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vom 02.03.2017, aktuelle Version,

Die Sennerin von St. Kathrein

Filmdaten
Originaltitel Die Sennerin von St. Kathrein
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Herbert B. Fredersdorf
Drehbuch Theodor Ottawa
Produktion Alfred Lehr
Ernst Müller
Musik Carl Loubé
Kamera Walter Tuch
Schnitt Brigitte Fredersdorf
Besetzung

Die Sennerin von St. Kathrein ist ein österreichischer Heimatfilm von 1955 unter der Regie von Herbert B. Fredersdorf. Alternativtitel ist Die Sennerin und der Wilderer. Zum ersten Mal ins Kino kam der Film am 11. November 1955 in Österreich. In Deutschland hatte er seine Premiere zwei Wochen später.

Handlung

Martin, der Eigentümer des Haflinger-Gestüts, ist zum dritten Mal Sieger beim Schießwettbewerb geworden. Nach alter Sitte darf er bei der abendlichen Feier unter den anwesenden Dorfschönheiten seine „Königin“ aussuchen. Die Wahl fällt auf die zugezogene Liesl, die Sennerin von St. Kathrein. Dies aber passt der Wirtstochter Johanna überhaupt nicht, hat sie doch selbst ein Auge auf den schmucken Gutsbesitzer geworfen. Vor Eifersucht macht sie der bescheidenen Liesl eine solche Szene, dass diese wortlos das Fest verlässt. Tags darauf trifft Martin auf seinem Weg zur Alm erneut mit Liesl zusammen. Das Mädchen haust dort oben mit dem alten Hiasl und dem Hirtenbub Hansl. Bald gestehen sich Martin und Liesl ihre Liebe, und die Verlobung lässt nicht lange auf sich warten.

Eines Tages taucht in der Almhütte überraschend Liesls straffällig gewordener Bruder Franz auf. Weil Liesl schon so oft von ihm enttäuscht worden ist, will sie ihm zunächst die Unterkunft verweigern, lässt sich aber schließlich doch dazu überreden, ihn vorübergehend bei sich wohnen zu lassen.

Im Dorf verbreitet sich rasch die Kunde, Liesl beherberge in ihrer Hütte einen Geliebten. Die Wirtstochter hat dieses Gerücht in die Welt gesetzt und versteht sich prächtig darauf, ihm immer neue Nahrung zu geben. Selbst Martin zweifelt allmählich daran, dass ihm seine Verlobte die Treue hält. Als er wieder einmal auf der Pirsch ist, hört er einen Schuss, der ihn vermuten lässt, dass ganz in der Nähe ein Wilderer sein Unwesen treibt. Er geht der Sache nach und findet in einer Felsspalte den schwer verletzten Franz. Der ist auf der Flucht vor seinen Verfolgern, dem Jäger Loisl und dessen Gehilfen, in die Spalte gestürzt. Martin bringt den Schwerverletzten zur Sennhütte. Dabei vernimmt er, wie Franz im Delirium erklärt, dass er Liesl zugetan sei. Nun ist für Martin klar, dass ihn seine Braut mit einem Anderen betrügt; er löst die Verlobung. Darauf hat die intrigante Johanna nur gewartet; jetzt fühlt sie sich ihrem Ziel ganz nahe.

Es kommt jedoch anders, als es sich die Wirtstochter vorgestellt hat. Martin erfährt, dass Franz tatsächlich Liesls Bruder ist. Seine Liebe zu dem Mädchen erwacht aufs Neue. Er bittet sie, sich von ihrem kriminellen Bruder zu trennen. Trotzig erklärt Liesl, Franz nicht im Stich lassen zu können. Der aber kann das Wildern nicht sein lassen und frönt gleich nach seiner Genesung erneut der verbotenen Jagd. Nach einer abenteuerlichen Verfolgung gelingt es schließlich den Gendarmen, den Täter zu fassen und dingfest zu machen.

Der Film endet, wie Martin seine Liesl unter großem Anteil der Dorfbewohner vor den Traualtar führt.

Kritik

Das Lexikon des internationalen Films stufte den Film als „in jeder Hinsicht unzulänglich“ ein.[1]

Sonstiges

In diesem klassischen Heimatfilm ist, so wie in dem ein Jahr zuvor erschienenen Film Der Förster vom Silberwald, das Traumpaar, Anita Gutwell und Rudolf Lenz, zu sehen. Die Außenaufnahmen entstanden im Salzburger Land (u. a. in Faistenau). Sie wurden von einem zweiten Kamerateam unter der Leitung von Karl Stanzl und der Kameraführung von Sepp Riff gedreht.

Die Musik zu dem Film komponierte Carl Loubé. Zu hören sind die Lieder

  • „Wo die Gemsen munter springen“ mit Jodeleinlagen und dem Schlusssatz „… das ist die Sennerin von St. Kathrein“ nach jeder Strophe,
  • „Nur net traurig sein“
  • „I bin halt a lustiger Bauernbua“ und
  • „Wenn i auf die Viecher schau“ ,
    alle nach Texten von Hans Haller. Ein weiteres Lied („A Bacherl – a reines, a Kircherl – a kleines“) – auch getextet von Haller – steuerte der Wiener Komponist Anton Karas bei, der in dem Film auch die Rolle des Dorflehrers übernommen hatte.

Die Bauten wurden von dem Filmarchitekten Fritz Jüptner-Jonstorff entworfen. Lixie Brandtner war für die Kostüme zuständig.

Quelle

  • Programm zum Film: Das Neue Film-Programm, erschienen im Klemmer-Verlag Mannheim, ohne Nummernangabe

Einzelnachweise

  1. Die Sennerin von St. Kathrein. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.