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vom 24.04.2018, aktuelle Version,

ARGEkultur Salzburg

Die ARGEkultur ist das größte unabhängige Kulturzentrum Salzburgs. Sie ist Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur.

Die ARGEkultur wird als Gemeinnützige GmbH betrieben (kaufmännische Geschäftsführerin: Daniela Gmachl, künstlerischer Geschäftsführer: Sebastian Linz (seit März 2018)[1]) und wird jährlich mit knapp über 475.000 € [2] von der Stadt Salzburg gefördert. Das sind 48 % des Budgets für "Allgemeine Kulturförderung, Kulturstätten und Stadtteilkultur", was die hohe Priorität der ARGE für die Stadt Salzburg unterstreicht.

Jährlich finden in der ARGEkultur bis zu 350 Veranstaltungen (Eigen-, Ko- und Gastveranstaltungen) mit insgesamt rund 40.000 Besuchern statt. Dazu kommen zahlreiche Workshops, Kurse, Seminare und Proben. In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige Nutzergruppen verschiedener Sparten.

2018 finden über 300 Veranstaltungen statt.[1]

Geschichte

ARGEkultur

ARGE Rainberg

Die ARGEkultur nahm mit Demonstrationen und Aktionismus gegen die Salzburger Festspielkultur ihren Anfang. Im November 1981 konstituierte sich die aus ca. 50 Initiativen und Gruppen bestehende Protestbewegung zur ARGE Rainberg, deren Ziel es war, die Stadtväter zum Umbau der alten Sternbrauerei am Fuß des Rainbergs zu überreden. Dieses Gelände mit einer Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern wollte man als selbstverwaltetes Kulturzentrum nutzen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde in Verhandlungen mit den politischen Verantwortlichen versucht, Zusagen für dieses Rainberg-Projekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.

Kulturgelände Nonntal

Breitere öffentliche Wahrnehmung erhielt die ARGE Rainberg Bewegung durch zwei Demonstrationen im Juni und Juli 1984.[3][4] Als Ergebnis erhielt die ARGE Rainberg das Angebot, den HTL-Lehrbauhof im Nonntal für ihre Zwecke zu nutzen. Diese kleine Variante mit ca. 1.000 Quadratmetern Nutzfläche wurde in den folgenden Jahren baulich adaptiert und eröffnete 1987 seinen Betrieb als Kulturgelände Nonntal.[5] Seit damals gilt die ARGEkultur als größtes autonom verwaltetes Kulturzentrum Westösterreichs.

ARGEkultur

Ende der 1990er Jahre wurde das adaptierte Provisorium des früheren HTL-Lehrbauhofes in seiner beschränkten Nutzungsfähigkeit immer offensichtlicher. Die Infrastruktur, sowohl die räumliche als auch die technische, erwies sich als unzureichend, um eine Weiterentwicklung der ARGEkultur zu ermöglichen. Auch die sich ständig ändernden Anforderungen des Programms machten bald deutlich, dass ein Neubau dringend notwendig war.

Im Dezember 2003 beschloss der Salzburger Gemeinderat die Finanzierung eines Neubaus. Anfang Oktober 2005 übersiedelte das „Kulturgelände Nonntal“ in den Neubau in der Ulrike-Gschwandtner-Straße 5. Mit dem Ortswechsel wurde namentlich aus dem Kulturgelände Nonntal die ARGEkultur.

2006 wurde das Gebäude der ARGEkultur im Zuge des Architekturpreises des Landes Salzburg mit einer Anerkennung geehrt.

Programm

ARGEkultur, Blick von Südwest
ARGEkultur Vorplatz

Die ARGEkultur erfüllt einen Kunst- und Kulturauftrag, wobei sie gegen Entwicklungen in Kultur und Politik, die im Widerspruch zu ihren Werten stehen, aktiv ist. Auswahl und Durchführung des Programms folgen den abgestuften Kriterien Innovation, Unterhaltung und Experiment.

Kooperations- und Veranstaltungspartner der ARGEkultur sind u. a.: cieLaroque/helene weinzierl, die große n8musik, editta braun company, FH Salzburg - MMA, Fliegende Volksbühne Frankfurt, galerie5020, GARAGE X Theater Petersplatz, gold extra, jennycolombo.com, Klang21, Landestheater Salzburg, mica - music austria, Mousonturm Frankfurt, Musikum Salzburg, Musisches Gymnasium, oenm. oesterreichisches ensemble für neue musik, ÖH-Salzburg, Salzburg Biennale, Salzburger Tourneetheater, Salzburger VolksLiedWerk, Schmiede Hallein, StreetlifeMAD & daskunst, studio west, subnet, szene salzburg, Talk Together, tanz_house, tanzimpulse salzburg, Theater F.O.C.U.S.S., Theater Panoptikum, Theater WeGe, Tubeklub.

Künstlerisches Programm

  • Konzert
  • Kabarett / Kleinkunst
  • Theater
  • Tanz / Performance
  • Lesung
  • Medienkunst
  • DJ Culture
  • Party / Clubbing
  • Workshop / Kulturvermittlung
  • Diskussion / Lecture
  • Neue Musik

Workshops

Die Workshops in der ARGEkultur bedienen vor allem an Kunst, Kultur und Kreativität interessierte Menschen. Das vielseitige Angebot reicht beispielsweise von Jugendkultur-Workshops ("Culture Space") bis hin zu Trommelkursen.

In der ARGEkultur arbeiten und produzieren permanent:

  • Amnesty International Österreich Gruppe 112 Salzburg
  • ARGE Beisl – Gastronomischer Service
  • ARGE Wehrdienstverweigerung und Zivildienstberatung
  • Krabbelstube des Vereins zur Kinderbetreuung durch Eltern und Betreuer
  • Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg auf 107,5 MHz
  • subnet – Salzburger Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Léon
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Singida
  • Südwind – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verein tanz_house – Plattform Salzburger ChoreografInnen

Partnerschaften

Die ARGEkultur ist Mitglied im Dachverband Salzburger Kulturstätten.

Einzelnachweise

  1. 1 2 ARGEkultur: Neue Leitung und neues Programm. Radio Salzburg, 9. Jänner 2018.
  2. Mag. Barbara Köstler-Schruf: Kultur-Jahresbericht 2016. Stadt Salzburg, 8. Januar 2018, abgerufen am 30. März 2018.
  3. Laila Lucie Huber: Kreativität und Teilhabe in der Stadt: Initiativen zwischen Kunst und Politik in Salzburg, transcript Verlag, 2017, S. 188
  4. Erich Marx, Thomas Weidenholzer: Chronik der Stadt Salzburg, Informationszentrum der Landeshauptstadt, 1990, S. 90
  5. Klaus Reif, Anton Gugg, Thomas Weidenholzer: Vom Nachleben der Bilder: der Salzburger Maler Klaus Reif, Stadtgemeinde Salzburg, 2009