Martin Purtscher

Martin Purtscher (* 12. November 1928 in Thüringen) ist ein österreichischer Jurist und Politiker (ÖVP). Von 1987 bis 1997 war er Landeshauptmann von Vorarlberg und davor seit 1974 Präsident des Vorarlberger Landtags.

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Karriere in der Privatwirtschaft

Martin Purtscher, der aus einfachen Verhältnissen stammt, schloss 1948 die Handelsakademie mit Matura ab. Im selben Jahr wurde er Buchhalter bei der Firma Lorünser-Leichtmetallwerke in Schlins. Daneben betrieb er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, das er 1953 mit dem Dr. iur. abschloss. Im Jahr 1966 wurde Purtscher zum Geschäftsführer von Suchard Bludenz und schließlich 1984 zum Leiter der Jacobs-Suchard-Gruppe Österreich berufen. In dieser Funktion war er bis zu seiner Wahl zum Landeshauptmann 1987 tätig.

Politischer Werdegang

Purtscher war von 1964 bis 1987 Mitglied des Vorarlberger Landtages und von 1974 bis zu seinem Wechsel in die Landesregierung dessen Präsident. Am 9. Juli 1987 löste er Herbert Keßler auf dessen Wunsch hin als Landeshauptmann von Vorarlberg ab.

Purtscher berief mit Elisabeth Gehrer die erste Frau in die Vorarlberger Landesregierung, welche später als Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mitglied der Bundesregierung wurde. Während seiner Amtszeit kam es zur Gründung des Vorarlberger Verkehrsverbundes und damit zu einem wesentlichen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einer Vereinfachung der Tarifstruktur. Ebenfalls in seine Amtszeit fällt die Eröffnung des Jüdischen Museums in Hohenems.

Privatleben

Martin Purtscher lebt heute mit seiner Gattin Gretel in Thüringen. Er hat drei erwachsene Töchter.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952

Weblinks