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vom 10.04.2017, aktuelle Version,

Cornelia Hütter

Cornelia Hütter
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 29. Oktober 1992
Geburtsort Graz, Österreich
Größe 171[1] cm
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Kombination
Verein SV St. Radegund
Status nicht aktiv
Medaillenspiegel
Junioren-WM 0 × 0 × 2 ×
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Bronze0 Crans-Montana 2011 Abfahrt
0Bronze0 Crans-Montana 2011 Super-G
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 2. Dezember 2011
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 7. (2015/16)
 Abfahrtsweltcup 5. (2015/16)
 Super-G-Weltcup 4. (2014/15, 2015/16)
 Kombinationsweltcup 19. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 3 3
 Super-G 1 0 3
letzte Änderung: 10. April 2017

Cornelia („Conny“) Hütter (* 29. Oktober 1992 in Graz) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie gehört der Nationalmannschaft des Österreichischen Skiverbandes an und gewann zwei Medaillen bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011.

Biografie

Cornelia Hütter stammt aus Kumberg und besuchte die Skihandelsschule Schladming.[2] Nach Erreichen des Alterslimits nahm sie im Winter 2007/2008 erstmals an FIS-Rennen teil. Beim European Youth Olympic Festival 2009 in Szczyrk belegte sie Rang 14 im Riesenslalom und Platz 28 im Slalom. Nach mehreren Podestplätzen in FIS-Rennen kam sie im März 2010 erstmals im Europacup zum Einsatz. Im selben Jahr stieg sie nach einem Jahr im Nachwuchskader in den B-Kader des Österreichischen Skiverbandes auf. Im Winter 2010/2011 erreichte Hütter ihre ersten Top-10-Platzierungen im Europacup. Nachdem sie bereits drei Medaillen bei österreichischen Jugendmeisterschaften gewonnen hatte,[3] feierte sie ihre ersten größeren internationalen Erfolge mit dem Gewinn zweier Bronzemedaillen in Abfahrt und Super-G bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 in Crans-Montana. Kurz darauf war die Saison 2010/2011 für sie jedoch zu Ende, da sie im Europacup-Super-G in Lélex zu Sturz kam und sich Knieverletzungen (Innenbandriss sowie Meniskus- und Knorpeleinriss) und einen Nasenbeinbruch zuzog.[4][5] Bereits im Dezember 2010 hatte sie verletzungsbedingt mehrere Wochen pausieren müssen. Im Sommer 2011 nahm sie abseits der Skipisten an Motorsportveranstaltungen (Bergrallye- und Rundstreckenrennen) teil.[5][6][7]

Anfang Dezember 2011 kam Hütter in den Abfahrten von Lake Louise erstmals im Weltcup zum Einsatz. Bis zum Ende der Saison 2011/2012 blieb sie bei ihren wenigen Weltcupstarts aber noch ohne Punktegewinn. Am 11. Jänner 2012 erreichte sie ihren ersten Podestplatz im Europacup, als sie Dritte der Abfahrt von Bad Kleinkirchheim wurde. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2012 belegte sie den 20. Platz im Super-G, nachdem sie im Riesenslalom im ersten Durchgang ausgeschieden war. Am 12. Dezember 2012 feierte Hütter ihren ersten Sieg im Europacup, als sie zeitgleich mit der Slowenin Vanja Brodnik die Abfahrt von St. Moritz gewann. Einen Monat später, am 12. Jänner 2013, gewann Hütter in ihrem vierten Weltcuprennen erstmals Weltcuppunkte, als sie in der Abfahrt von St. Anton mit Startnummer 38 eher überraschend auf den zehnten Platz fuhr. In der Abfahrt in Val-d’Isère am 21. Dezember 2013 fuhr Hütter zum ersten Mal in ihrer Karriere aufs Podest und wurde Dritte. Mit diesem Platz rutschte sie ins ÖOC-Aufgebot für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Dort setzte sie sich in der internen Qualifikation durch und bestritt die Olympiaabfahrt, in der sie den 24. Platz belegte.

Der Winter 2014/15 verlief sehr erfolgreich für Hütter. In den ersten Rennen in Lake Louise fuhr sie dreimal unter die besten zehn. Im Jänner blieb sie insbesondere in den Super-Gs konstant nahe der Weltspitze, mit einem 4. Platz in Cortina und einem 5. Platz in St. Moritz. Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Vail/Beaver Creek sorgte sie beinahe für eine Überraschung, als sie im Super-G Vierte wurde und die Bronzemedaille lediglich um elf Hundertstelsekunden verpasste. In der WM-Abfahrt fuhr sie auf den 10. Platz. Nach der Weltmeisterschaft kam Platz 4 im Super-G von Garmisch-Partenkirchen hinzu. Zum Abschluss der Saison wurde sie österreichische Abfahrts-Juniorenmeisterin, worauf der ÖSV sie in den Nationalkader aufnahm. Das sehr hohe Niveau in den Speed-Disziplinen konnte Hütter in der Saison 2015/16 halten und beendete Anfang Dezember alle drei Rennen von Lake Louise auf dem Podest. Im Super-G in Lenzerheide gelang ihr am 12. März 2016 ihr erster Weltcupsieg. Beim Training für die Speed-Rennen in Altenmarkt-Zauchensee zog sich Hütter am 4. Jänner 2017 einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Riss des Innen- und Außenmeniskus zu. Damit fiel sie für den Rest der Saison aus.[8]

Erfolge

Weltmeisterschaften

Olympische Spiele

Weltcup

  • 10 Podestplätze, davon 1 Sieg
Datum Ort Land Disziplin
12. März 2016 Lenzerheide Schweiz Super-G

Weltcupwertungen

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2012/13 84. 32 34. 26 42. 6 - -
2013/14 32. 225 18. 143 18. 82 - -
2014/15 14. 440 18. 142 4. 286 19. 12
2015/16 7. 811 5. 387 4. 400 29. 24
2016/17 58. 131 23. 94 37. 24 39. 13

Europacup

Datum Ort Land Disziplin
12. Dezember 2012 St. Moritz Schweiz Abfahrt

Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

Einzelnachweise

  1. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Österreichischer Skiverband Nationalkader 2011/12. Ablinger & Garber, Hall in Tirol 2011, S. 70.
  2. Abfahrts-Bronze für Cornelia Hütter bei Junioren-WM. Kleine Zeitung, 1. Februar 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  3. Medaillengewinne von Cornelia Hütter bei österreichischen Jugendmeisterschaften. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  4. Mürzhofens heimlicher Star. Kleine Zeitung, 11. Februar 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  5. 1 2 Schi-Talent Hütter rast bergauf. Kleine Zeitung, 22. März 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  6. Der „Alltag“ in Spielberg hat begonnen. Kleine Zeitung, 16. Mai 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  7. Letzter Angriff in Salzburg. Kleine Zeitung, 14. Oktober 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011.
  8. Cornelia Hütter schwer verletzt. derStandard.at, 4. Januar 2017, abgerufen am 4. Januar 2017.