Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographien
„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ - Tagebücher 1839–1858, Band I
Seite - 480 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 480 - in „Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ - Tagebücher 1839–1858, Band I

Bild der Seite - 480 -

Bild der Seite - 480 - in „Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ - Tagebücher 1839–1858, Band I

Text der Seite - 480 -

Tagebücher480 und heirathscandidat larochefoucauld aus versailles, wo er husarenoffi- zier ist, hier angekommen, um mit ihr bis ostende zu fahren und Anfangs April wieder in seiner garnison zu seyn. das ist ein Beweis von liebe, vor welchem ich die segel streichen muß, ich habe ihm mit bewundernswerthem großmuth die honneurs von mailand gemacht, ihn in die cavalleriecaserne geführt, wo ihm mensdorf eine kleine Produktion auf der reitschule veran- staltete etc., es scheint ein ganz guter junger mensch [zu sein], der ziemlich stark nach der garnison riecht. ich aber gehe morgen auf einige tage nach venedig und freue mich, diese liebe stadt, gabrielle und meine dortigen Bekannten wieder einmahl zu se- hen. lucile hatte in diesen letzten tagen viel triumph, Blumen, kränze etc., zu denen wie natürlich auch ich mein scherflein beytrug. Besondere ereig- nisse gab es übrigens in casa grahn in diesen letzten tagen nicht, ausge- nommen daß wir in der vorigen Woche eine course nach como in meinem Wagen machen wollten, die im letzten Augenblicke unterblieb, weil sie dar- auf bestand, ihre mutter mit sich zu nehmen. sonst brachte ich meine meisten Abende bey Berchtold zu, wo mich jedoch der beständige theaterdiskurs und die discussionen darüber ennuyirten, und die prima sera oft bey mathilde schwarzenberg und, sooft lucile nicht tanzte, bey ihr, mit Ausnahme von ein paar Abenden, an denen wir ins thea- ter gingen. mailand 4. April heute früh bin ich von venedig zurück gekommen, wo ich acht recht ange- nehme tage zubrachte. ich fuhr am 25. Abends von hier ab und war am 27. sehr früh in venedig, welches ich vorgestern Abend 8 uhr wieder verließ. mit geringer unterbrechung hatte ich die ganze Zeit über gutes Wetter, und mir lachte das herz im leibe, als ich meinen geliebten marcus Platz wieder sah. dießmal sah ich ihn auch zuerst mit gas erleuchtet, und so brillant dieses auch ist, so war mir doch im ersten Augenblicke fast leid um die spär- liche doch poëtischere Beleuchtung, wie sie vordem war, und neben der der mondschein doch auch noch aufkommen konnte. ich wohnte in der europa, war aber dießmahl mit dem gasthofe ziemlich unzufrieden. die leute fand ich so freundlich und erfreut mich zu sehen wie immer. venedig ist einer der sehr wenigen orte, wo man nichts als frohe gesichter und ein heiteres entgegenkommen findet, und wie wohl thut dieses zumal Jemandem, der aus mailand kömmt! Besonders viel war ich außer bey gabrielle, welche ich heiter und wohl fand, mit Palfy’s und hildtprandt’s, mit denen beyden auch sie beständig ist, besonders gefiel mir sophie Palfy, die ich seit langen Jahren nicht gesehen,
zurück zum  Buch „Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ - Tagebücher 1839–1858, Band I"
„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ Tagebücher 1839–1858, Band I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“
Untertitel
Tagebücher 1839–1858
Band
I
Autor
Viktor Franz Freiherr von Andrian-Werburg
Herausgeber
Franz Adlgasser
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2011
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78612-2
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
744
Schlagwörter
Viktor Andrian-Werburg (1813 - 1858), Revolution 1848, Austrian Neoabsolutism, Austria future (1842), Late Vormärz, Reform and Repression
Kategorie
Biographien

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort (Ffritz Fellner) 9
  2. Viktor Franz Freiherr von Andrian-Werburg (1813–1858) – eine Lebensskizze 11
  3. Überlieferung der tagebücher 37
  4. Editionsrichtlinien 41
  5. Tagebücher 1839–1847 43
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“