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vom 07.09.2016, aktuelle Version,

Gernot Darmann

Gernot Darmann (2015)
Gernot Darmann mit seinem Kollegen Christian Hafenecker bei einem Pressetermin zum Hypo-Untersuchungsausschuss

Gernot Darmann (* 7. Juli 1975 in Graz) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ), Jurist, Mitglied der Kärntner Landesregierung und FPÖ-Landesparteiobmann in Kärnten. Er war zwischen Herbst 2006 und März 2009 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat sowie zwischen April 2009 und März 2013 Abgeordneter zum Kärntner Landtag und dort zuletzt Klubobmann der Freiheitlichen Landtagsfraktion. Von 24. April 2013 bis 22. Juni 2016 war er erneut für die FPÖ Abgeordneter zum Nationalrat und Geschäftsordnungssprecher sowie Sicherheitssprecher des FPÖ-Parlamentsklubs. Am 23. Juni 2016 wurde er als Landesrat der Landesregierung Kaiser angelobt.[1]

Schul- und Ausbildung

Gernot Darmann besuchte zunächst die Volksschule in Wolfsberg und im Anschluss zwischen 1985 und 1993 das Gymnasium des Stiftes Sankt Paul im Lavantal. Zwischen 1993 und 1996 studierte Darmann Betriebswirtschaftslehre an der Universität Graz und an der Wirtschaftsuniversität Wien, wechselte 1996 jedoch zum Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, das er 2003 mit der Sponsion zum Magister der Rechtswissenschaften (Mag. iur.) abschloss.

Berufliche und politische Laufbahn

Nach der Beendigung seines Studiums absolvierte Darmann zwischen 2003 und 2004 sein Rechtspraktikum am Oberlandesgericht Wien, war danach Trainee bei der BKS Bank AG (2004 bis 2005) und arbeitete danach ein Jahr als Individualkundenbetreuer. 2006 übernahm Darmann die Leitung einer BKS Bank AG-Filiale in Kärnten.

Darmann war Landesparteisekretär der Freiheitlichen in Kärnten. Bei den Nationalratswahlen 2006 wurde Darmann über den Landeswahlvorschlag der Freiheitlichen in Kärnten gewählt und zog am 30. Oktober 2006 in den Nationalrat als jüngster Abgeordneter des BZÖ-Parlamentsklub ein. Darmann war Justizsprecher, Landesverteidigungssprecher, Wissenschaftssprecher, Menschenrechtssprecher sowie Jugendsprecher und aufgrund dieser Funktionen Mitglied in den parlamentarischen Ausschüssen Justiz, Wissenschaft, Landesverteidigung, Menschenrechte, Immunität und Volksanwaltschaft.

2008 wurde Gernot Darmann erneut zum Spitzenkandidat für die Nationalratswahl im Wahlkreis 2A - Klagenfurt ernannt und zog auch wieder in den österreichischen Nationalrat ein. Im Zuge der neuen Gesetzgebungsperiode war Darmann als Sprecher des Parlamentsklubs in den Bereichen Wissenschaft und Landesverteidigung tätig.

In der Legislaturperiode bis 2013 war er als Nationalrats-Abgeordneter Mitglied in folgenden Ausschüssen: Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie, Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen, Justizausschuss, Landesverteidigungsausschuss, Ständiger Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses, Unvereinbarkeitsausschuss, Wissenschaftsausschuss.[2]

Bei der Landtagswahl 2009 in Kärnten führte Gernot Darmann die Wahlkreisliste des Bezirkes Klagenfurt Stadt und Land an. Durch den Erfolg bei der Wahl am 1. März sicherte sich Darmann auch sein Mandat im Kärntner Landtag, wechselte aus dem Nationalrat nach Kärnten und war zuletzt bis März 2013 Landtagsabgeordneter der FPK. Außerdem wurde Gernot Darmann auch zum Klubobmann-Stellvertreter seiner Fraktion (Freiheitlicher Landtagsklub in Kärnten) gewählt. Im August 2012 folgte er Kurt Scheuch als Klubobmann nach.

Von April 2013 bis zur folgenden Nationalratswahl im September 2013 übte Darmann erneut sein Mandat als Abgeordneter zum Nationalrat als Abgeordneter im FPÖ-Parlamentsklub aus und war Mitglied des Justizausschusses, Verfassungsausschusses, Geschäftsordnungsausschusses sowie des Immunitätsausschusses des Nationalrates im Parlament.

Im September 2013 ging Gernot Darmann als Landesspitzenkandidat der FPÖ-Kärnten in die Nationalratswahl. In der laufenden Gesetzgebungsperiode des Nationalrates war Darmann Klubobmann-Stellvertreter im FPÖ-Parlamentsklub und in folgenden Ausschüssen des Nationalrates als Mitglied aktiv: Justiz; Verfassung; Innere Sicherheit (Darmann war Sicherheitssprecher der FPÖ); ständiger Unterausschuss des Innenausschusses; ständiger Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses; Familien; Sport; Immunität; Geschäftsordnung. Als Geschäftsordnungssprecher des FPÖ-Parlamentsklubs war Darmann Chef-Verhandler der FPÖ der im Jahr 2014 erarbeiteten Reform der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse (Untersuchungsausschüsse als Minderheitsrecht). Darmann war Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates und Mitglied des laufenden sogenannten "Hypo-Untersuchungsausschuss" im Nationalrat. Ab Oktober 2015 war er Fraktionsführer der FPÖ im Hypo-Alpe-Adria-Untersuchungsausschuss.

Am 4. Juni 2016 wurde Darmann als Nachfolger von Christian Ragger zum Kärntner Landesparteiobmann der FPÖ gewählt.[3] Darmann wurde am 23. Juni 2016 als Landesrat der Kärntner Landesregierung Kaiser angelobt werden, im Nationalrat folgte ihm David Lasar als Abgeordneter nach.[4][5][1]

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Einzelnachweise

  1. 1 2 orf.at - Darmann als Landesrat angelobt. Artikel vom 23. Juni 2016, abgerufen am 23. Juni 2016.
  2. Website des Österreichischen Parlaments-Ausschüsse
  3. orf.at - FPÖ: Darmann will Landeshauptmann werden. Artikel vom 4. Juni 2016, abgerufen am 4. Juni 2016.
  4. derStandard.at - Darmann neuer geschäftsführender Obmann der FPÖ Kärnten. Artikel vom 8. April 2016, abgerufen am 3. Mai 2016.
  5. derStandard.at - Stenzel wird FPÖ-Stadträtin, Lasar wechselt in den Nationalrat. Artikel vom 3. Mai 2016, abgerufen am 3. Mai 2016.