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vom 19.04.2016, aktuelle Version,

Gießenbach (Donau)

Gießenbach

Daten
Lage Bezirk Perg, Mühlviertel, Oberösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau Schwarzes Meer
Quelle in St. Georgen am Walde (Ortsteil Ebenedt)
48° 22′ 49″ N, 14° 52′ 53″ O
Quellhöhe etwa 830 m
Mündung zwischen Grein und St. Nikola in die Donau
48° 14′ 1″ N, 14° 53′ 13″ O
Mündungshöhe etwa 230 m
Höhenunterschied etwa 600 m
Einzugsgebiet 65 km²

Kleinstädte Grein
Gemeinden Bad Kreuzen, Dimbach, Pabneukirchen, St. Georgen am Walde, St. Nikola an der Donau, Waldhausen im Strudengau

Der Gießenbach ist ein in die Donau mündender Bach im Osten des Bezirks Perg im Strudengau mit einem Einzugsgebiet von 65 Quadratkilometern.

Verlauf

Der Gießenbach, im Oberlauf als Vogelsammühlbach bezeichnet, entspringt in St. Georgen am Walde im Ortsteil Ebenedt auf ungefähr 830 m ü. A. Der Bach fließt von Nord nach Süd durch mehrere Gemeinden, bildet oder überquert in seinem Verlauf mehrfach die Grenze zwischen Gemeindegebieten und mündet schließlich an der Grenze zwischen Grein und St. Nikola an der Donau auf Höhe der Donauinsel Wörth auf etwa 230 m ü. A. in die Donau.

Folgende Gemeinden werden vom Gießenbach berührt oder durchflossen: St. Georgen am Walde, Pabneukirchen, Dimbach, Waldhausen im Strudengau, Bad Kreuzen, Grein und St. Nikola an der Donau.

Natur

Das Gießenbachtal liegt in den oberösterreichischen Raumeinheiten Donauschlucht und Nebentäler und Aist-Naarn-Kuppenland.[1][2] In den Gießenbach beziehungsweise Vogelsammühlbach münden links der Haselböckbach, der Gassnerbach sowie der Blümelbach mit dem Leimlehnerbach und rechts der Sagmüllerbach mit dem Riedersdorfmühlbach.

Der Gießenbach durchfließt naturbelassene Feuchtwiesen sowie mehrere Schluchten, wobei die Stillensteinklamm die bekannteste davon ist. Eine besondere Rarität des Gießenbaches ist die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel.

Wirtschaft

Siebenbögiges Eisenbahnviadukt der Donauuferbahn über den Gießenbach am Eingang der Stillensteinklamm bei Grein

Am Gießenbach und seinen Zuflüssen waren einst achtzehn Mühlen in Betrieb (beispielsweise die Gießenbachmühle, die Aumühle, die Klausmühle, die Grasmühle, die Sagmühle, die Hagenmühle, die Riedersdorfmühle, die Vogelsammühle). In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bach für die Scheiterschwemme genutzt (siehe auch Hauptartikel Perger Schwemmplatz). Es bestehen mehrere Kleinkraftwerke.

Durch die Stillensteinklamm führt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Wanderweg, der mehrmals durch Hochwasserkatastrophen zerstört worden ist und seit 2010 Teil des Donausteigs ist. Der Eingang zur Stillensteinklamm an der Mündung des Gießenbachs liegt am Donauradweg.

Seit 1909 wird das Gießenbachtal am Ausgang der Stillensteinklamm an der Mündung des Gießenbaches in die Donau mittels eines sehr hohen siebenbögigen Viadukts von der Donauuferbahn überquert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Raumeinheit Donauschlucht und Nebentäler (PDF; 1,9 MB)
  2. Raumeinheit Aist-Naarn-Kuppenland (PDF; 1,1 MB)