Laßnitz (Sulm)

Laßnitz
Oberlauf der Laßnitz mit Brückenpfeiler der ehemaligen Waldbahn

Oberlauf der Laßnitz mit Brückenpfeiler der ehemaligen WaldbahnVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage In der Weststeiermark, Österreich, von der Mittleren Koralpe nach Osten zum Lauf der Mur (kurz vor der Mur Einmündung in die Sulm)
Flusssystem Donau
Abfluss über Sulm → Mur → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle In der mittleren Koralpe zwischen Handalm und Weberkogel
46° 51′ 14″ N, 15° 1′ 20″ O46.85388888888915.0222222222221550
Quellhöhe 1550 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In Leibnitz in die Sulm46.78638888888915.531388888889272Koordinaten: 46° 47′ 11″ N, 15° 31′ 53″ O
46° 47′ 11″ N, 15° 31′ 53″ O46.78638888888915.531388888889272
Mündungshöhe 272 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1278 m
Länge 63 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 350 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Rechte Nebenflüsse Brendlbach (Flusskilometer 4),
Bet-(Beth-)leitenbach (Fkm 13),
Gleinzbach (Fkm 44)
Linke Nebenflüsse Hofbauerbach (Fkm 3,5),
Rettenbach (Fkm 6),
Mittereggbach (Fkm 29),
Wildbach (Fkm 30),
Gamsbach/Werkswasser Porzellanfabrik (Fkm 30),
Vocherabach (Fkm 31),
Rassachbach (Fkm 33),
Saubach (Fkm 36),
Stainzbach (Fkm 43),
Oisnitzbach (Fkm 44),
Predingbach (Fkm 45)
Kleinstädte Deutschlandsberg, Frauental an der Laßnitz, Groß Sankt Florian, Leibnitz
Einwohner im Einzugsgebiet 30000

Die Laßnitz ist ein Nebenfluss der Sulm in der Weststeiermark in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Beschreibung des Laufes

Quellgebiet der Laßnitz: Handalm und Wildbachalm (re.) am Horizont, davor links Poschkogel, Weberbauerkogel, im Vordergrund (kl.) Pöschlkogel und Rettenbachtal

Die Laßnitz entspringt als Niedere Laßnitz in der mittleren Koralpe zwischen Handalm (1853 m ü. A.) und Wildbachalm, 1805 m) in der Gemeinde Osterwitz. Sie fließt bis zur Einmündung des Rettenbachs (Flusskilometer ab Quelle: 6) an der Grenze zur Gemeinde Kloster kurz nach Norden, dann in einem tief eingeschnittenen Tal bis Deutschlandsberg Richtung Osten. In diesem Teil ihres Laufes ist sie ein Wildbach mit starkem Gefälle.

Ab Deutschlandsberg (Fkm 24) verläuft der Fluss in einem weiten, flachen Tal, umrundet den Sausal und mündet in Leibnitz in die Sulm (272 m). Die Sulm mündet nach 6,5 km in die Mur. Aus der Lage der Flussmündungen kann der Eindruck entstehen, die Sulm wäre ein rechter Nebenfluss der Laßnitz und die Laßnitz würde in die Mur münden. Das ist aber nicht der Fall.

Die Laßnitz fließt wie viele größeren Flüsse der Ostalpen von Nordwesten nach Südosten. Grund dafür ist die Auffaltung der Alpen, die auch heute noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Starkes Gefälle im Oberlauf durch geologische Situation

Dieses Gefälle hat seinen Grund in der Entstehung der Koralpe: Die Koralpe ist geologisch ein emporgehobener Gebirgsteil, eine sogenannte Pultscholle[1]. Von ihrem Gebirgskamm (an dem sich die Quellgebiete befinden) müssen die Flüsse und Bäche auf kurzen Strecken große Höhenunterschiede in das Tiefland überwinden (bei der Laßnitz: in das Grazer Becken).

Das Laßnitztal in der Koralpe ist wissenschaftlich bearbeitet.[2] Das Gefälle des Flusses war mehrfach Gegenstand für Kraftwerksplanungen: 1922 wurde überlegt, einen 30 Meter hohen Staudamm in der Klause bei Deutschlandsberg (im Bereich der ehemaligen Papierfabrik in Burgegg) zu errichten und mit zwei Francis-Turbinen Strom zu erzeugen.[3] Der Oberlauf der Laßnitz wurde für seine wasserwirtschaftliche Nutzung aus Anlass der geologischen Aufnahme für die „wasserwirtschaftliche Generalplanung von Steiermark“ untersucht.[4]

Laßnitz im Oberlauf in Osterwitz-Winkel, Pöschlstraßenbrücke

Die steilen Hänge der Flusstäler führen zu Hangrutschungen, durch welche Mineralienfundstellen[5] erschlossen werden. Auch Straßenbauten (insb. für Forststraßen) und Steinbrüche machen Fundstellen, z. B. für Granate, zugänglich. Die Zusammensetzung der Schotter (Geschiebe) am Oberlauf der Laßnitz ist wissenschaftlich dokumentiert.[6]

Änderungen im Lauf der Laßnitz

In den Jahren 1962-1966 wurde die Laßnitz ab Groß St. Florian durch groß angelegte Meliorationsmaßnahmen begradigt. Seitliche Gewässer wurden zu Vorflutern zusammengefasst, der alte Lauf, Totarme, Mulden und Rinnen wurden weitgehend zugeschüttet.[7]

Im Eiszeitalter, vor ca. 1,8 Millionen Jahren hatte die Laßnitz nach ihrem Austritt aus dem Gebirge bei der Deutschlandsberger Klause einen anderen Lauf. Sie folgte dem Weg des heutigen Leibenbaches Richtung Sulm. Durch eine Anzapfung im Altquartär wurde sie Richtung Osten abgelenkt. Sie tiefte sich in der Folge rasch ein, sodass sie auch durch Laufverlegungen nach starken Hochwässern nicht mehr in ihr ursprüngliches Bett zurückkam. Der alte Lauf im Leibenfeld lag damit nicht mehr in einem Talboden, das Leibenfeld wurde zu einer trockenen Flussterrasse.[8]

Ohne diese Veränderung würde die Laßnitz heute (falls sie den Lauf des Leibenbaches beibehalten hätte), bei Prarath in die Sulm münden oder bereits bei St. Martin auf die Schwarze Sulm treffen. Der Hauptfluss im heutigen Laßnitztal ab Deutschlandsberg wäre der kleine Mittereggbach, ab Frauental der Wildbach. Dass der Leibenbach im Tal der Schwarzen Sulm über mehrere Kilometer parallel zur Sulm fließt, ohne in diese einzumünden, kann auf diese Laufveränderung zurückzuführen sein.[9]

Änderungen im Namen der Laßnitz

Der Name „Laßnitz“ wird aus dem slawischen „Lieznica“ abgeleitet und mit „Waldbach“ übersetzt. In der Sprachwissenschaft wird für Laßnitz (890 Luonzniza) auch eine Ableitung aus slawisch *loNč'nica ‚Wiesenbach‘ diskutiert. Ebenso eine Ableitung aus lǫčica ‚feuchte, sumpfige Wiese‘ (wobei gleichzeitig eine Ableitung aus laz, lazъ ‚Gereut, lichte Stelle im Wald‘ abgelehnt wird).[10] Nach anderen Publikationen wird diese Namensherkunft für möglich gehalten (1345 Lesniz, Laßnitz bei Murau oder 1080 im Paltental Laznich) *laz'nica ‚Gereutbach‘.[11] Unabhängig von den Details seiner Herkunft weist der Name auf die alte slawische Bevölkerungsschicht hin und die Zugehörigkeit des Gebietes zum Fürstentum Karantanien.

Die Laßnitz (re.) bildet die südliche Grenze des Schwarzkogelzuges. Im Mittelgrund Freiland, dahinter links der Laufenegger Kogel, rechts Trahütter Kogel. Am Horizont Grazer Becken im Bereich der Gleinz und Deutschlandsbergs

Informationen, die im Mittelteil der Koralpe einen Fluss Laßnitz behandeln, sind nicht eindeutig: Es können mehrere Gewässer gemeint sein, die zwar zum selben Flusssystem gehören, aber einige Kilometer (und mehrere Hundert Höhenmeter) auseinanderliegen können: Oberlauf der Laßnitz, Wildbach oder Rettenbach. Da das Gebiet von einigen Weitwanderwegen durchzogen und für Sportarten wie Wildwassersportarten und Orientierungsläufe verwendet wird, kann das zu unangenehmen Situationen für Wanderer und Sportler führen.

Der Oberlauf der Laßnitz wird „Niedere Laßnitz“ genannt.[12] Je nach Kartendarstellung ist dieser Name bis zur Einmündung des Rettenbaches[12], bis zur Einmündung des Betleitenbaches/Osterwitzbaches im Gebiet von Freiland[13] oder bis Deutschlandsberg[14] verwendet. Angaben zu diesem Teil des Flusses sind in Veröffentlichungen, aber auch in Navigationssystemen teilweise nur unter „Niedere Laßnitz“ aufzufinden.

Nördlich der Laßnitz fließt der früher als „Hohe Laßnitz“[15], dann als „Wildbach (Hohe Laßnitz)“[16] und ab ca. 1990 als „Wildbach[17] bezeichnete Nebenfluss, welcher bei Frauental an der Laßnitz in diese einmündet.

Zwischen Niederer und Hoher Laßnitz/Wildbach befindet sich ein Bergrücken, auf dem die Landesstraße 606 (Hebalmstraße) verläuft und die Gemeinden Kloster und Freiland liegen. Dieser Bergrücken ist auf seiner Höhe teilweise nur ca. 100 Meter breit und fällt beidseitig bis zu 180 m in die beiden tief eingeschnittenen Flusstäler ab. Auf Straßenkarten und Fotos (Satellitenfotos) sind die beiden Flusstäler nicht immer getrennt dargestellt, wodurch der Eindruck einer nicht vorhandenen Einmündung entstehen kann.

Oberlauf von Laßnitz und Wildbach, Rettenbach auch als Niedere Laßnitz: ca. 1932

Weiters wird die Bezeichnung „Niedere Laßnitz“ für deren linken Nebenfluss, den Rettenbach in der Gemeinde Kloster, verwendet.[14] Der heute als „Niedere Laßnitz“ bezeichnete Quellfluss der Laßnitz kann dann als „Laßnitz“ oder auch „Pöschlbach“ (nach einem angrenzenden großen Bauerngut) bezeichnet sein.

Die Namensvarianten sind darauf zurückzuführen, dass im 19. Jahrhundert der Ursprung der Laßnitz nicht wie heute im Gebiet der Handalm, sondern auf der Hebalm angenommen und damit der Rettenbach als Oberlauf der Laßnitz gesehen wurde. In älteren Publikationen kann sogar die heutige „(Niedere) Laßnitz“ als „Hohe Laßnitz“ und der Wildbach als „Niedere Laßnitz“ bezeichnet sein. Damals war auch unklar, ob die Laßnitz in die Sulm mündete oder umgekehrt die Sulm in die Laßnitz. Diese Bezeichnungsvarianten sind nicht mehr aktuell, aber bei der Interpretation von Texten vom Ende des 19. Jahrhunderts (Pfarrchroniken, Reiseberichte usw.) zu berücksichtigen.[18]

In der Josephinischen Landesaufnahme 1787 ist die Laßnitz als Groß Lasnitz Bach ausgewiesen, der Wildbach als Klein Lasnitz Bach.[19].

Geschichte

Einzugsgebiet ist altes Siedlungsgebiet

Das Flusstal ab Deutschlandsberg ist altes Siedlungsgebiet. Ob der Name „Landsberg“ (der Vorsatz „Deutsch-“ kam erst nachträglich hinzu) aus dem Deutschen oder dem Slawischen abzuleiten ist, was auf eine frühere slawische Besiedlung hindeutet, wird diskutiert (1153 Lonsberch slaw. *loNč'je „Auwiesen“).[11]

In der Gemeinde Groß St. Florian befindet sich die „Römische Villa von Grünau“ aus dem 1. bis 3. Jahrhundert, die in 13 Grabungskampagnen zwischen 1988 und 2002 erforscht wurde. Ein wertvoller Fund ist der „Silberbecher von Grünau“, ausgestellt im Gebäude des Steirischen Feuerwehrmuseums in Groß St. Florian.

Hügelgräber im Einzugsgebiet der Laßnitz, z. B. bei Rassach, belegen eine Besiedlung dieses Gebiets in der Awarenzeit im 6.-8. Jahrhundert, in deren Rahmen ein slawischer Bevölkerungsanteil angenommen werden kann.

In Leibnitz liegt die große römische Siedlung Flavia Solva.

Teufelsgraben bei Leibnitz

Dieser Graben erstreckte sich ursprünglich über mehrere Kilometer zwischen Laßnitz und Mur. Er wird als römerzeitlicher Bewässerungskanal, aber auch als frühe Befestigungsanlage interpretiert, die mit der Hengistburg in der Mark an der Mur in Zusammenhang steht. Der Graben wird bereits in einer Urkunde des Jahres 982 n. Chr. erwähnt. Nahe der Autobahnraststätte Gralla an der Pyhrn Autobahn ist dieses Bodendenkmal noch gut erhalten. Dort hat der Graben eine Tiefe von eineinhalb und eine lichte Weite von etwa sechs Metern. Streckenweise wird er von einem noch bis zu 80 cm hohen und an seiner Basis bis vier Meter breiten Wall aus Aushubmaterial von der Grubensohle begrenzt.[20]

Denkmalschutz

Eine Reihe von Kirchen, öffentlichen und privaten Gebäuden sowie Bodendenkmale (archäologische Ausgrabungen) im Einzugsgebiet der Laßnitz stehen unter Denkmalschutz.[21]

Umwelt

Keine gravierenden Belastungen

Die Laßnitz weist keine gravierenden Umweltbeeinflussungen auf. Industriebetriebe (z. B. Zündholzfabriken wie das SOLO-Werk in Deutschlandsberg), die vor einigen Jahrzehnten die Wasserqualität beeinflussten, sind eingestellt.

Die landwirtschaftliche Düngung im Gebiet von Mittel- und Unterlauf führte bisher nur zu geringen Belastungen durch Düngemittelrückstände.

Schutzgebiete

Die Gemeinden Kloster, Freiland sowie (teilweise) Trahütten und einzelne Grundstücke am westlichen Ende der Gemeinde Osterwitz (Teile des ehemaligen Bauernhofes Stoff) am Oberlauf der Laßnitz liegen in einem Landschaftsschutzgebiet.[22]

Die Deutschlandsberger Klause ist Naturschutzgebiet: Das Schutzgebiet erstreckt sich auf einer Länge von ca. 1200 Metern mit einer Ausdehnung von ca. 27 ha und einer durchschnittlichen Seehöhe von 400 bis 500 Metern zu beiden Seiten der Laßnitz.[23]

Die Deutschlandsberger Klause ist weiters NATURA-2000-Schutzgebiet (Europaschutzgebiet). Schutzgüter sind die Lebensräume der dort wachsenden Pflanzen. Die nähere Beschreibung lautet:

„Die Schluchtstrecke, im steirischen Randgebirge gelegen, wird von Bergsturzhalden aus grobem, blockigem Material durchzogen. Die Flußstrecke des Lassnitzbaches bietet ein abwechslungsreiches Bild mit Kolken, Inselbildungen und großen Felsblöcken. Kleine Waldbäche, Rieselfluren und Sickerstellen treten an den steilen Hängen auf.“ [24]

Ein Teil der Laßnitzau am Unterlauf (im Zug der Umrundung des Sausal) ist Landschaftsschutzgebiet.[25]

Einige Laßnitzabschnitte im Unterlauf gehören zum NATURA-2000-Schutzgebiet (Europaschutzgebiet) Demmerkogel-Südhänge, Wellinggraben mit Sulm-, Saggau- und Laßnitzabschnitten und Pößnitzbach. Aus der Beschreibung:

„Die basen- oder kalkreichen Böden sind grundwasser- und tagwasserbeeinflußt (staunaß, von Sicker- und Niederschlagswasser geprägt). Die Altarme der Laßnitz weisen zahlreiche Gehölzrelikte der Au am (trockengefallenen) Altwasser auf. Tümpel und Verlandungsbereiche zeigen ein hohes faunistisches und floristisches Potential. Wie in der Sulm sind die Böden kalk- oder basenreich und liegen im Grundwasserbereich (subhydrisch, semiterrestrisch). Im Mündungsbereich der Laßnitz dominiert der Hartholz-Auwald (= Eichen-Ulmen-Au) einschließlich Waldflächen auf der Niederterrasse und Übergang zum Hangwald. Der Weichholz-Auwald (Weiden-Au) steht oft im Komplex mit Augewässern.“ [26]

Die Aulandschaft an der Mündung der Laßnitz in die Sulm ist Naturschutzgebiet.[27]

Flussregulierungen

Der Wasserhaushalt des mittleren Laßnitztales ist stark durch die Flussregulierung von 1962 bis 1966 beeinflusst: Vor der Regulierung floss die Laßnitz als stark mäandrierendes Gewässer auf einem flachen Flussdamm. Dem entsprechend wechselte der Fluss im breiten Talboden häufig sein Bett, was durch verlandete Flussarme und Altarme belegt war. Durch die Regulierung verkürzte sich der Flusslauf, das Gefälle stieg an und der Grundwasserspiegel sank, wodurch viele landwirtschaftlich genutzte Böden dem Grundwassereinfluss entzogen wurden, aber auch früher vernässte Wiesen landwirtschaftlich besser nutzbar wurden.[7]

Der Bau der Koralmbahn war der Anlass einer weiteren Verlegung des Flusslaufes: In den Jahren 2008/09 wurde der Lauf der Laßnitz bei Gussendorf auf über zwei Kilometern Länge neu gestaltet und Hochwasserrückhaltebecken angelegt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde auch die Laßnitzbrücke zwischen Gussendorf und Lassenberg bei Wettmannstätten als 142 m lange und 14,5 m hohe Stahlbetonbrücke neu errichtet.[28]

Fauna

Im Gewässer selbst leben sowohl Bachforellen als auch Regenbogenforellen. Am Wasser des Oberlaufes leben Libellen und Köcherfliegen. Deren Larven sind ein verlässlicher Indikator der Wasserqualität, sie kommen nur in Gewässern mit guter bis sehr guter Wasserqualität vor.

Flora

Am Oberlauf der Laßnitz wachsen seltene Pflanzen: Die Sturzbach-Gemswurz und der Glimmer-Steinbrech[29], der nur im Gebiet des weststeirischen Randgebirges und seiner Ausläufer (Koralpe, Bachergebirge) gefunden wurde. Er gedeiht an trockenen Stellen unter überhängenden Felsen möglichst ohne direkten Kontakt mit Niederschlagswasser (Regen usw.) und verträgt kein starkes Licht: Die tief eingeschnittenen Täler des Laßnitz-Oberlaufes, z. B. die Deutschlandsberger Klause, sind eines seiner Verbreitungsgebiete.

Edelkastanie (Castanea sativa)

Im milden Klima am Mittel- und Unterlauf der Laßnitz gedeihen Edelkastanien.

Wasserqualität

Die Wassergüte liegt ab der Gemeinde Freiland, ca. Flusskilometer 10, bei Güteklasse I-II (nahezu unbelastet, bis dahin nahezu Trinkwasserqualität), ab der Einmündung des Stainzbaches bei Güteklasse II, bedingt durch die Belastungen aus Siedlungen und Düngung landwirtschaftlicher Flächen.[30]

Die Wasserhärte ist gering (Bereich 1-2 - weiches Wasser, je nach Grundwassereintrag durch Beregnungsanlagen etc.).

Böden

Die landwirtschaftlich nutzbaren Böden sind Braunerdeböden mit nahezu allen Varianten der Wasserversorgung bis zum Pseudogley oder Gley. Im Oberlauf handelt es sich um Felsbraunerden aus kristallinen Schiefern als mittelwertiges Acker- und Grünland, wobei eine Ackernutzung nur bis in eine Seehöhe von 800 bis 1000 m sinnvoll ist, oder um nährstoffarme Ranker. Ab Deutschlandsberg liegen (ehemalige) Auböden und silikatische Lockersediment-Braunerden vor, die teilweise aus Tertiärsediment gebildet sind (Florianer Tegel).[31]

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke

Vom Gemeindegebiet von Freiland bis nach Deutschlandsberg wird die Laßnitz von der Trasse der ehemaligen Liechtensteinischen Waldbahn begleitet. Heute ist diese Trasse ein Wanderweg.

Kurz vor Deutschlandsberg umrundet die Laßnitz in der Deutschlandsberger Klause den Burgberg der Burg Deutschlandsberg mit dem Burgmuseum über die Geschichte der Umgebung.

Wirtschaft

Betriebsarten

Im Einzugsgebiet der Laßnitz sind Land- und Forstwirtschaft sowie gewerbliche Betriebe die häufigsten Erscheinungsformen. Großindustrie fehlt. Für den Tourismus steht eine Reihe von Angeboten zur Verfügung, Schwerpunkt dabei sind Kurz- und Erholungsurlaube (das Gebiet kann von der Großstadt Graz aus leicht erreicht werden).

Landwirtschaft

Die land- und forstwirtschaftliche Produktion umfasst hauptsächlich Viehzucht, Ackerbau und Jagd. Bäuerliche Milchproduktion und Lieferung an die örtlichen Molkereien, früher eine landwirtschaftliche Haupterwerbsquelle, ist in den letzten Jahrzehnten zugunsten der Rindfleischproduktion zurückgegangen, aber noch Grundlage eines größeren Molkereibetriebes in Stainz.

Im Gebiet des Oberlaufs dominiert die Grünlandwirtschaft, teilweise wird Getreide angebaut (hauptsächlich Gerste und Weizen, früher auch Roggen).

Obstbau (besonders für Äpfel) wird in Spezialkulturen betrieben.

Der Unterlauf wird von der landwirtschaftlichen Mais- und Kürbisproduktion dominiert. Die Kürbisproduktion ist Teil der Erzeugung von Kernöl.

Eine weit verbreitete Rinderrasse ist das Fleckvieh

Damwild (Damhirsche) wird in Gattern zur Fleischproduktion gehalten. Wichtige Nutzrindrassen sind die Schwarzbunten und das Fleckvieh. Daneben werden mit Charolais, weißblauen Belgiern und anderen Rassen Fleischrindrassen gezüchtet. Die Schweinezucht umfasst hauptsächlich die Rassen Pietrain, Landrasse und Edelschwein. An Hühnern sind die Sulmtaler verbreitet.

Rotwild (Hirsche), Gämsen, Schwarzwild (Wildschweine) am Oberlauf und allgemein Rehe und Hasen sind die häufigsten größeren Wildtiere des Einzugsgebietes der Laßnitz. Dachse sind selten geworden. Bären wechseln nur selten aus dem Süden in das Quellgebiet ein. Häufiges Raubwild ist der Fuchs. Das große zusammenhängende Waldgebiet im Oberlauf der Laßnitz beherbergt viele Vogelarten, auch Auerwild (Auerhuhn). Ein häufiger Greifvogel, der auch freilaufende Hühner und Katzen schlägt, ist der Bussard.

Forellen, Karpfen und andere Speisefische werden in einer Reihe von Fischteichen gezogen.

Forstwirtschaft

Die weitläufigen Wälder am Oberlauf des Flusses (hauptsächlich Fichten, Tannen, Rotföhren und Lärchen, an Laubholz Linden und Eschen) werden durch Forstbetriebe genützt. Die Waldwirtschaft war Anlass zum Bau der Liechtensteinischen Waldbahn.

Weinbau

Die Laßnitz durchfließt das Weinbaugebiet Weststeiermark. Das Gebiet von Deutschlandsberg liegt in der Kernzone des Schilcher-Anbaugebietes. Die Rebe, aus der dieser Wein gekeltert wird, ist nach dem Ortsteil Wildbach[32] der Gemeinde Deutschlandsberg „Blauer Wildbacher“ genannt.

Gewerbe und Industrie

In Deutschlandsberg befindet sich ein großes Werk für elektronische Bauteile, in Frauental an der Laßnitz ein großes Keramikwerk (hauptsächlich Industrieporzellan).

Am Lauf der Laßnitz befindet sich eine Reihe von Kleinkraftwerken zur Versorgung angrenzender Bauernhöfe und Gewerbebetriebe mit elektrischer Energie. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Wasserkraft des Flusses auch durch eine Reihe von Mühlen und Sägewerken genützt.

Bedeutung als Verkehrsweg

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Laßnitz Bedeutung für den Holztransport durch Holztrift. Seit damals hat der Fluss keine Bedeutung als Verkehrsweg. Seit ca. 1980 wird der Oberlauf zeitweilig als Trainingsstrecke für Wildwassersportarten benützt.

Statistik

Mittlere Durchflussmenge: 6,2 m³/s bei Obertillmitsch (276 m), kurz vor der Einmündung in die Sulm.

Historische Landkarten

Einzelnachweise

  1. Arthur Winkler-Hermaden u. a.: Wissenschaftliche Studienergebnisse der Arbeitsgemeinschaft für geologisch-bodenkundliche Untersuchungen im Einzugsbereich des Laßnitzflusses in Südweststeiermark. Österreichische Akademie der Wissenschaften, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse Abt. I, 149. Heft 7-10, Seiten 225-226. Wien. Peter Beck-Managetta: Über den geologischen Aufbau der Koralpe. In: G. Weissensteiner: Mineralien der Koralpe. 1. Sonderband der Vereinszeitschrift Die Eisenblüte. Vereinigung steirischer Mineraliensammler, Graz 1979. Seite 6.
  2. Peter Beck-Mannagetta (1917-1998): Die Geologie des Einzugsgebietes der Laßnitz (Weststeiermark). In: Mitteilungen der Alpinen geologischen Vereinigung, Band 34, Jahrgang 1941. Wien 1942. Seiten 1-37. Weiters das mehrseitige Literaturverzeichnis dieses Autors in dessen Nachruf: Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft Nr. 90 (1997). Wien 1999, Seiten 207-212. ISSN 0251-7493. Zum Einfluss auf die Alpenbildung, Aufteilung in Krustenkeile bzw. Teile am Beginn der Karpaten und des Dinarischen Gebirges: Hans Georg Krenmayr, Albert Daurer (Redaktion): Rocky Austria. Eine bunte Erdgeschichte von Österreich. Geologische Bundesanstalt, Wien 1999, Seite 46. ISBN 3-85316-006-9.
  3. Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ vom 10. Oktober 2009. 82. Jahrgang Nr. 41. Seite 3.
  4. Peter Beck-Mannagetta: Die Geologie des Einzugsgebietes der Laßnitz (Weststeiermark). Seite 1.
  5. G(ernot) Weissensteiner: Mineralien der Koralpe. 1. Sonderband der Vereinszeitschrift Die Eisenblüte. Vereinigung steirischer Mineraliensammler, Graz 1979.
  6. Gerda Woletz: Die Geschiebeverhältnisse der Laßnitz, in: Artur Winkler-Hermaden, Peter Beck-Mannagetta, Karl Bistritschan, Gerda Woletz, Karl Schoklitsch, Herbert Pichler: Wissenschaftliche Studienergebnisse der Arbeitsgemeinschaft für geologisch-bodenkundliche Untersuchungen im Einzugsbereiche des Laßnitzflusses in Südweststeiermark. Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften in Wien, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, Abteilung 1, 149. Band, 7. bis 10. Heft (vorgelegt in der Sitzung am 27. Juni 1940). Verlag Hölder-Pichler-Tempsky Wien 1940. Seiten 245–257.
  7. a b Margarete Sekera, Heinrich Hacker (Redaktion), Max Eisenhut (Kartierung): Österreichische Bodenkartierung. Erläuterungen zur Bodenkarte 1:25.000. Kartierungsbereich Deutschlandsberg (KB 24). Herausgegeben vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (Landwirtschaftlich-chemische Bundesversuchsanstalt, Bodenkartierung und Bodenwirtschaft). Wien 1975. Seiten 53-56. Stand 2007 unter: Österreichische Bodenkartierung des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft - BFW, Bundesamt für Wald.
  8. Geologische Karte 189 Deutschlandsberg: Terrassenschotter mit Schlufflehmdecke, Altpleistozän. Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt Wien.
  9. Erläuterungen zur Bodenkarte 1:25.000. Seiten 57-58.
  10. Fritz Lochner von Hüttenbach: Die Rodungsnamen der Steiermark. In: Michaela Ofitsch, Christian Zinko: 125 Jahre Indogermanistik in Graz. Festband anläßlich des 125jährigen Bestehens der Forschungseinrichtung „Indogermanistik“ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Verlag Leykam, Graz 2000. ISBN 3-7011-0026-8. S. 252.
  11. a b Manfred Trummer: Slawische Steiermark = Leicht erweiterte Fassung des gleichnamigen Vortrags am Symposium „Fremd sein – beinander bleiben. Die slowenische Volksgruppe in Österreich“ im Rahmen der „Slowenischen Tage“ an der Karl-Franzens-Universität in Graz, 25.–28. März 1996. Aus: Christian Stenner (Hg.): Slowenische Steiermark. Verdrängte Minderheit in Österreichs Südosten. Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar 1997, Seiten 15-34. ISBN 3-205-98690-3.
  12. a b Österreichische Karte 1:50.000 - ÖK 50, Blatt 188 Wolfsberg. Herausgegeben vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (Landesaufnahme) in Wien. Neuaufnahme 1959/1960, Kartenfortführung 1991, einzelne Nachträge 1993.
  13. Österreichische Karte 1:50.000 189 Deutschlandsberg, Kartenrevision 1965, Nachträge 1968 und Bodenkarte 1:25.000 Kartierungsbereich Deutschlandsberg, Blatt 189-3N. Aufnahme und Druck: Landwirtschaftlich-chemische Bundesversuchsanstalt/Bodenkartierung, Wien. Herausgegeben vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft. Österreichische Bodenkartierung des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft - BFW, Bundesamt für Wald.
  14. a b Freytag-Berndt Wanderkarte mit Kurzführer. Blatt 41, Graz-Koralpe-Eibiswald. 1:100.000 Auflage 1983 - 1183841137, Verlag Freytag-Berndt und Artaria, Wien. ISBN 3-85084-641-5.
  15. Auf dem Titelblatt der Österreichischen Karte 1:25.000 - ÖK 25 V, Blatt 189 Deutschlandsberg. Aufgenommen 1983.
  16. Österreichische Karte 1:200.000, Blatt 47/15 Graz. Stand 1983/1984, einzelne Nachträge bis 1987.
  17. Österreichische Karte 1:50.000 - ÖK 50, Blatt 189 Deutschlandsberg. Neuaufnahme 1983, Kartenfortführung 1991.
  18. Maximilian Riederer, Gunther Riedlsperger, Johann Tomaschek: Freiländer Ortschronik. Eigenverlag der Gemeinde Freiland bei Deutschlandsberg, 1988. Seite 195, mit einem Verweis auf Josef Andreas Janisch: Topographisch-statistisches Lexikon von Steiermark mit historischen Notizen und Anmerkungen. Graz, Verlag Leykam-Josefsthal 1878-85. Band 1: A-K. 1878-. VIII, 821 Seiten. Band 2: L-R. 1885. 793 Seiten (32 Tafeln). Nachdruck: Verlag für Sammler, Graz 1978-79.
  19. Josephinische Landesaufnahme 1787, in: Historische Karten, Digitaler Atlas Steiermark, Geografisches Informationssystem GIS des Landes Steiermark.
  20. Beitrag zum Teufelsgraben im Burgenforum Österreich.
  21. Kulturgüterschutzkarte. 1:50.000. 188 Wolfsberg, 198 Deutschlandsberg, 190 Leibnitz. Laut Haager Konvention vom 14. Mai 1954, BGBl. Nr. 58/1964, bearbeitet vom Dokumentationszentrum und Konventionsbüro des Bundesdenkmalamtes, Wien 1977 und Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio-Handbuch: Steiermark (ohne Graz). Die Kunstdenkmäler Österreichs - Topographisches Denkmälerinventar. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll, Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.
  22. Landschaftsschutzgebiet 02: Pack-Reinischkogel-Rosenkogel. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 25. Mai 1981, Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 37/1981 in der Fassung der Berichtigung (neue Kartendarstellung) Nr. 64/1981. Karte des Schutzgebietes im Digitalen Atlas Steiermark.
  23. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg vom 22. Februar 1982 über die Erklärung der Deutschlandsberger Klause zum Naturschutzgebiet (Pflanzenschutzgebiet), kundgemacht in der Grazer Zeitung vom 5. März 1982, 9. Stück, Seite 117. Davor: Verordnung vom 12. November 1968, Grazer Zeitung 1969, 33. Stück, Seite 339.
  24. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Deutschlandsberger Klause“ (AT2214000) zum Europaschutzgebiet Nr. 33. Stmk. LGBl. Nr. 76/2006. CELEX Nr. 31992L0043, 32003R1882. Diese Verordnung beruht auf der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH RL) 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. EU Nr. L 206 Seite 7, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. EU Nr. L 284, Seite 1 ff.
  25. Landschaftsschutzgebiet 33: Laßnitzau. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 29. Juni 1981, stmk. LGBl. Nr. 85/1981.
  26. Europaschutzgebiet Nr. 16. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. März 2007, stmk. LGBl. Nr. 19/2007. CELEX Nr. 31979L409, 32003R0807, 31992L0043, 32003R1882. www.ris.bka.gv.at/lr-steiermark/ Index 5500/02/231. Dieser Verordnung beruht auf der Vogelschutz-Richtlinie (VS RL) 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten, ABl. EU Nr. L 103, Seiten 1, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 807/2003 des Rates vom 14. April 2003, ABl. EU Nr. L 122, Seiten 36 ff., und auf der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH RL).
  27. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz vom 10. März 1992. Grazer Zeitung 1992, Seite 208. Siehe www.ris.bka.gv.at, Steirisches Landesrecht. Index 5500/02/99.
  28. Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ vom 6. September 2008. 81. Jahrgang Nr. 36. Seite 5.
  29. Bilder unter Flora-Austria und unter Saxifraga.
  30. Amt der Steiermärkischen Landesregierung: Steirischer Gewässergüteatlas.
  31. Erläuterungen zur Bodenkarte 1:25.000. Seiten 150-158.
  32. Die früher selbstständige Gemeinde Wildbach wurde ab 1. Jänner 1970 mit der Stadtgemeinde Deutschlandsberg vereinigt: Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 15. Dezember 1969, stmk. Landesgesetzblatt Nr. 226/1969.