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Notiz 021: Umbauphase#

(Ein Beitrag zu Mythos Puch 2020)#

von Martin Krusche

Was wir unter Mythos Puch VII als unseren Beitrag für die österreichweiten Oldtimer-Tage konzipiert haben, werden wir so nun natürlich nicht umsetzen können. Adaptionsphase! Trotz aller Einschränkungen handlungsfähig bleiben und mit inspirierten Menschen etwas aushecken. Vorerst mußte ich mir jede reduzierte Nutzung des Betriebes von Josef Laller, also eine angepaßte Veranstaltung vor Ort, abschminken.

Manuel Wutti bringt seine MC50 auf Betriebstemperatur. (Foto: Archiv Wutti)
Manuel Wutti bringt seine MC50 auf Betriebstemperatur. (Foto: Archiv Wutti)

Er schrieb mir zu einem Vorschlag: „Eigentlich eine super Idee, nur haben wir in den Verkaufsräumen ein Betretungsverbot.“ Dessen Verletzung kann laut Behörde mit bis zu 30.000,- Euro Strafe geahndet werden. Laller: „Ich darf nur die Werkstatt, ohne persönlich Kontakt, geöffnet haben.“

Gut, dann wissen wir eben jetzt mehr über die derzeitigen Rahmenbedingungen und müssen damit arbeiten. Wir sind uns einig, eine Art Erzählung zum Thema Mythos Puch zu entfalten, die sich in verschiedene Raumsituationen verzweigt. Eine davon ist natürlich das Internet. Ferner müssen wir zwischen geschlossenen Privaträumen und dem öffentlichem Raum eine Kommunikations-Spange einrichten.

Altmeister Fredi Thaler (lins) und Konstrukteur Harald Sitter. (Foto: Martin Krusche)
Altmeister Fredi Thaler (lins) und Konstrukteur Harald Sitter. (Foto: Martin Krusche)

Dazu kommt, daß Manuel Wutti eben den Neustart eines Magazins realisiert hat, das einige Zeit vom Markt verschwunden war: puch CLUB magazin. Die erste Ausgabe in seiner Herausgeberschaft ist eben gedruckt worden. Das ist ein weiterer Bezugspunkt: Wutti und ich, der Schrauber und der Schreiber.

Dann sind da die sensationellen alten Fotografien, die Hans Sattler vor dem Mistkübel gerettet hat. Und überdies habe ich derzeit Leihgaben aus dem Archiv von Ferdinand Micha Lanner in Arbeit.

Es ist also inhaltlich genug auf dem Tisch, um den Mythos Puch in jeder denkbaren Spielart weiterzuerzählen. Ich hab eben mit Altmeister Fredi Thaler Telefoniert, der in seinem Schuppen gerade an einem Getriebe schraubt. Ihm verdanke ich viel an Dokumenten und Wissen. Wir werden dazu weiter an einem Strang ziehen.

Das bedeutet unter dem Strich, der Lockdown bringt uns auf Ideen. Mit Josef Laller präzisiere ich jetzt unser Vorgehen, mit Wutti gehe ich an die zweite Ausgabe des Magazins und hoffe, daß er den Start des Blattes in diesen Zeiten ökonomisch übersteht.

Eine Rarität: Kapitza-Entwurf eines Steyr Kleinbus aus dem Archiv Lanner. (Foto: Martin Krusche)
Eine Rarität: Kapitza-Entwurf eines Steyr Kleinbus aus dem Archiv Lanner. (Foto: Martin Krusche)

Lanner bringt sich laufend mit Detailwissen ein. Thaler ist bereit, daß wir einen Zahn zulegen. Um es mit Sam Peckinpah zu sagen: „Wir haben einen Konvoy!“ Das ergibt nun einen Prozeß, statt einer Veranstaltung. Eine laufende Erzählung, die sich an verschiedenen Plätzen entfaltet und deren Module untereinander verzahnt werden.

Was haben wir?#

Kultur- und Wissensarbeit in der Provinz, also abseits des Landeszentrums, hat unter anderem diesen einen Erzählstrang (Mythos Puch VII), den ich entlang einer historischen Route verdichte. Das meint die alte Ungarnstraße zwischen Graz und Ofen. (Das ist ein Ort, der später mit Pest Ungarns Hauptstadt Budapest ergab.
  • Strecken und Orte (Die Ungarnstraße)
  • Der regionale Rahmen: Dorf 4.0 in Kooperation mit den Bürgermeistern Werner Höfler (Hofstätten), Peter Moser (Ludersdorf) und Robert Schmierdorfer (Albersdorf).
  • Der überregionale Rahmen: Mensch und Maschine II, Wissenschafter Hermann Maurer und Künstler Martin Krusche in Kooperation

Traditionelle Rollbilder haben sich schon einmal bei Mythos Puch bewährt. (Foto: Martin Krusche)
Traditionelle Rollbilder haben sich schon einmal bei Mythos Puch bewährt. (Foto: Martin Krusche)

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