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vom 23.02.2018, aktuelle Version,

Burg Heidenreichstein

Burg Heidenreichstein
Wasserburg in Heidenreichstein

Wasserburg in Heidenreichstein

Entstehungszeit: um 1190
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Heidenreichstein
Geographische Lage 48° 51′ 52″ N, 15° 7′ 18″ O
Burg Heidenreichstein (Niederösterreich)
Burg Heidenreichstein

Die Burg Heidenreichstein ist eine Wasserburg in Heidenreichstein 17 km nordöstlich von Gmünd in Niederösterreich.

Anlage

Die Burg Heidenreichstein liegt auf einem Felskopf, der nur wenig die Umgebung überragt. Allein die Wassergräben, die Türme und die hohen, schroffen Mauern signalisieren Abwehrbereitschaft. Die Burg wird im Süden vom Hauswehrteich, im Osten vom Romaubach und im Westen sowie im Norden durch Gräben begrenzt.

Die Burg ist nur über zwei Zugbrücken und ein Renaissancetor erreichbar. Die runden Ecktürme haben ein spitzes, kegelförmiges Dach. Der Wehrgang des größten Turmes wird vom vorragenden Dach geschützt. Der hohe Bergfried ist der älteste Teil der Burganlage und dürfte schon um 1160 errichtet worden sein, während die meisten Wirtschaftsgebäude erst zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut wurden.

Der großteils gotische Dachstuhl mit gehackten Balken wird von geschnitzten Holznägeln zusammengehalten, das Dach ist noch mit Schindeln gedeckt.

Die Einrichtung stammt aus verschiedenen Zeitepochen, einige Tische und Truhen stammen noch aus der Gotik, auch alte Rüstungen und Waffen sind erhalten.

Geschichte

Ähnlich wie Burg Rappottenstein ist Burg Heidenreichstein eine Minnesängerburg. Gleich den Babenbergern förderte der Burggraf Heidenreich von Gars stark den Minnesang. 1190 begann er mit dem Bau der Burg.

Eine erste Bewährungsprobe musste die Burg im 15. Jahrhundert bestehen, als Anhänger des Jan Hus und rebellische Bauern sie während der Hussitenkriege belagerten. Sie konnten die Anlage aber nicht erobern.

Heidenreichstein war fast drei Jahrhunderte, von 1679 bis 1942, im Besitz der ungarischen Adelsfamilie Pálffy. Da der letzte Pálffy-Fürst Ladislaus (László) kinderlos war, vermachte er die Burg seinem guten Freund Rudolf van der Straten-Ponthoz. Dieser vererbte sie seiner zweitgeborenen Tochter Josephine. [1]

Die Burg ist 1961 von den Grafen Van der Straten-Ponthoz im Erbweg auf die Grafen Kinsky übergegangen und teilweise öffentlich zugängig.

Sonstiges

Am 25. Oktober 1957 brachte die Österreichische Post zu diesem Motiv eine Dauermarke der Briefmarkenserie Österreichische Baudenkmäler im Wert von 10,00 Schilling heraus.

Literatur

  • Chris Gravett: Atlas der Burgen. Die schönsten Burgen und Schlösser. Tosa, Wien 2001, S. 87, ISBN 3-85492-470-4.
  • Burgen, Stifte und Schlösser Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysočina, Südmähren ISBN 978-3-9502262-2-5, S. 48 ff
  Commons: Burg Heidenreichstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.heidenreichstein.gv.at/Tourismus_Freizeit/Burg/Burg_Heidenreichstein