Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lilienfeld

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lilienfeld enthält die 21 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Lilienfeld im niederösterreichischen Bezirk Lilienfeld. Fünf Objekte wurden per Bescheid, 16 durch § 2a[1] des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Heimatmuseum, Dienerturm
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Heimatmuseum, Dienerturm
ObjektID: 24635
Status: § 2a
Babenbergerstraße 3
Standort
KG: Dörfl
GstNr.: .9/1
Durch den Tor-Wachtturm führte bis 1789 die heutige Dörfl- bzw. Babenbergerstraße hindurch. Der dreigeschoßige spätgotische Torturm über quadratischem Grundriss hat ein verschindeltes Pyramidendach und dient seit 1960 als Bezirksheimatmuseum Lilienfeld, Mathias-Zdarsky-Skimuseum und Archiv.
Hauptschule Datei hochladen Hauptschule
ObjektID: 24629
Status: § 2a
Castellistraße 8
Standort
KG: Dörfl
GstNr.: .81
Der große abgerundete dreigeschoßige Bau wurde 1928/29 von Rudolf Fraß im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut. Von 1960 bis 1964 die seitlichen Achsen aufgestockt. Die Mittelachse hat einen Portal-Balkon-Vorbau mit Bronzeskulpturen von Wilhelm Frass.
Arbeitsamt Datei hochladen Arbeitsamt
ObjektID: 24633
Status: Bescheid
Dörflstraße 2
Standort
KG: Dörfl
GstNr.: .9/2
Der zweigeschoßige späthistorische Bau unter Schopfwalmdach und Putzfassade wurde 1904 von Heinrich Wohlmeyer erbaut. Gegen Osten ist er mit dem Tor- und Wachtturm verbunden. Aktuell benutzt das Arbeitsmarktservice Lilienfeld das Gebäude.
Stadtamt
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Stadtamt
ObjektID: 24618
Status: § 2a
Dörflstraße 4
Standort
KG: Dörfl
GstNr.: .10
Der historistische dreiseitige zweigeschoßige Bau, unter einem Walmdach mit Uhrentürmchen in Form eines Dachreiters, wurde 1888 nach Plänen von Dominik Avanzo anstelle des ehemalige Armenhauses erbaut.
Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk-Gruppe Datei hochladen Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk-Gruppe
ObjektID: 24620
Status: § 2a
Dörflstraße 4
Standort
KG: Dörfl
GstNr.: .59
Die lebensgroße Gruppe mit hl. Johannes Nepomuk, Engel und Folterknecht wurde 1712 unter Abt Sigismund Braun (1695-1716) von Christoph Brandl als monumentales barockes Brückendenkmal am Brückenkopf der ehemaligen hölzernen Traisenbrücke errichtet.
Almanlage Klostereben Datei hochladen Almanlage Klostereben
ObjektID: 24718
Status: § 2a
Klosteralm 6
Standort
KG: Hintereben
GstNr.: .12
Bei dem Almhaus des Stiftes Lilienfeld handelt es sich um einen Paarhof im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert, mit einem eingeschoßigen Wohnteil unter Walmdach mit segmentbogigen Eingängen, tonnengewölbtem Keller und ehemaliger Rauchküche. 1812-18 erfolgte der Anbau einer kleinen Kapelle mit Rundapsis und Kalottengewölbe und eines Wirtschaftsgebäudes mit Walmdach.
Wohnhaus Datei hochladen Wohnhaus
ObjektID: 24749
Status: § 2a
Höhenstraße 2
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .115
Etwa einen Kilometer südlich des Stiftes Lilienfeld entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Kalkofen mit angeschlossener Kalkmühle zum Kalklöschen. Die Produktion diente nur zum Eigengebrauch des Klosters, der Kalkstein wurde in der Umgebung abgebaut. 1955 wurde das ursprünglich ebenerdige Gebäude aufgestockt und zu einem Wohnhaus umfunktioniert.[3]
Gesamtanlage Stift Lilienfeld
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Gesamtanlage Stift Lilienfeld
ObjektID: 80223
Status: § 2a
Klosterrotte 1 u. a.
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .5; 46/3; .1; .3; .8; .34; .35; .75; .77; .101; 41; 42/1; 46/1; 46/2; 50; 51; 53; 59; 75; 76/3; 148; 149/1; 152/3; 152/5; 155
Hauptartikel: Stift Lilienfeld
f1
Ehem. Stiftsmeierhof Datei hochladen Ehem. Stiftsmeierhof
ObjektID: 24746
Status: Bescheid
Klosterrotte 7
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .2
Der große zweihöfige Wirtschaftshof, stammt im Kern aus dem 15./16. Jahrhundert und wurde im 17. und 19. Jahrhundert erweitert. Der Bau hat 1-2geschoßige Trakte unter Satteldächern, nördlich zwei gotische Rundbogenportale, im Osten, Westen und Süden ehemalige Stallungen aus dem 17. Jahrhundert mit darüberliegendem Speichergeschoß.
Wohnhaus Datei hochladen Wohnhaus
ObjektID: 24748
Status: § 2a
Platzl 1
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .7
Das repräsentative dreigeschoßige Eckhaus, 1899 von Heinrich Wohlmeyer errichtet, 1945 nach Kriegsschäden Abtragung der Kuppel, zeigt eine späthistorische Platzfassade mit klassizierenden, secessionistischen bzw. neobarocken Formen.
Aufnahmsgebäude Lilienfeld (Bahnhof Lilienfeld)
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Aufnahmsgebäude Lilienfeld (Bahnhof Lilienfeld)
ObjektID: 24732
Status: Bescheid
Zdarskystraße 12
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .81
Der zweigeschoßige Bau unter Schopfwalmdach mit Natursteinfassade wurde 1892 erbaut.
Wohn- und Geschäftshaus Datei hochladen Wohn- und Geschäftshaus
ObjektID: 24733
Status: § 2a
Zdarskystraße 5
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: 26/2
Bei dem Wohn- und Geschäftshaus handelt es sich um einen ehemaligen Pferdestall, im Kern aus dem 17./18. Jahrhundert, der 1839 vom Stift Lilienfeld erworben und 1912 umgebaut wurde. Der zweigeschoßige Bau trägt ein Satteldach.
Prälatengruft Datei hochladen Prälatengruft
ObjektID: 24727
Status: § 2a
Lilienfeld
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: .80
Gruft, darüber 1888 nach Plänen von Dominik Avanzo errichtete Gruftkapelle in Neorenaissance-Formen.
E-Werk/Umspannwerk Datei hochladen E-Werk/Umspannwerk
ObjektID: 24728
Status: § 2a
Lilienfeld
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: 8/2
Das Elektrizitätswerk des Stiftes wurde 1902 erbaut. Der hakenförmige, mehrmals erweiterte Bau unter Schopfwalmdächern beherbergt eine Francis-Turbine, bezeichnet: „Maschinenfabrik Ganz und Comp. Leobersdorf bei Wien 1902“.
Kalvarienberg/Kreuzweg Datei hochladen Kalvarienberg/Kreuzweg
ObjektID: 24646
Status: § 2a
Lilienfeld
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: 86/1
Die figurenreiche barocke Anlage wurde 1675 auf Anregung der Lilienfelder Erzbruderschaft hl. Josef begonnen und 1677 durch Abt Matthäus Kolweiß geweiht. Die Anlage wurde 1945 durch Bomben beschädigt und 1969-71 restauriert. Drei Treppenläufe führen zur Grab-Christi-Kapelle, am höchsten Punkt des Felsens steht eine Kreuzigungsgruppe.
Friedhof christlich Datei hochladen Friedhof christlich
ObjektID: 83962
Status: § 2a
Lilienfeld
Standort
KG: Lilienfeld
GstNr.: 111/2; 111/5; 111/7; 114; .88; .68
Der Friedhof wurde 1786 südlich des Meierhofes angelegt und 1888 sowie 1893 erweitert. Über der Prälatengruft wurde 1888 eine Gruftkapelle in Neorenaissance-Formen errichtet.
Marktler-Kapelle Datei hochladen Marktler-Kapelle
ObjektID: 24664
Status: § 2a
bei Marktler Straße 33
Standort
KG: Marktl
GstNr.: .92
Die Marktler-Kapelle ist ein kleiner barocker Rechteckbau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit Rundapsis, geschwungenem Giebel und Korbbogenöffnung.
Breitlerkapelle Datei hochladen Breitlerkapelle
ObjektID: 24662
Status: § 2a
bei Marktler Straße 47
Standort
KG: Marktl
GstNr.: .91
Die Breitlerkapelle ist ein kleiner barocker Rechteckbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Zeltdach und Rundbogenöffnung.
Aufnahmsgebäude, ehem. Bahnhof Schrambach
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Aufnahmsgebäude, ehem. Bahnhof Schrambach
ObjektID: 24647
Status: Bescheid
Mariazeller Straße 13
Standort
KG: Schrambach
GstNr.: .63
Der ehemalige Bahnhof Schrambach wurde 1877 erbaut, ein eingeschoßiger Bau mit Natursteinfassade unter Satteldach und seitlichem Anbau mit Laube.
Gasthaus Hof am Steg
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Gasthaus Hof am Steg
ObjektID: 24652
Status: Bescheid
Schrambacher Straße 29, 31
Standort
KG: Schrambach
GstNr.: .35
Das Gebäude wurde 1311 urkundlich erwähnt, gehörte bis 1784 zum Chorherrenstift St. Pölten, und war danach Gasthof. Die in der Substanz hochmittelalterliche, 1-2geschoßige Anlage um großen Hof, besteht aus einem zweigeschoßigen Haupttrakt unter Schopfwalm- bzw. Mansarddach, einer ehemaligen Kapelle, und einem südlich etwas zurückgesetzten Wirtschaftstrakt.
Schloss Berghof, Landesberufsschule Datei hochladen Schloss Berghof, Landesberufsschule
ObjektID: 24643
Status: § 2a
Berghofstraße 14-26
Standort
KG: Stangenthal
GstNr.: 205/46
Das Schloss Berghof wurde 1839 nach Plänen von Moritz von Löhr für Ignaz Castelli erbaut, in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgten Umbauten und Erweiterungen, ehemals eine gestaltete Parkanlage. 1854 ging der Besitz an Rudolf von Vivenot, dann an Alfred von Lindheim bis 1914, und ab 1960 gehörte das Schloss dem Land Niederösterreich und wurde zur Landesberufsschule adaptiert. Der spätklassizistische Bau mit zweigeschoßigem Mittelteil unter Walmdach mit eingeschoßigen Seitenflügeln hat an seiner Schauseite einen Balkonvorbau.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Österreichs - Niederösterreich südlich der Donau, in zwei Teilen. Teil 1: A–L. Verlag Berger, Horn 2003 ISBN 3-85028-364-X

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. a b Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. Gerhard Stadler, 2006: Das industrielle Erbe Niederösterreichs, Kapitel Lilienfeld, Kalkofen des Zisterzienserstiftes, S. 444–445. ISBN 3-20577460-4


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