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vom 02.11.2017, aktuelle Version,

Alpfahrt (Gemeinde Bischofshofen)

Alpfahrt (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Alpfahrt (Gemeinde Bischofshofen) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Johann im Pongau (JO), Salzburg
Gerichtsbezirk St. Johann im Pongau
Pol. Gemeinde Bischofshofen  (KG Winkl)
Koordinaten 47° 25′ 30″ N, 13° 16′ 12″ O
Höhe 820 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 53 (2001)
Gebäudestand 149 (2001)
Postleitzahl 5500 Bischofshofen
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13971
Zählsprengel/ -bezirk Bischofshofen-Umgebung (50404 007)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

f0

Alpfahrt ist eine Streusiedlung im Fritztal im Land Salzburg wie auch Ortschaft der Stadtgemeinde Bischofshofen, im Bezirk Sankt Johann (Pongau).

Geographie

Der Ort befindet sich knapp 10 Kilometer nordöstlich von St. Johann, 4 Kilometer das Fritztal hinein östlich der Stadt Bischofshofen.

Die zerstreuten Häuser Alpfahrt liegen auf der linken Talschulter am Fuß des Breitspitz (1804 m ü. A.), einem Nebengipfel des Hochgründeckstocks (Ortslage Alpfahrt im eigentlichen Sinne, etwa auf 820 m ü. A. Höhe), unten am Fritzbach (das ist eine Häusergruppe des Ortes Pöham), und am Gegenhang am Donneregg (1524 m ü. A.), der schon zur Tennengebirgssüdabdachung gehört. Dort passiert auch die Tauern Autobahn (A10). Das Hochgründeck gehört zu den Salzburger Schieferalpen, das Tennengebirge zu den Nördlichen Kalkalpen, sodass die Ortslage genau auf der Grenze der Zentral- und Nordalpen liegt.[1] Die Ortschaft Alpfahrt umfasst etwa 50 Gebäude mit etwa 150 Einwohnern, wobei 10 der Häuser zu Pöham gehören.

Die Ortslage Alpfahrt ist nur von Pöham an der Katschbergstraße (B 99) herauf erreichbar. Die Höfe Brunnach und Fritzgrub (Alpfahrt Nr. 4 und 3) an der Tauernautobahn am Gegenhang sind nur über den Güterweg Römerweg bei Ellmauthal (hinauf zum Knoten Pongau) erreichbar, die Häuser Kraxenbichl und Egger (Alpfahrt 6 und 5) östlich nur über Sonnhalb. Den abgelegenen Gasthof Niedermais (Alpfahrt 7)[2] oberhalb von diesen erreicht man überhaupt nur von Dorfwerfen über Eulersberg. Diese paar Häuser sind die einzigen von Bischofshofen, die nördlich des Fritzbachs liegend zum Tennengebirge gehören.

Nachbarorte und -ortschaften:
Grub   (O)
Pöham   (O)

(beide Gem. Pfarrwerfen)

Eulersberg (O, Gem. Werfenweng)


Sonnhalb (O, Gem. Hüttau)
Hüttau   (O, Gem. Hüttau)
Winkl (O)

Buchberg (O)
Fritzerberg (Gem. Hüttau)
Teile des Ortes Pöham gehören zu Alpfahrt und Winkl

Geschichte

1620 ist der Ort mit 16 Häusern genannt.[3] Ursprünglich gehörte der ganze Raum mit Winkl, Alpfahrt und Kreuzberg zur Pfarrei Werfen,[4] erst mit Schaffung der Ortsgemeinden 1848/50 kam die Steuergemeinde Winkl zu Bischofshofen. Die Urhöfe sind Au (Alpfahrt Nr. 20), Aigen (Nr. 11) und Helmberg (Nr. 14), Stücklegg , sowie Radl (Nr. 15) und Zinkerl (Nr. 12) oberhalb.[3] Die Pöhamer Teile entwickelten sich um die Fritzmühle (Alpfahrt Nr. 2).

Noch im frühen 18. Jahrhundert war das ganze Ortschaftsgebiet südlich der Fritz weitgehend gerodet,[5] heute bilden die Gehöfte dort wieder nurmehr Grünlandinseln.

Einzelnachweise

  1. Die eigentliche geologische Grenze zwischen Grauwackenzone und Werfener Schichten läuft vom Salzachtal zwischen der Stadt Bischofshofen und Mitterberghütten über den Buchberg, Loipfer nach Alpfahrt und weiter zur Kupferzeche Hüttau am anderen Fritzbachufer. Kupfer wurde früher entlang dieser ganzen Zonengrenze abgebaut.
  2. Die noch in der Österreichischen Karte verzeichnete Ortslage Hochmais im eigentlichen Sinne ist abgekommen, vergleiche die Häuser im Franziszäischen Kataster 1817–1861 (Layer online bei SAGIS)
  3. 1 2 Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Salzburg, Bischofshofen: Alpfahrt, S. 62 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: 1620: Landbüchel Gericht Werfen, SLA Urbar 214/a.
  4. Klein: Historisches Ortslexikon. Hrsg.: VID. Salzburg, Ehem. Pfarre Werfen (Pfarrwerfen), S. 70 (Onlinedokument [PDF] o.D. [aktual.]).
  5. Franziszäischer Kataster 1817–1861 (Layer online bei SAGIS)