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Akademie für angewandte Kunst in Wien#

seit 1998 Universität für angewandte Kunst

Logo Universität für angewandte Kunst Wien

Die Universität für angewandte Kunst Wien ist eine Universität für Bildende und Mediale Kunst, Architektur und andere angewandte Künste wie Grafikdesign, Industriedesign oder Modedesign. Sie wurde 1867 vom "Österreichischen Museum für Kunst und Industrie" als Kunstgewerbeschule als erste ihrer Art gegründet.

Das Hauptgebäude befindet sich im 1. Bezirk, am Oskar-Kokoschka-Platz (bis 1980 Kopalplatz)/Ecke Stubenring 3, dem Museum für angewandte Kunst (MAK) direkt benachbart.

Die Universität für angewandte Kunst
Die Universität für angewandte Kunst in Wien.
Foto: Maclemo. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0

In der ersten Phase war die Kunstgewerbeschule dem Historismus verpflichtet. Rudolf Eitelberger war erster Ordinarius für Kunstgeschichte in Wien und erster Leiter der Kunstgewerbeschule.

Josef Hoffmann, Kolo Moser, Gustav Klimt und Alfred Roller erfuhren hier ihre Ausbildung und führten die Kunstgewerbeschule als progressive Sezessionisten zu hohem Ansehen. Durch weitere namhafte Lehrende wie Oskar Kokoschka, Heinrich Tessenow, Franz Cizek u. a. erfuhr sie im weiteren Verlauf Weltruf.

Von 1941 bis 1945 wurde sie als "Reichshochschule für angewandte Kunst" geführt, 1948 als Akademie vom Staat übernommen und 1970 zur Hochschule aufgewertet. Mit dem Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten der Künste (KUOG) erlangten 1998 die bisherigen Hochschulen schließlich auch nominell Universitätscharakter (und wurden mit dem Universitätsgesetz 2002 in die Vollrechtsfähigkeit entlassen).


Beheimatet war die Kunstgewerbeschule ursprünglich im 1871 eröffneten Neubau des Museums am Stubenring; 1875 bis 1877 folgte - nach Plänen von Heinrich Ferstel - die Errichtung eines angrenzenden Neubaus für die Kunstgewerbeschule am Stubenring 3.

Von 1906 bis 1908 entstand der Museums-Erweiterungsbau in der Weiskirchnerstraße 3 von Ludwig Baumann. 1909 kam es zur Trennung von Kunstgewerbeschule und Museum für Kunst und Industrie. Von 1962 bis 1965 entstand der Erweiterungsbau der Akademie am späteren Oskar-Kokoschka-Platz nach dem Entwurf von Karl Schwanzer.

Im Oktober 2018 wurden zwei große Bauprojekte offiziell abgeschlossen: das vormalig durch das Bundesministerium für Finanzen genutzte Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße 7 wurde für die Angewandte adaptiert und der Schwanzer-Trakt des Hauptgebäudes am Stubenring umfassend generalsaniert.

Die Universität für angewandte Kunst dient der Entwicklung und der Erschließung der Künste, der Lehre der Kunst, der Forschung und der wissenschaftlichen Lehre. Die Angewandte ist als Fixpunkt im österreichischen Kunst- und Kultursystem etabliert. Im Bereich künstlerischer Forschung hat die Angewandte eine nationale Spitzenposition, die gleichermaßen international Beachtung findet. Derzeit studieren an der Universität mehr als 1700 HörerInnen aus dem In- und Ausland.

Seit 2000 ist Dr. Gerald Bast Rektor der Universität für Angewandte Kunst Wien.

Studienrichtungen#

Diplomstudien

  • Architektur
  • Industrial Design
  • Bildende Kunst
    • Studienzweige: Bildhauerei, Grafik, Malerei, Keramik, Fotografie
  • Bühnen- und Filmgestaltung
  • Design
    • Studienzweige: Grafik Design, Grafik und Werbung, Landschaftsdesign, Modedesign, Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien
  • Konservierung und Restaurierung
  • Mediengestaltung
    • Studienzweige: Medienübergreifende Kunst und Digitale Kunst
  • Lehramtsstudium für die künstlerischen Unterrichtsfächer (Bildnerische Erziehung, Textiles Gestalten, Werkerziehung)

Bachelor Studies

  • Sprachkunst
  • TransArts

Master Studies

  • Art & Science
  • TransArts
  • Social Design - Arts as Urban Innovation

Doktoratsstudien Post Graduate Studies

  • Art & Economy
  • Exhibition and Cultural Communication Management
  • Urban Strategies

Weiterführendes#