Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 02.11.2018, aktuelle Version,

Fresach

Fresach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Fresach
Fresach (Österreich)
Fresach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 38,78 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 13° 42′ O
Höhe: 715 m ü. A.
Einwohner: 1.207 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 9712
Vorwahl: 04245
Gemeindekennziffer: 2 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 160
9712 Fresach
Website: www.fresach.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Altziebler (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
7
5
3
7  5  3 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Fresach im Bezirk Villach-Land
ArnoldsteinArriachBad BleibergFeistritz an der GailFeld am SeeFerndorfFinkenstein am Faaker SeeFresachHohenthurnNötsch im GailtalPaternionRoseggSankt Jakob im RosentalStockenboiTreffen am Ossiacher SeeVelden am Wörther SeeWeißensteinWernberg (Kärnten)Afritz am SeeVillachKärnten Lage der Gemeinde Fresach im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Fresach (slowenisch: Breze[1]) ist eine Gemeinde mit 1207 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Fresach ist auch Luftkurort.[2]

Geographie

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet liegt zur Gänze in den Nockbergen (Mirnock-Verditz) zwischen unterem Drautal und Gegendtal. Lediglich im Südwesten bildet die Drau die Grenze.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Fresach, Mooswald und Tragenwinkl gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[3]):

Evangelisches Diözesanmuseum (früher Toleranzbethaus) in Fresach
Aufschrift über dem Eingang des Evangelischen Bethauses in Fresach
Evangelisches Pastorenhaus in Fresach
  • Amberg (35)
  • Fresach (560)
  • Laas (98)
  • Mitterberg (153)
  • Mooswald (266)
  • Tragenwinkel (95)

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Feld am See, Afritz am See, Treffen, Weißenstein, Paternion und Ferndorf.

Geschichte

Erste Funde gibt es aus der Bronzezeit (Äxte). Um 590 n. Chr. ließen sich die Slawen im Gebiet nieder, im 8. Jahrhundert die Baiern.

Die Grafen von Ortenburg wurden um das 11. Jahrhundert mit dem Gebiet belehnt. Im 12. Jahrhundert wurde in Fresach die erste Kirche erbaut. 1478 wurde Fresach von den Türken zerstört. Nach dem Aussterben der Ortenburger 1518 kam das Gebiet unter habsburgische Herrschaft. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Mehrheit der Bevölkerung protestantisch. Auch nach der Gegenreformation, die den Übertritt zur katholischen Kirche erzwang, blieben viele im Geheimen ihrem Glauben treu (Kryptoprotestanten). Nach dem Toleranzpatent Kaiser Joseph II. wurde 1782 wieder eine evangelische Pfarre Fresach gegründet. 1787 wurde das erste Schulhaus erbaut.

1849 wurden die beiden Gemeinden Mooswald und Fresach gegründet, die 1963 zusammengelegt wurden.

Im Mai 1978 fand in Fresach das 7. Ost-West-Literaturgespräch statt, an dem Schriftsteller und Übersetzer aus elf Ländern von beiden Seiten des „Eisernen Vorhanges“ teilnahmen.[4]

Bevölkerung

Die Gemeinde Fresach hat 1316 Einwohner (2001), davon sind 99,3 % österreichische Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit geben 66,6 % evangelisch, 30,0 % römisch-katholisch, 0,2 % islamisch an. 2,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Evangelische Kirche in Fresach
Katholische Kirche St. Blasius in Fresach

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Neues Gebäude für das Evangelische Diözesanmuseum, wurde 2011 für die Kärntner Landesausstellung 2011 erbaut und erhielt einen Landesbaupreis
  • Toleranzbethaus (erbaut 1784) und Pfarrhaus (Ende 17. Jhdt.) gehören zum Museum
  • Evangelische Kirche (1949–1951)
  • Katholische Pfarrkirche Hl. Blasius (1565)
  • Krebsenwandermeile (Steinkrebse) [5]

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 33 Arbeitsstätten mit 98 Beschäftigten in der Gemeinde und 449 Auspendler. Es gibt 104 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 35 im Haupterwerb), die zusammen 3.502 ha bewirtschaften (1999).

Fresach ist ein „heilklimatischer Luftkurort“, wodurch der Fremdenverkehr eine gewisse Rolle spielt.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Landesstraßen L 37, L 39 und L 40.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl 2015 verteilen sich die Mandate wie folgt:

Bürgermeister ist Gerhard Altziebler (FPÖ).

Wappen

Das Wappen von Fresach zeigt vorne ein grünes Birkenblatt, das für den Ortsnamen steht (von slowenisch breže = bei denen im Birkengehölz), im hinteren Teil einen goldenen Abendmahlskelch mit darüber schwebender Hostie als Symbol des evangelischen Glaubens. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „In gespaltenem Schild vorne in Gold ein hängendes grünes Birkenblatt, hinten in Grün ein goldener Abendsmahlkelch, darüber eine silberne Hostie.“ Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 31. August 1978 verliehen. Die Gemeindeflagge ist Gelb-Grün mit eingearbeitetem Wappen.[6]

Ehrenbürger

  Commons: Fresach  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pavel Zdovc: Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem. Razširjena izdaja = Die slowenischen Ortsnamen in Kärnten. Erweiterte Auflage. (Ljubljana: Slovenska akademija znanosti in umetnosti SAZU, 2010), str. 158, ISSN 0560-2920.
  2. fresach auf 50plu.at abgerufen am 31. Mai 2010
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  4. Übersetzertreffen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Juni 1978, S. 25.
  5. Wanderkarte im Detail@1@2Vorlage:Toter Link/www.fresach.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 554 kB)
  6. alle Angaben nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 104.