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vom 01.01.2018, aktuelle Version,

Daniela Golpashin

Daniela Golpashin, 2017, fotografiert von Jürgen Hammerschmid

Daniela Golpashin (* 2. Juni 1985 in Wien) ist eine österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben

Golpashin studierte am Konservatorium der Stadt Wien. Vor dem ersten Ausbildungsjahr stand sie u. a. für eine Trautmann- und eine Kommissar Rex-Episode vor der Kamera. In ihrem zweiten Ausbildungsjahr wurde sie von Robert Dornhelm für den Historien-Zweiteiler Kronprinz Rudolfs letzte Liebe als dessen Frau Prinzessin Stephanie von Belgien vor die Kamera geholt, wofür sie 2007 mit dem Fernsehpreis Romy in der Kategorie Weiblicher Shootingstar ausgezeichnet wurde.

2008 machte sie Bekanntschaft mit Paulus Manker, der sie für sein Polydrama Alma-a Show Biz ans Ende von Joshua Sobol als Alma Mahler auf die Bühne holte. Sie gab die Titelrolle erstmals im Kurhaus Semmering, es folgten zwei weitere Produktionen im ehemaligen Wiener k.u.k Post und Telegrafenamt. 2010 führte sie diese Rolle auch nach Jerusalem, wo sie die Rolle der Alma an der Seite von Paulus Manker spielte.

Seit 2010 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Sie debütierte unter der Regie von Intendant Herbert Föttinger als Leopoldine Schrabacher in Peter Turrinis und Silke Hasslers KZ-Volksoperette Jedem das Seine. Parallel spielte sie ihre erste Kinohauptrolle an der Seite von Christoph Luser für die Lotus Film in dem Titel Stillleben, der im Januar 2011 fertiggestellt wurde. Das Erstlingswerk von Sebastian Meise hatte seine Weltpremiere beim IFF San Sebastian und wurde mit einer Special Jury mention ausgezeichnet. Der Film war auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen, so wie dem Max Ophüls Film Festival oder dem Rotterdam Film Festival. Außerdem wurde der Film mit dem Hauptpreis der Diagonale ausgezeichnet. An der Josefstadt spielte sie die Constanze Weber in Amadeus von Peter Shaffer und die „Peppi“ in Der böse Geist Lumpazivagabundus in einer modernen Inszenierung von Georg Schmiedleitner.

Seit 2011 dreht Golpashin wieder vermehrt Filme, u. a. übernahm sie die Hauptrolle in Barbara Gräftners Kinofilm Endlich Weltuntergang, einer skurrilen Satire über die Mayaprophezeiung zum Jahr 2012. Im österreichischen, mit dem Grimme-Preisausgezeichneten Tatort Angezählt übernahm sie die Rolle der jungen Mutter „Nora“ unter der Regie von Sabine Derflinger. An der Josefstadt spielt sie 2012 in Lilly Brets Chuzpe. Seit 2013 ist sie nur noch als Gast an verschiedenen Theatern, nicht mehr als Ensemblemitglied an der Josefstadt. Für das Volkstheater Wien stand sie für das Zweipersonen Stück Rozznjogd von Peter Turrini auf der Bühne. 2014 lieh sie für die Zeichentrickserie Hexe Lilli der titelgebenden Hauptfigur ihre deutsche und englische Stimme. Dem deutschen Publikum wurde sie bekannt durch den von Marvin Kren gedrehten Tatort Die Feigheit des Löwen, in dem sie die Hauptrolle „Raja Hoffmann“ übernahm. Der Film lief auf dem Filmfest Hamburg. Mit Rosa von Praunheim und Dietrich Kuhlbrodt drehte sie den Film Mutter, in dem sie eine Mutter spielte, die sich immer wieder selbst gebar. In der Saison 2016/17 übernimmt sie am Theater in der Josefstadt in der Uraufführung von Monsieur Claude und seine Töchter unter der Regie von Folke Braband die Rolle der Adele. Der Publikumshit wurde und in der Saison 2017/18 übernommen. Unter der Regie von Michael Schottenberg steht sie im selben Jahr in der Titelrolle als Mädl aus der Vorstadt von Johann Nepomuk Nestroy auf der Bühne. In der Fiction Dokumentation von Fritz Kalteis steht sie als letzte Kaiserin von Österreich, Kaiserin Zita in "Das Ende der Habsburger" neben Raphael von Bargen vor der Kamera. Sie arbeitet 2017 erneut mit Marvin Kren für den "Landkrimi- Grenzfall".

Golpashin ist die jüngere Schwester von TV-Moderatorin Doris Golpashin.

Filmografie

Auszeichnungen

  • Romy 2007 in der Kategorie Weiblicher Shootingstar
  • 2012 Special Jury Mention auf dem IFF San Sebastian: für "Stillleben".
  • 2012 Diagonale Hauptpreis: für "Stillleben" als bester Film
  • 2012 Nominierung Max Ophüls Preis: für Stillleben
  • 2013 Grimme Preis für Tatort Angezählt
  • 2011 Nestroy Theater Preis für Paulus Manker (für das Stück "Alma")

Theater

  • 2008–2010: Alma Mahler von Joshua Sobol, Regie: Paulus Manker
  • 2006–2008: Konservatorium der Stadt Wien Probebühne
  • 2010–2013: festes Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt
  • seit 2013 : Gast an verschiedenen Häusern: Volkstheater, Theater in der Josefstadt
  Commons: Daniela Golpashin  – Sammlung von Bildern