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Semmeringbahn#

Semmeringbahn und Raxalpe
Semmeringbahn Personenzug auf dem Viadukt über die Kalte Rinne. Semmering Niederösterreich. Photographie um 1999
© IMAGNO/Alliance for Nature / Christian Schuhböck

Die Semmeringbahn ist ein Teil der Südbahnstrecke zwischen Gloggnitz (Niederösterreich) und Mürzzuschlag (Steiermark)


41 km lang, 1848-54 von Karl von Ghega gebaut, erste Gebirgsbahn Europas, bis heute Vorbild für alle Gebirgsbahnen der Welt.

Die Täler werden planmäßig ausgefahren und die Gebirgsrücken umfahren, um zum Scheitelpunkt zu gelangen (erste Rampenbahn).


Die Semmeringbahn überquert auf 16 teilweise mehrstöckigen Viadukten Täler und Schluchten, durchfährt 15 Tunnels und erreicht im Haupttunnel (1430 m lang, galt zu seiner Zeit als das großartigste Bauwerk dieser Art) auf 897 m den höchsten Punkt.


Semmeringbahn und Raxalpe
Vidadukt der Semmeringbahn mit Raxalpe im Hintergrund
© Alfred Havlicek
Die Höchststeigung beträgt 25 m auf 1000 m Strecke (= 1 : 40, frühere Höchstgrenze 1 : 200).


Die Semmeringbahn ist eine reine Adhäsionsbahn und bewies, dass Gebirgszüge kein Hindernis für Schienenwege bedeuten müssen. Das Projekt des Semmering-Basistunnels wurde 2000 vorläufig eingestellt. 1998 wurde die Semmeringbahn in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen.

Literatur#

  • R. Mauterer, Semmeringbahn. Daten, Fakten, Propaganda, 1990
  • M. Kubinszky und andere, Architektur an der Semmeringbahn, 1992

Weiterführendes#


Das unermessliche Arbeitleid der Bahnarbeiter wird von Ferdinand von Saar in seinem Stück "Die Steinklopfer" hervorragend thematisiert. Die Bahn wurde nicht von Ghega erbaut, sondern von zehntausend Arbeitern, die massiv unter Seuchen litten, da nichts für sie getan wurde. Ein eigener Artikel im Forum über den Bau der Bahn wäre gerade auch für die politische bildung esxtrem informativ...

-- Glaubauf Karl, Sonntag, 8. April 2012, 11:16