unbekannter Gast
vom 28.02.2017, aktuelle Version,

Albero II. von Polheim

Albero II. von Polheim († 1253) war der erste Landrichter von Österreich ob der Enns.

Leben und Wirken

Albero II. von Polheim entstammt dem Adelsgeschlecht der Pol(l)heimer, von dem sich zu Beginn des 12. Jahrhunderts in den Urkunden erste Erwähnungen finden. Er war der Sohn des Ulrich von Polheim zu Seisenburg und der Euphemia von Messenbach. Vermutlich stand er beim Tod seines Vaters um das Jahr 1220 bereits im öffentlichen Leben.

Die erste gesicherte Nennung von Albero findet man in der Wilheringer Urkunde[1] vom 19. Juni 1206, in der „Albero de Pollinheim“ als Zeuge erwähnt wird. Um 1220 scheint Albero in mehreren babenbergischen Urkunden jeweils als Zeuge bei verschiedenen Schenkungen auf. 1224 wird er von Leopold VI. als Schiedsrichter bei Streitigkeiten mit dem Erzbischof Eberhard II. von Salzburg eingesetzt.

Unter Kaiser Friedrich II. erhielt Albero verschiedene Aufträge als Richter und wird schließlich um 1236 zum ersten Landrichter für das Gebiet des Landes ob der Enns ernannt. In dieser Funktion findet man ihn als handelnde Person, sowohl als Zeuge als auch als Richter, in vielen Urkunden bis Februar 1253. Wohl noch im selben Jahr 1253 ist Albero vermutlich gestorben, da seine Söhne Albero und Weikhard für das Seelenheil ihres Vaters einen Hof verschenken. Er liegt im Stift Wilhering begraben.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Charter: Urkunden (827-1854) 1206 VI 19. Abgerufen am 15. November 2015.