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vom 28.12.2017, aktuelle Version,

Andreas Haider-Maurer

Andreas Haider-Maurer
Haider-Maurer 2015 bei den French Open
Nation: Osterreich  Österreich
Geburtstag: 22. März 1987
Größe: 191 cm
Gewicht: 89 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Daniel Huber
Preisgeld: 1.622.559 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 45:67
Höchste Platzierung: 47 (20. April 2015)
Aktuelle Platzierung: 236
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 2:21
Höchste Platzierung: 290 (3. August 2009)
Aktuelle Platzierung: 1060
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
25. Juli 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Andreas Haider-Maurer (* 22. März 1987 in Zwettl) ist ein österreichischer Tennisspieler.

Biographie

Andreas Haider-Maurer ist einer von zwei Söhnen von Wilhelm und Elfriede Haider-Maurer. Er wuchs in Groß Gerungs im Waldviertel auf und lebt in Innsbruck. Er begann mit dem Tennisspielen im Alter von sieben Jahren.

Karriere

2006 bis 2009

Bei seiner ersten Teilnahme 2006 an einem Turnier der ATP World Tour besiegte der mit einer Wildcard ausgestattete Haider-Maurer in Kitzbühel in der ersten Runde den Argentinier Damián Patriarca, unterlag aber in der 2. Runde dem Weißrussen Max Mirny mit 6:75, 6:2, 6:3. Im selben Jahr gewann Haider-Maurer seine ersten Future Turniere, nämlich eines in Österreich und eines in Israel. Im Jahr 2007 gewann er je ein Future-Turnier in Österreich und Italien. Im Herbst erhielt er eine Wildcard für die BA-TennisTrophy, unterlag jedoch bereits in der ersten Runde dem Kroaten Ivan Ljubičić klar in zwei Sätzen. Wie in den beiden vorangegangenen Jahren gewann Haider-Maurer 2008 zwei Future Turniere, diesmal beide innerhalb einer Woche in Israel. Auch in der Saison 2009 gewann Haider-Maurer zwei Future Turniere, dieses Mal an der Elfenbeinküste und in Frankreich. Im Herbst erhielt er wie bereits 2007 eine Wildcard für die BA-TennisTrophy in Wien, und stand damit nach genau zwei Jahren Pause wieder im Hauptbewerb eines ATP World Tour Turniers. Er verlor jedoch bereits in der ersten Runde gegen den Spanier Feliciano López.

2010

Andreas Haider-Maurer (2010)

Das Jahr 2010 begann für Haider-Maurer erfolgreich mit dem Sieg eines Future Turniers in Italien. Danach überstand er die Qualifikation zu den Allianz Suisse Open in Gstaad, und besiegte in der ersten Runde Denis Istomin. In der nächsten Runde verlor er aber gegen den Spanier Albert Montañés klar mit 6:3, 1:6, 0:6. Wenig später überstand der Österreicher alle drei Qualifikationsrunden der US Open 2010, und stand damit zum ersten Mal in seiner Karriere im Hauptbewerb eines Grand Slam Turniers. Dort holte er zunächst einen Zwei-Satz Rückstand gegen Robin Söderling auf, verpasste dann aber die Sensation und unterlag mit 5:7, 3:6, 7:62, 7:5, 4:6. Im September gab Haider-Maurer im Playoff um die Weltgruppe sein Debüt im österreichischen Davis-Cup-Team, unterlag jedoch im ersten Spiel dem Israeli Dudi Sela. Die österreichische Mannschaft siegte schließlich ohne einen weiteren Einsatz von Haider-Maurer mit 3:2. Nachdem er erst als Lucky Loser ins Hauptfeld der BA-Trophy eingezogen war, besiegte er Thomas Muster, Andreas Seppi, Marin Čilić und Michael Berrer und erreichte damit erstmals ein Finale eines ATP-Turniers. Im Finale unterlag er gegen Jürgen Melzer, nachdem er den ersten Satz überraschend mit 7:6 gewonnen hatte und im zweiten Satz beim Stand von 5:4 auf das Match servieren konnte, in drei Sätzen mit 7:610, 6:74 und 4:6.

2011

Mit einer Auftaktniederlage in Chennai verlor Haider-Maurer sein erstes Match des Jahres. Bei den Australian Open 2011 scheiterte er in der 2. Qualifikationsrunde. Im März gelang ihm mit einem Sieg in Caltanissetta sein erster Triumph bei einem Turnier der Challenger Kategorie. Bei den French Open war Haider-Maurer erstmals direkt für den Hauptbewerb eines Majorturniers qualifiziert. Ihm gelang in der ersten Runde bei seinem erst zweiten Major-Hauptrundenmatch der erste Sieg. Danach scheiterte er aber in der nächsten Runde am Ukrainer Alexander Dolgopolow. In Wimbledon, dem dritten Grand-Slam-Turnier der Saison, erreichte er ebenfalls die zweite Runde, und verbesserte sich danach auf Platz 75 in der Tennis-Weltrangliste.

2012

2012 feierte Haider-Maurer mit der österreichischen Daviscup-Mannschaft seinen ersten großen Erfolg, als die Mannschaft Russland mit 3:2 besiegen konnte. Einen der Punkte steuerte Haider-Maurer selbst durch eine gewonnene Einzelpartie gegen Alex Bogomolov junior bei. Im verlorenen Viertelfinale gegen Spanien unterlag er David Ferrer glatt in drei Sätzen. Bis Juli erreichte er zwei Einzelfinals bei Challengerturnieren, die er jedoch beide verlor. Anfang September gewann er das Challengerturnier in Como gegen den Portugiesen João Sousa, eine Woche darauf das Turnier von Brașov gegen Adrian Ungur. Dazwischen hatte er in der ersten Qualifikationsrunde der US Open verloren.

2014

In diesem Jahr schaffte es Andreas Haider-Maurer erneut sich in den Top 100 zu platzieren und beendete die Saison auf Rang 82. Er gewann erneut das Challengerturnier in Brașov sowie einen weiteren Titel in Trnava. Die Saisonbilanz betrug 53 Siege und 29 Niederlagen.

2015

Der Niederösterreicher verpflichtete Daniel Huber als neuen Trainer. Im Februar erreichte er bei den Rio Open das Halbfinale, wo er David Ferrer unterlag. Haider-Maurer gelang es mit Platz 47 damit erstmals, unter den Top 50 der Weltrangliste gelistet zu sein. Im Herbst musste Haider-Maurer nach dem ATP-Turnier in Wien eine Verletzungspause auf Grund einer Fersenentzündung einlegen. Mitte Juni 2016 wurde er am Fuß operiert, nachdem keine Besserung eintrat.

2017

Am 20. Juni 2017 spielte Andreas Haider-Maurer nach 19 Monaten Verletzungspause im Hauptbewerb des Challengers in Todi, wo er Lorenzo Sonego, Nummer 361 der Welt, schlug. Im Juli spielte Haider Maurer beim Grand Slam in Wimbledon dank eines Protected Rankings direkt im Hauptbewerb. Dort musste er sich in der ersten Runde dem gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut in drei Sätzen geschlagen geben.

Am 20. August 2017 erreichte Haider-Maurer sein erstes Finale nach der Verletzungspause beim Challenger Turnier von Meerbusch. Dieses verlor er gegen Ricardo Ojeda Lara mit 4:6 und 3:6.

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup /
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold /
ATP World Tour 500
ATP International Series /
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (9)

Einzel

Turniersiege

ATP Challenger Tour
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 27. März 2011 Italien  Caltanissetta Sand Italien  Matteo Viola 6:1, 7:61
2. 2. September 2012 Italien  Como Sand Portugal  João Sousa 6:3, 6:4
3. 9. September 2012 Rumänien  Brașov (1) Sand Rumänien  Adrian Ungur 3:6, 7:5, 6:2
4. 7. Juli 2013 Rumänien  Timișoara Sand Spanien  Rubén Ramírez Hidalgo 6:4, 3:6, 6:4
5. 21. Juli 2013 Polen  Posen Sand Bosnien und Herzegowina  Damir Džumhur 4:6, 6:1, 7:5
6. 8. September 2013 Rumänien Brașov (2) Sand Osterreich  Gerald Melzer 6:79, 6:4, 6:2
7. 7. September 2014 Rumänien Brașov (3) Sand Frankreich  Guillaume Rufin 6:3, 6:2
8. 21. September 2014 Slowakei  Trnava Sand Kroatien  Antonio Veić 2:6, 6:3, 7:64
9. 23. August 2015 Deutschland  Meerbusch Sand Argentinien  Carlos Berlocq 6:2, 6:4

Finalteilnahmen

ATP World Tour
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
2. 31. Oktober 2010 Osterreich  Wien Hartplatz (i) Osterreich  Jürgen Melzer 7:610, 6:74, 4:6

Grand-Slam-Bilanz

Einzel

Turnier1 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004

Gesamt
Australian Open   2R

2R
French Open   1R 2R 1R 1R 2R

2R
Wimbledon   1R 1R 2R 1R 2R

2R
US Open   1R 2R 1R 2R 1R 1R

2R
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

0
Gesamt-Siege/-Niederlagen2 0:0 0:3 0:0 22:26 5:8 3:7 1:5 8:14 5:4 0:1 0:0 0:1 1:1 0:0 0:0

45:70
Jahresendposition (445) 445 63 82 114 113 128 119 196 332 244 505 947 1447

N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1R, 2R, 3R = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde bzw. Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde

1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat; es zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nachdem der Spieler das Turnier beendet hat, wird die Klammer entfernt.
2 Stand: Saisonende 2017

  Commons: Andreas Haider-Maurer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien