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vom 02.01.2018, aktuelle Version,

Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 2002/03

Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 2002/03
2001/02
2003/04

Die österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft wurde 2002/03 zum 31. Mal nach der 35-jährigen Pause zwischen 1938 und 1972 ausgetragen. Die höchste Spielklasse ist die Bundesliga Frauen und wurde zum ersten Mal durchgeführt. Die zweithöchste Spielklasse, in dieser Saison die 24. Auflage, unterteilte man in vier regionale Ligen, wobei die 2. Division Mitte zum 3. Mal, die 2. Division Ost zum 9. Mal, die Regionalliga West zum 9. Mal und die Landesliga Steiermark zum 4. Mal ausgetragen wurde.

Österreichischer Fußballmeister wurde zum ersten Mal SV Neulengbach. Die Meister der zweithöchsten Spielklasse wurden SV Spittal/Drau (Mitte), FC Südburgenland (Ost), FC Koblach (West) und ASV St. Margarethen/Lavanttal (Landesliga Steiermark).

Erste Leistungsstufe – Bundesliga Frauen

Bundesliga Frauen 2002/03
Herbstmeister SV Neulengbach
Meister SV Neulengbach (1. Titel)
UEFA Women’s Cup SV Neulengbach
Aufsteiger ASV St. Margarethen/Lavanttal
FC Südburgenland
Absteiger 1. SVg Guntramsdorf
FC Hellas Kagran
Mannschaften 10
Spiele 90
Tore 471   5,23 pro Spiel)

Modus

Im Rahmen des im Meisterschaftsmodus durchgeführten Bewerbes spielte jede Mannschaft zweimal gegen jede teilnehmende gegnerische Mannschaft (Hin- und Rückrunde). Das Heimrecht ergibt sich durch die Auslosung.

Saisonverlauf

Die Bundesliga der Frauen wurde wiederum vom ÖFB direkt ausgerichtet. Meister wurde erstmals in der Vereinsgeschichte der niederösterreichische Verein SV Neulengbach. Den Vizemeistertitel sicherte sich mit dem Innsbrucker AC der Meister des Vorjahres. Für den SV Neulengbach wurde es die bis dahin erfolgreichste Saison überhaupt, da sich die Niederösterreicherinnen neben der Meisterschaft auch den Pokalgewinn (5:0 gegen Kleinmünchen) und den Supercup (5:1 gegen Kleinmünchen) sichern konnten. Darüber hinaus qualifizierten sich die Neulengbacherinnen erstmals für den UEFA Women’s Cup. In diesem Bewerb konnten sie im selben Jahr das Qualifikationsturnier in Mazedonien gewinnen und belegten schlussendlich den guten dritten Rang in der Hauptrunde des UEFA-Womens-Cup-Turniers in Bilbao.

Absteigen mussten in dieser Saison der 1. DFC Leoben und die 1. SVg Guntramsdorf, bei der die Mannschaft von SC Brunn am Gebirge dorthin wechselte und durch die Weiterreichung der Lizenz auch in der folgenden Saison antreten durfte. Aus der 2. Division Ost stieg der Meister FC Südburgenland auf. Neu hinzu kam für die nächste Saison der ASV St. Margarethen/Lavanttal, die von der Landesliga Steiermark aufstiegen.

Abschlusstabelle

Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

Pl. Verein Sp. S U N Tore TQ/Diff. Punkte
1. SV Neulengbach 18 18 0 0 120:5 +115 54
2. Innsbrucker AC (M) 18 14 0 4 71:27 +44 42
3. USC Landhaus Wien (C) 18 13 1 4 89:21 +68 40
4. SG Ardagger/Neustadtl (N) 18 10 2 6 41:34 +7 32
5. Union Kleinmünchen Linz 18 6 5 7 32:38 −6 23
6. LUV Graz 18 7 2 9 42:58 −16 23
7. SC Damen Dörfl 18 5 3 10 23:50 −27 18
8. FC Hellas Kagran 18 4 2 12 25:81 −56 14
9. 1. DFC Leoben 18 4 1 13 17:66 −49 13
10. 1. SVg GuntramsdorfBF1 18 1 0 17 11:91 −80 3
Stand: Endstand. Quelle: NOeFV[1]
BF1 Die Fußballabteilung des SC Brunn am Gebirge wechseln vor diese Saison nach Guntramsdorf.
Legende für die Bundesliga Frauen
  • Österreichischer Meister und Teilnahme am UEFA Women’s Cup 2003/04
  • Abstieg in die 2. Division 2003/04
  • (M) Österreichischer Fußball-Frauenmeister 2001/02
    (C) ÖFB-Ladies-Cup-Sieger 2001/02
    (N) Neuaufsteiger der Saison 2001/02

    Torschützenkönigin wurde zum dritten Mal in Folge Maria Gstöttner vom SV Neulengbach mit 28 Treffern in 18 Spielen.

    Aufsteiger

    • 2. Division Mitte: keiner
    • 2. Division Ost: FC Südburgenland
    • Regionalliga West: keiner
    • Landesliga Steiermark: ASV St. Margarethen/Lavanttal

    Zweite Leistungsstufe

    Um die Kosten für die Vereine zu reduzieren, wird diese in vier regionalen Gruppen ausgespielt: 2. Division Mitte, 2. Division Ost und Regionalliga West und Landesliga Steiermark.

    Die zweite Leistungsstufe bestand aus zwei Ligen, getrennt nach Regionen:

    • 2. Division Mitte mit den Vereinen aus Oberösterreich (OFV), Salzburg (SFV),
    • 2. Division Ost mit den Vereinen aus Burgenland (BFV), Niederösterreich (NÖFV) und Wien (WFV),
    • Regionalliga West mit Vereinen aus Tirol (TFV) und Vorarlberg (VFV) und
    • Landesliga Steiermark (StFV), inklusive Vereine aus Kärnten (KFV).

    2. Division Mitte

    Modus

    Die Liga bestand aus acht Vereinen, die einer Hin- und einer Rückrunden gegeneinander spielten. So wurden in 14 Runden der Meister der 2. Division Mitte ermittelt.

    Saisonverlauf

    Die Amateurmannschaft von Union Kleinmünchen wurde von LASK Linz übernommen und spielt unter dem Namen Ladies Soccer Club Linz. Der Meister, SV Spittal/Drau verzichtete auf sein Aufstiegsrecht.

    Abschlusstabelle

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore TQ/Diff. Punkte
    1. SV Spittal/Drau 14 10 1 3 43:13 +30 31
    2. FC Zell am See 14 9 2 3 28:9 +18 29
    3. Ladies Soccer Club Linz2DM1 14 9 0 5 40:39 +1 27
    4. SV Garsten 14 8 2 4 56:23 +33 26
    5. ASK Salzburg 14 7 2 5 40:28 +12 23
    6. Union Babenberg Linz Süd 14 6 2 6 33:23 +10 20
    7. USK Hof 14 2 1 11 4:36 −32 7
    8. Innsbrucker AC II (U) 14 0 0 14 6:79 −73 0
    Stand: Endstand. Quelle: OFV[2]
    2DM1 Die Lizenz von Union Kleinmünchen Linz wurde von LSC Linz übernommen. [3]
    Legende für die 2. Division Mitte
  • Meister, aber kein Aufstieg in die Bundesliga Frauen der Saison 2004/05
  • Umstieg in die Regionalliga West
  • (U) Umsteiger in die Regionalliga West der Saison 2002/03

    Aufsteiger

    2. Division Ost

    Modus

    Die 2. Division Ost wurde mit 10 Vereinen gespielt.

    Saisonverlauf

    Nachdem sich im Vorjahr mehrere der damals acht Teilnehmer aus der Liga zurückzogen, gab es mit ASK Erlaa, SG ASV Spratzern/SC Stattersdorf sowie der zweiten Mannschaft von SC Damen Dörfl und USC Landhaus mehrere Neueinsteiger. Der SC Pinkafeld benannte sich in FC Südburgenland um. Meister wurde der FC Südburgenland der sich als Aufsteiger umgehend für die Bundesliga qualifizieren konnte.

    Abschlusstabelle

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore TQ/Diff. Punkte
    1. FC Südburgenland2DO1 18 15 1 2 77:22 +55 46
    2. SV Groß-Schweinbarth 18 9 3 6 73:51 +22 30
    3. SV Horn 18 8 4 6 40:43 −3 28
    4. DFC Heidenreichstein 18 7 6 5 29:27 +2 27
    5. ASK Erlaa (N) 18 7 5 6 27:20 +7 26
    6. USC Landhaus 1b (N) 18 7 4 7 30:31 −1 25
    7. FSC Hainfeld 18 7 3 8 43:48 −5 24
    8. DFV Juwelen Janecka 18 7 3 8 39:48 −9 24
    9. SG ASV Spratzern/SC Stattersdorf (A) 18 5 3 10 27:43 −16 18
    10. SC Damen Dörfl 1b (N) 18 1 2 15 11:63 −52 5
    Stand: Endstand. Quelle: NOeFV[4]
    2DO1 Das Frauenteam des SC Pinkafeld spaltete sich vom den Sportverein ab und gründete einen eigenen Verein namens FC Südburgenland.
    Legende für die 2. Division Ost
  • Aufstieg in die Bundesliga Frauen der Saison 2003/04
  • Abstieg in die Landesliga
  • (A) Absteiger der Saison 2001/02
    (N) Neueinsteiger aus der Landesliga der Saison 2001/02

    Aufsteiger

    • Burgenland: keiner
    • Niederösterreich: SV Langenrohr
    • Wien: keiner

    Erfolgreichste Torschützin dieser Klasse wurde Adamovics vom FC Südburgenland mit 35 Treffern in 18 Spielen.

    Regionalliga West

    Modus

    Die Liga bestand aus sieben Vereinen, die einer Hin- und einer Rückrunden gegeneinander spielten. So wurden in 12 Runden der Meister der Regionalliga West ermittelt.

    Abschlusstabelle

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore TQ/Diff. Punkte
    1. FC Koblach 12 10 1 1 87:13 +74 31
    2. Schwarz-Weiß Bregenz (A) 12 7 3 2 33:17 +16 24
    3. SK Zirl 12 7 1 4 46:22 +24 22
    4. SPG FC Lingenau/FC Mellau 12 7 1 4 42:21 +21 22
    5. FC Egg 12 4 1 7 27:46 −19 13
    6. FC Alberschwende 12 3 1 8 33:31 +2 10
    7. SC Austria Lustenau (N) 12 0 0 12 5:120 −115 0
    Stand: Endstand. Quelle: TFV[5]
    Legende für die Regionalliga West
  • Meister, aber kein Aufstieg in die Bundesliga Frauen der Saison 2004/05
  • Abstieg in die Landesliga
  • (A) Absteiger der Saison 2000/01
    (N) Neueinsteiger aus der Landesliga der Saison 2000/01

    Aufsteiger

    • Tirol: keiner
    • Vorarlberg: Bremenmahd E 95

    Landesliga Steiermark

    Modus

    Die Landesliga Steiermark wurde mit 6 Vereinen gespielt.

    Abschlusstabelle

    Die Meisterschaft endete mit folgendem Ergebnis:

    Pl. Verein Sp. S U N Tore TQ/Diff. Punkte
    1. ASV St. Margarethen/Lavanttal 20 18 1 1 119:25 +94 55
    2. DFC St. Ruprecht/Raab 20 16 2 2 103:19 +84 50
    3. DFC Eichberg 20 7 4 9 63:73 −10 25
    4. DFC Maria Lankowitz 20 5 5 10 47:76 −29 20
    5. DFC Ligist 20 5 3 12 36:71 −35 18
    6. DFC Unterpremstätten 20 1 1 18 15:119 −104 4
    Stand: Endstand. Quelle: StFV[6]
    Legende für die Landesliga Steiermark
  • Aufstieg in die Bundesliga Frauen der Saison 2003/04
  • Aufsteiger

    Siehe auch

    Einzelnachweise

    1. NOeFV, Verband, Tabellen Archiv, Saison 2000/01 bis 2009/10, Saison 2002/03, Frauen 1. Division, Seite 12 (PDF). In: noefv.at. Abgerufen am 18. August 2017 (PDF).
    2. OFV, Datenservice, Tabellen und Ergebnisarchiv (1919/20 bis 2002/03), Saison 2000/01 bis 2002/03, Saison 2002/03, Frauenfußball 2. Division Mitte. In: ofv.at. Abgerufen am 18. August 2017.
    3. LSC Linz, Geschichte, Gründung des Vereines und Erste Erfolge. In: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 18. August 2017.
    4. NOeFV, Verband, Tabellen Archiv, Saison 2000/01 bis 2009/10, Saison 2002/03, Frauen 2. Division Ost, Seite 12 (PDF). In: noefv.at. Abgerufen am 18. August 2017 (PDF).
    5. TFV, Ergebnisse vor 2007, Tabellen 2002/03, Damen Bundesliga 2. Division. In: tfv.at. Abgerufen am 25. August 2017.
    6. StFV, Tabellenarchiiv, Saison 2002/03, Landesliga, Frauen-Landesliga. In: stfv.at. Abgerufen am 18. August 2017.