaft hat. Puch ist auf jeden Fall in Österreich weltberühmt, kann sich aber - aus nachvollziehbaren Gründen – bezüglich Popularität nicht mit Marken wie Porsche oder Ferrari messen. Das sind völlig andere Genres.

Das Magazin kommt wieder auf den Markt. (Foto: puch CLUB magazin)
Das Magazin kommt wieder auf den Markt. (Foto: puch CLUB magazin)

Allerdings bilden Produkte der historischen Steyr-Daimler-Puch AG zum Beispiel die fundamentale Volksmotorisierung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg im Detail ab. Da fehlt nichts von Bedeutung. All das schöpft sich aus einer phänomenalen Vorgeschichte. Die Hauptquellen der Legende waren jeweils für sich Produzenten herausragender Fahrzeuge: Austro-Daimler, Puch und Steyr.

Jeder dieser Betriebe und alle, die quer durchs 20. Jahrhundert dazugruppiert, wahlweise abgespaltet wurden, hat bemerkenswerte Anteile an der Kraftfahrzeuggeschichte. Bedenken Sie, das Fusionieren und das Filetieren gehört zur Historie des Geschehens, seit aus Manufakturen Fabriken geworden sind.

Manuel Wutti ist der neue Herausgeber. (Foto: Martin Krusche)
Manuel Wutti ist der neue Herausgeber. (Foto: Martin Krusche)

Dazu erweisen sich auch allerhand Querverbindungen als interessant. Wenn etwa der Schweizer Konzern Saurer mit seinen bedeutenden Nutzfahrzeugen nach Österreich hereinkam und da schließlich in Häusern wie ÖAF oder Steyr Wirkung entfaltete, bringt das auch Namen wie Gräf und Stift, Fiat oder MAN zum Klingen.

Aber ich verzettle mich gerade. Oder: es ist eben derart komplex. Es lohnt sich aus vielen Gründen, diese Komplexität ein wenig aufzufächern, um das gesamte Bild deutlicher hervortreten zu lassen. Dem hat sich Manuel Wutti nun auf spezielle Art gewidmet. Er übernahm das ruhende Verlagsprojekt und bringt das puch CUB magazin am 25. März 2020 neu heraus.

Wir haben einen Convoy! (Foto: Martin Krusche)
Wir haben einen Convoy! (Foto: Martin Krusche)

Woher ich das weiß? Weil ich mit von der Partie bin. Ich starte da mit meiner Kolumne „Krusches Zeitmaschine“. Das hat zwei gute Gründe. Der eine ist durch Wutti gegeben. Aktiver Schrauber. Liebhaber historischer Rennfahrzeuge. Versierter Rennfahrer. Damit steht er komplementär in einem wunderbaren Kontrast zu mir, der ich einige der Leidenschaften teile, aber nicht diese Talente.

So bin ich als Motorradfahrer immer flott und zügig unterwegs gewesen, aber nie schnell. Schnell, das ist eine andere Kategorie, in die es nicht jeder schafft, der dort dazugehören möchte. Als Handwerker bin ich völlig untertalentiert, bestenfalls eine passable Hilfskraft. Der andere Hrund: was aber die Geschichten angeht, kenne ich mir gut aus. So ergänzen wir uns in einigen Bereichen vorzüglich über unsere unterschiedlichen Kompetenzschwerpunkte.

Wutti war mich Mitte des vergangenen Jänners besuchen, um diese Sache mit mir zu bereden. Dann brauchte er noch ein Weilchen für die Entscheidung und für einen positiven Verlauf, um die geschäftlichen Angelegenheiten zu klären. Jetzt ist das Ding im Kasten. Siehe zum Vorlauf: Dämon der Geschwindigkeit (Ein Kräftespiel seit Jahrtausenden) Am 22. Jänner kam dann eine SMS, durch die ich vom Auftakt erfuhr. Also: wir haben einen Convoy!

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