Schwarz-Gelb#
von Peter Diem
Der galizische Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch wurde von seiner Frau Wanda als ein Mann „bis in den letzten Blutstropfen Slawe .. . von der echten schwarz-gelben Färbung" bezeichnet. (Zit. nach Claudio Magris, Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur. Salzburg 1966, 159 )
Fritz Molden, Die Österreicher oder die Macht der Geschichte. München 1986, 177
Natürlich wurden auch die bekennenden Legitimisten und Monarchisten, die in der Ersten Republik politisch eine weit wichtigere Rolle spielten als nach 1945, als „Schwarzgelbe" bezeichnet. Heute ist der Gebrauch dieser Bezeichnung praktisch ausgestorben, an die Stelle restaurativen Gedankengutes trat die Paneuropa-Idee (siehe den Beitrag zur Geschichte der Europasymbole)