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vom 27.06.2016, aktuelle Version,

Frankstahl

Frankstahl Rohr- und Stahlhandelsgem.b.H.
Rechtsform GmbH
Gründung 1880
Sitz Wien, Österreich
Leitung Marcel Javor (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 770 (2012)
Umsatz 260 Mio. EUR (2010)
Branche Handel mit Stahl und Metallwaren, Haustechnik
Website www.frankstahl.com

Frankstahl ist ein österreichisches Stahlhandelsunternehmen mit Sitz in Wien. Die Frankstahl-Gruppe besteht aus der im Inland tätigen Frankstahl Rohr- und Stahlhandels GmbH und der Inter-Frankstahl Auslandsbeteiligungs GmbH mit Geschäftstätigkeiten in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Rumänien und Bulgarien. 2010 erzielte die Frankstahl-Gruppe einen Umsatz von rund 260 Millionen Euro und beschäftigte 2012 770 Mitarbeiter, etwa 300 davon in Österreich.[1]

Geschichte

1880 gründete Bela Frank eine Flanschfabrik in der Wiener Nordwestbahnstraße. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Fabrik „arisiert“ und Ende der 1960er-Jahre an die Witwe des Firmengründers rückerstattet. 1969 erwarb der heutige Eigentümer, Erwin Javor, das Unternehmen. Die Firmenleitung liegt mittlerweile in den Händen seines Sohnes Marcel Javor. Aufgrund des Wachstums bezog Frankstahl 1986 ein 50.000 Quadratmeter großes Firmengelände in Guntramsdorf, südlich von Wien, das heute die operative Zentrale des Unternehmens bildet. 1989 eröffnete das Unternehmen seine erste Niederlassung in Linz. Im Jahr darauf entstand die erste Auslandstochter in Tschechien. 1997 erwarb Frankstahl die Friedrich Hirnböck GmbH in Salzburg. 1999 startete das erste Joint Venture mit AluKönigStahl in Tschechien. Es folgten weitere Joint Ventures in Budapest (2001), Bratislava (2002) und Bukarest (2006). Im Jahr 2002 gründete Frankstahl eigenständige Tochterunternehmen in Ljubljana sowie Zagreb und baute 2006 seine Aktivitäten in Rumänien aus. 2007 wurde die Firma Helios in Plovdiv, Bulgarien übernommen und als Frankstahl Bulgarien in den Konzern integriert. Einen weiteren Expansionsschritt stellte die Gründung eines Vertriebsbüros in Stans (Tirol) im Jahr 2011 dar. Im darauf folgenden Jahr wurden die Stahlhandelsaktivitäten der Danicek Gruppe in Kärnten und die Bogner Edelstahl Gruppe übernommen. Mittlerweile verfügt Frankstahl über drei Lagerstandorte in Österreich. Dazu zählt Guntramsdorf, Wels und Salzburg. Insgesamt beträgt die Lagerfläche rund 98.000 m².[2]

Unternehmensprofil

Frankstahl beliefert vor allem Unternehmen aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Anlagenbau, Haustechnik und Sanitärtechnik. Das Produktsortiment umfasst Lang- und Flachprodukte aus Stahl wie Träger, Rohre und Zubehör Bleche sowie Edelbaustahl, Edelstahl und Aluminium. Einen weiteren Unternehmensschwerpunkt bilden die Produktlinien für den Haustechnik- und Installationsbereich, insbesondere Fittings, Armaturen sowie Kunststoff- und Edelstahlsysteme. Neben den unbearbeiteten Produkten bietet Frankstahl auch das Sägen, Riefen und Grundieren der Waren an.[3]

Zur Unternehmenskultur von Frankstahl gehört auch die Förderung von Kultur und Umweltschutz. Erwin Javor ist Herausgeber von „NU - Jüdisches Magazin für Politik und Kultur“[4] und trat als Impresario des 2005 bis 2015 betriebenen Stadttheaters Walfischgasse in der Wiener Innenstadt auf.[5] Seit 2010 ist Frankstahl Partner der Umweltschutzorganisation Global 2000.

Bei einem Urteil des Kartellgerichts gegen mehrere Stahlgroßhändler wegen verbotener Preisabsprachen wurde Frankstahl im Oktober 2015, auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) zu einer Geldstrafe von 147.000 Euro verurteilt.[6]

Belege

  1. Frankstahl-Unternehmensdaten
  2. Frankstahl-Geschichte
  3. Frankstahl-Produkte
  4. nunu.at
  5. StadtTheater walfischgasse - Sponsoren
  6. BWB K-316 Geldbuße gegen weiteren Stahlgroßhändler Frankstahl Rohr- und Stahlhandelsgesellschaft mbH Bundeswettbewerbsbehörde
    Kartellstrafen gegen Stahlgroßhändler. Der Standard vom 22. Oktober 2015.