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Schiffbau#

Der Holzschiffbau durch zunftmäßig organisierte Schiffsmeister (Schopper) hatte in Österreich eine bis in das Mittelalter zurückreichende Tradition. Zentren bestanden in Braunau für die Donauschifffahrt und im Salzkammergut für den Salztransport. In Wien wurden ab dem frühen 16. Jahrhundert Kriegsschiffe gebaut. Mit der Gründung der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft (DDSG) 1829 begannen auch der Bau von Dampfschiffen (Dampfer "Franz I.", 1830) und die Gründung von Werften.

Die Linzer Schiffswerft wurde 1840 von Ignatz Mayer gegründet, 1946 wurde sie verstaatlicht (Verstaatlichung). Mayer baute hier 1840 den ersten eisernen Donaufrachtkahn, insgesamt baute die Werft bis 1990 zirka 1500 Schiffe. Im Rahmen der Privatisierung staatlicher Betriebe wurde die Linzer Werft 1992 von der Auricon Beteiligungs AG übernommen und firmiert seither als ÖSWAG Werft Linz Ges. m. b. H. (seit 1999 Teil der Waagner-Biro Gruppe) mit den Schwerpunkten Reparatur und Umbau sowie Überholen von Fahrgastschiffen während der Wintermonate.

Die Schiffswerft in Korneuburg wurde 1852 als Reparaturwerft der DDSG gegründet, 1938-45 wurde sie bedeutend vergrößert und stand dann bis 1955 unter sowjetischer Leitung (USIA); 1959 wurde sie aus dem Verband der DDSG als eigenständige AG herausgelöst, 1974 mit der Linzer Werft zu einem gemeinsamen Unternehmen fusioniert. 1993 wurde der Standort Korneuburg aufgelassen. In der Korneuburger Werft wurden auch Hochsee-, Kühl- und große Personenschiffe für die Sowjetunion gebaut.


Literatur#

  • F. Pisecky, 150 Jahre Eisenschiffbau an der österreichischen Donau, 1990