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vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Am dam des

Seriendaten
Originaltitel Am dam des
Produktionsland Österreich
Jahr(e) 1975–1993
Ausstrahlungs-
turnus
wochentags
Genre Kindersendung
Titelmusik „Am dam des, disse malle press – disse malle pumperness – am dam des“
Musik Norbert Pawlicki, Robert Opratko, Michael Danzinger
Moderation Thomas Brezina, Elisabeth Vitouch, Bernadette Schneider, Ingrid Riegler, Edith Rolles, Kurt Shalaby[1]
Erstausstrahlung 1. April 1975 auf FS 1
Besetzung

Am dam des war eine zwischen dem 1. April 1975 und 1993[2] wochentags auf dem Sender FS1 (später ORF 1) ausgestrahlte Kindersendung.

Die Sendung sollte Vorschulkinder ansprechen, die nicht die Möglichkeit hatten, einen Kindergarten zu besuchen. Die Kinder wurden mit Geschichten, Liedern und Bastelanleitungen unterhalten.

Moderation und Mitwirkende

Die Moderatorin übernahm die Funktion einer Kindergartenpädagogin – analog zu bereits etablierten Begriffen wie Fernsehkoch erhielt sie vom Publikum schnell den Titel einer „Fernsehkindergartentante“. Die erste Moderatorin war Elga Weinberger, später folgten Lieselotte Plauensteiner, Uschi Horner, Lydia Weiss (Pippa), Claudia Gottlieb, Bernadette Schneider, Ingrid Erkyn, Mara Schwarz, „Kindergartenonkel“ Klaus Wintersperger, Irina Probost, Elisabeth Vitouch und Edith Rolles. Ab 1980 wurde Am dam des zu einem Großteil von Ingrid Riegler moderiert. Bemerkenswert ist auch die Mitwirkung von Norbert Pawlicki am Flügel, Am dam des ist auch die einzig bekannte Kindersendung in der in jeder Folge ein Konzertflügel vorkam.

Neben der jeweiligen Moderatorin traten abwechselnd die beiden Clowns Habakuk (Arminio Rothstein) und Enrico Emmanuel Theobaldissimus Fillissi Maximo (Heinz Zuber) in der Sendung auf. Die von Rothstein ursprünglich für eine Verfilmung des Märchens Der Zwerg Nase entworfene Puppe Mimi, eine Gans, trat im Oktober 1982 erstmals in der Sendung auf und war fortan ebenfalls Bestandteil der Serie. Auch die unter der Leitung von Evamaria Kaiser agierende Clowngruppe „Kaikukas“ mit Lydia Weiss, Peter „Golem“ Kutzer und Flöti waren mehrmals zu Gast. Vereinzelt trat der Zauberkünstler Bobby Lugano in der Sendung auf.

Heinz Zuber und Lieselotte Plauensteiner waren auch die Moderatoren der Vorgängersendung Das kleine Haus. Die Nachfolgesendungen von Am dam des waren Mimis Villa Schnattermund und das 6-minütige Magazin Mimis Schnattershow.

Titelmelodie

Markant ist der für die Titelmelodie als Kanon gesungene Vers: Am dam des, disse malle press, disse malle pumperness, am dam des.[3] Ursprünglich ist dies ein tschechischer Auszählreim, der sich ungefähr so übersetzen lässt: Am dam des, du bist ein kleines Hündchen, du bist ein kleiner Pumperness, am dam des (Im Original: „Am dam des, ty jsi malý pes, ty jsi malý pumprnes, am dam des“). Getextet wurde dieser Vers vom Wiener Texter Leo Parthé.

Dazu erschien in früheren Sendungen eine Faust mit Daumen nach oben in einer Wabe; in späteren Sendungen ein Bild einer Lokomotive.

Frühere Sendungen wurden in Teilepisoden eingeteilt, die ein eigenes Titelbild hatten:

  • eine grüne Wabe mit einer gelben Türklinke (rot umrandet) kündigte einen Gast an
  • eine grüne Wabe mit der Gitarre (blau umrandet) das Lied der Woche, das die vier Folgen einer Woche thematisch verband.

Daneben gab es noch

  • eine blaue Wabe (hellgrün umrandet) mit Schere und Bastelwerkzeug
  • eine rote Wabe (dunkelgrün umrandet) mit einer Lupe
  • eine cyanfarbige Wabe (rot umrandet) mit Würfel
  • eine Grüne Wabe (rot umrandet) mit der Darstellung Figuren

Trivia

  • Im Jänner 1977 erschien mit dem ersten Am-dam-des-Magazin eine monatliche Zeitung für Eltern und Kinder mit einer Vorschau auf das Kinder-Fernsehprogramm. Als Chefredakteur fungierte der pädagogische Leiter und Autor der Sendereihe, Franz Josef Barta. Im Dezember 1977 wurde erstmals das Am-dam-des-Jahrbuch mit allen Monatsheften des Jahres herausgebracht.
  • Christoph Waltz trat 1976 als Sänger in der Sendung auf.[4]
  • Es gab ein Wochenthema (z.B. „Eigenschaften“) und ein Tagesthema („leicht-schwer“, „groß-klein“, „langsam-schnell“, „viel-wenig“), das auch im „Lied der Woche“ aufgegriffen wurde oder werden konnte.
  • Die Sendung wurde montags, dienstags, donnerstags und freitags ausgestrahlt. Mittwochs kam stattdessen immer die Kasperl-Sendung, aus der (Clown Habakuk) bekannt ist.

Einzelnachweise

  1. Darsteller auf serienoldies.de, abgerufen am 15. Mai 2013.
  2. Am, Dam, Des auf fernsehserien.de. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  3. Signation: am dam des – ORF 1987. YouTube, abgerufen am 31. Januar 2012.
  4. Christoph Waltz vor 36 Jahren: Auftritt bei „Am dam des“ auf nachrichten.at, abgerufen am 15. Mai 2013.