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vom 09.01.2018, aktuelle Version,

Fachhochschule Salzburg

Fachhochschule Salzburg
Motto praxisnah, forschungsstark, chancenreich
Gründung 1995
Trägerschaft Wirtschaftskammer Salzburg und Arbeiterkammer Salzburg je 50 %
Ort Puch bei Hallein und Kuchl, Österreich
Leitung Geschäftsführung: Raimund Ribitsch, Doris Walter
Rektorat: Gerhard Blechinger
Studenten 2700
Mitarbeiter rund 320
davon 165 wissenschaftl. Mitarbeiter; rund 900 externe Lehrende
Website www.fh-salzburg.ac.at

Die Fachhochschule Salzburg ist eine Mitte der 1990er Jahre gegründete Fachhochschule im Land Salzburg mit nunmehr zwei Standorten in Kuchl und Puch bei Hallein (Ortsteil Urstein). Sie bietet derzeit siebzehn Bachelor- und zehn Masterstudiengänge sowie zwei postgraduale Master-Lehrgänge in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Design, Medien & Kunst sowie Gesundheitswissenschaften an.

Es existieren Kooperationsprojekte mit Wirtschaftspartnern, gemeinsame Projekte der Studiengänge sowie ein Austausch von Studierenden und Lehrenden mit mehr als 130 Partneruniversitäten weltweit. Die FH Salzburg hat derzeit (Herbst 2017) rund 2700 Studierende und über 8500 Absolventen. An beiden Standorten stehen für Studierende Wohnheime und Mensen bereit.

Standorte

f1  Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Standorte: OSM, Google

Bis August 2005 waren die Studiengänge auf drei Standorte verteilt: das Techno-Z Salzburg im Salzburger Stadtteil Itzling, das Berufsförderungsinstitut im Stadtteil Elisabeth-Vorstadt und auf eine Ausbildungsstätte in Kleßheim (Gemeinde Wals-Siezenheim). Seitdem befinden sich die Einrichtungen an den beiden Standorten in Puch bei Hallein und in Kuchl südlich von Salzburg.

Geschichte

Mit der Gründung der Fachhochschule Salzburg im Jahr 1995 wurden die Studiengänge Telekommunikationstechnik & -systeme (TKS) in Salzburg-Itzling und Holztechnik & Holzwirtschaft in Kuchl eingerichtet. Bereits 1996 kam MultiMediaArt und 1998 Informationswirtschaft & -management (IWM) hinzu. Im Sommer 1998 übersiedelten die Studiengänge in den Gebäudekomplex TechnoZ in der Schillerstraße 30 in Salzburg.

Im Herbst 1999 übernahm die Wirtschaftskammer Salzburg die FHS als Alleingesellschafterin, seit 1. Jänner 2000 ist Raimund Ribitsch FH-Geschäftsführer. 2001 wurde das Angebot um den Studiengang Digitales Fernsehen & Interaktive Dienste und Entwicklung & Management touristischer Angebote erweitert. 2002 startete der Studiengang Design & Produktmanagement in Kuchl.

Seit 1. Jänner 2003 sind die FH-Studiengänge in Kuchl und Salzburg in einer Gesellschaft vereint. Im Herbst desselben Jahres begann der Studiengang Baugestaltung-Holz (bgh) in Kuchl. IWM wurde unter dem neuen Namen Betriebswirtschaft & Informationsmanagement (bwi) geführt. Anfang Oktober 2003 begannen die Bauarbeiten an der Campus Fachhochschule Salzburg-Urstein. Fast zeitgleich wurde das neue Fachhochschulgebäude für die drei Studiengänge in Kuchl eröffnet.

Das Kollegium der FHS wählte am 22. Oktober 2004 einstimmig den ehemaligen Vizekanzler Erhard Busek zum Rektor. Busek war zehn Jahren zuvor als Bundesminister für Wissenschaft und Forschung an der Gründung des österreichischen Fachhochschulwesens beteiligt gewesen. Seit 1. März 2005 halten die Wirtschaftskammer Salzburg und die Arbeiterkammer Salzburg je 50 % der Gesellschaftsanteile an der Fachhochschule Salzburg GmbH. Noch im März kam es zur Fusion aller Salzburger Fachhochschul-Studiengänge. Der bis dahin von der Arbeiterkammer Salzburg geführte Studiengang Soziale Arbeit wurde Teil des Hochschulangebotes. Der Studiengang TKS wurde ab dem Wintersemester 2005/2006 unter dem neuen Namen Informationstechnik & System-Management (ITS) geführt.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde das Studienangebot erneut erweitert. Im Herbst 2006 starteten die ersten Bachelor-Studiengänge, 2007 brachte zusätzlich den rein englischsprachigen Studiengang Innovation & Management in Tourism. Seit September 2006 ist Doris Walter neben Raimund Ribitsch zweite Geschäftsführerin der Fachhochschule Salzburg GmbH. Im März 2008 wurde das Studentenheim Matador am Standort Kuchl eröffnet. Der Spatenstich für den Erweiterungsbau am dortigen Campus erfolgte im Juni 2008. Im Oktober desselben Jahres startete der Studiengang MultiMediaTechnology.

Am 20. Juli 2008 wurde Erhard Busek zum Rektor wiedergewählt, Vizerektorin wurde Karin Mairitsch, die Gerhard Jöchtl nachfolgte. Die Amtsperiode von zwei Jahren begann mit 1. November 2008. Im Oktober 2009 starteten der Studiengang Gesundheits- & Krankenpflege sowie die Masterstudiengänge MultiMediaArt, Design & Produktmanagement sowie Informationstechnik & Systemmanagement. Zeitgleich wurde der Erweiterungsbau am Standort Kuchl eröffnet.

Im Mai 2011 wurde Kerstin Fink zur neuen FH-Rektorin gewählt und folgte im Herbst Erhard Busek nach.[1] Vizerektoren wurden Hilmar Linder und Günther Grall.[2]

Ab September 2010 wurden Gebäude und Parkflächen des Standortes in Puch-Urstein erweitert. Seit Mai 2012 stehen weitere 4400 m² Gebäudefläche für Lehre und Forschung zur Verfügung.[3] Im Juni 2012 gaben das österreichische Wirtschaftsministerium und die Christian Doppler Forschungsgesellschaft den Startschuss für ein Josef Ressel Zentrum an der Fachhochschule Salzburg. Das Zentrum für anwenderorientierte Smart-Grid Privacy, Sicherung und Steuerung beschäftigt sich mit der Akzeptanz intelligenter Stromnetze durch den Endverbraucher.[4]

Mit Oktober 2015 startete die vierjährige Amtsperiode des neu gewählten FH-Rektors und FH-Kollegiumsvorsitzenden Gerhard Blechinger und des FH-Vizerektors Roald Steiner. Sie übernahmen das Amt von FH-Rektorin Kerstin Fink und FH-Vizerektor Hilmar Linder. Im November 2015 wurde Günther Grall als zweiter FH-Vizerektor für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Das Rektorat und die Geschäftsführung bilden gemeinsam die Hochschulleitung.

Seit Jänner 2016 gibt es am Campus Urstein der FH Salzburg ein eigenes Startup-Center für Studierende, Alumni und FH-Mitarbeiter.

Infrastruktur

Für die Studenten stehen am Standort Puch-Urstein 328 und am Standort Kuchl 102 Campuswohnungen zur Verfügung. An beiden Orten gibt es eine Mensa.

In unmittelbarer Nähe zum Campus Urstein befindet sich das Schloss Urstein, in dem unter anderem auch FHS-Lehrgänge abgehalten werden.

Direkt vor dem Campus Urstein befindet sich die die S-Bahn-Station Puch-Urstein, mit der man in weniger als zwanzig Minuten den Hauptbahnhof von Salzburg erreicht. Auch Kuchl ist S-Bahn-Station. Beide Standorte erreicht man auf der Straße über die Tauernautobahn sowie den Campus Urstein über die Halleiner Landstraße (etwa zehn Minuten nach Salzburg und Hallein) und Kuchl über die Salzachtal Straße. Radwege entlang der Salzach nach Urstein sind eine Alternative für Sportliche.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsbereiche der FH Salzburg sind, analog zu den Studiengängen, in 4 Disziplinen zusammengefasst:

Forschungszentren

Aktuell gibt es an der FH Salzburg ein Forschungszentrum. Das "Josef Ressel Zentrum für anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und Steuerung" (den Ingenieurwissenschaften zugeordnet, Start im Jänner 2013), das im November 2017 in das "Zentrum für sichere Energieinformatik" übergeführt wurde.[5]

Akkreditierungen & Zertifizierungen

Die Studienangebote der Fachhochschule Salzburg sind seit November 2011 durch die FIBAA akkreditiert.[6]

Im November 2013 erhielt die FH Salzburg vom österreichischen Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend das staatliche Gütesiegel Familienfreundliche Hochschule verliehen, womit das die gute Vereinbarkeit von Studium, Forschung, Lehre und Familie zum Ausdruck gebracht werden soll.[7] Ebenfalls im Jahr 2013 erhielt die FHS das Diploma Supplement-Label der EU-Kommission, die damit die besondere Transparenz und Qualität der Umsetzung der Bologna-Ziele würdigt.[8]

2015 erhielt die FH Salzburg das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)[9].

ÖH FH Salzburg

Die „Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Fachhochschule Salzburg“ (ÖH FH Salzburg) ist die gesetzliche Vertretung der Studierenden an der Fachhochschule Salzburg. Seit dem Juli 2015 ist diese Interessensvertretung als eigene Körperschaft eingerichtet. Für die Studenten der Fachhochschule besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der Körperschaft öffentlichen Rechts.

Universitätsvertretung

Die Hochschulvertretung (HV) der Studierenden ist das wichtigste Kollegialorgan der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Fachhochschule Salzburg und wird alle zwei Jahre neu gewählt. zuletzt im Mai 2017. Aktueller Vorsitzender seit 2017 ist Hendrik Klein[10]. Stellvertreterinnen sind Marina Meier Prados und Juliana Kraushofer.[11]

Einzelnachweise

  1. Neue Rektorin für Fachhochschule Salzburg. orf.at. 11. September 2011. Abgerufen am 20. Oktober 2012.
  2. Rektorat. Fachhochschule Salzburg. 20. Oktober 2012. Abgerufen am 5. Juli 2013.
  3. Chronologie. Fachhochschule Salzburg. 20. Oktober 2012. Abgerufen am 20. Oktober 2012.
  4. Zwei neue Josef Ressel Zentren an Fachhochschulen. DiePresse.com. 25. Juni 2012. Abgerufen am 20. Oktober 2012.
  5. Neues Zentrum frü sichere Energieinformatik. FH Salzburg. 7. November 2017. Abgerufen am 15. Dezember 2017.
  6. FIBAA: Erfolgreicher Abschluss zweier Institutional Audits in Österreich. 30. Januar 2012, abgerufen am 10. April 2017.
  7. Familie & Beruf, Familienfreundliche Hochschulen. familie & beruf gmbh. 30. November 2013. Abgerufen am 23. Juli 2014.
  8. Bologna Experten und Expertinnen, ECTS und Diploma Supplement. nationalagentur. 30. November 2013. Abgerufen am 23. Juli 2014.
  9. SGKK Gütesiegelbetriebe. Abgerufen am 10. April 2017.
  10. Vorsitzbericht 2015/16. ÖH FH Salzburg. Abgerufen am 29. März 2017.
  11. ÖH FH Salzburg: Vorsitzteam. Abgerufen am 13. November 2017.