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vom 16.02.2020, aktuelle Version,

Drusenfluh

Drusenfluh
Drusenfluh vom nordwestlich gelegenen Verajoch

Drusenfluh vom nordwestlich gelegenen Verajoch

Höhe 2827 m ü. A.
2827,4 m ü. M.
Lage Vorarlberg, Österreich und Graubünden, Schweiz
Gebirge Rätikon
Dominanz 0,8 km Drei Türme
Schartenhöhe 189 m Eisjöchle
Koordinaten, (CH) 47° 1′ 44″ N,  48′ 6″ O (779600 / 211354)
Drusenfluh (Alpen)
Drusenfluh
Erstbesteigung 14. August 1870 durch den Bergführer Christian Zudrell

Die Drusenfluh ist ein Bergmassiv zwischen dem österreichischen Montafon und dem Prättigau in der Schweiz. Mit 2827 Metern gehört die Drusenfluh zu den zehn höchsten Gipfeln im Rätikon. Über die Bergkette führt die österreichisch-schweizerische Grenze.

Name

Als Druse bzw. Drusen werden im Volksmund in der Region Alpenerlen (auch: Drossel, Laublatsche, Bergerle oder Birkenerle) aus der Gattung der Erlen bezeichnet.[1][2] Es handelt sich dabei in dieser Höhenlage oftmals um ein, durch den Schneedruck am Hang kriechendes Gewächs. Nach Adelung soll drusen von fallen abstammen.[3]

Erstbesteigung

Der Schrunser Bergführer Christian Zudrell hat im Jahr 1870 als Erstbesteiger seine „Visitenkarte“ in den Gipfelfels gemeißelt. Seine Route führte ihn am 14. August 1870 durch das Öfatal und die Imhofmulde auf den Westgrat und über das Zudrellband auf den Gipfel.

Karl Blodig und Eugen Sohm gelang 1888 die zweite Besteigung. Sie stiegen durch das später „Blodigrinne“ genannte Colouir von Nordosten auf den Gipfel. Auf dem Gipfel fanden sie den Stein mit den Initialen von Christian Zudrell, C Z 70. Zuvor wurde diese Erstbesteigung in Bergsteigerkreisen noch stark angezweifelt. Am Tag seiner Rückkehr nach Bregenz sandte Blodig eine Karte an Zudrell, lediglich mit der Inschrift „C Z 70“. Der Montafoner Bergführer antwortete darauf ebenso kurz und bündig mit „Gratuliere zur Drusenfluh“. Die beiden lernten sich später kennen und lachten über die Erfindung der steinernen Visitenkarte.

Dieser Gipfelstein wurde dann im Jahre 1995 von einem Bergführer ins Tal gebracht, da ihm Wetter und Blitze bereits stark zugesetzt hatten. Heute ist dieser Stein bei der Lindauer Hütte zu sehen.

Fernsicht von der Drusenfluh bis ins Wallis

Natürlich ist es nicht zwingend nötig, den Berg in der Vertikale zu besteigen, wer es anspruchsvoll, aber dennoch gemütlicher mag, der kann auf dem Fernwanderweg „Prättigauer Höhenweg“ auf der sonnigen Südseite der ganzen Rätikon-Kette entlang wandern.[4]

Die Blodigrinne ist heute teilweise mit Klettersteigen bestückt. Bei sehr günstigen Bedingungen kann die stellenweise extrem steile Rinne auch mit Ski begangen werden.

Literatur

Commons: Drusenfluh  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 24.
  2. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 52–53.
  3. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1563–1564.
  4. Wandern Schweiz entlang dem Rätikon, Graubünden (Memento des Originals vom 13. September 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.graubuenden.ch