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vom 29.11.2018, aktuelle Version,

Hinzenbach

Hinzenbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hinzenbach
Hinzenbach (Österreich)
Hinzenbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 14,58 km²
Koordinaten: 48° 18′ N, 14° 0′ O
Höhe: 270 m ü. A.
Einwohner: 1.999 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 137 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4070
Vorwahl: 07272
Gemeindekennziffer: 4 05 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Chr.-Zeller-Weg 1
4070 Hinzenbach
Website: www.hinzenbach.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Kreinecker (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
7
7
11  7  7 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Hinzenbach im Bezirk Eferding
AlkovenAschach an der DonauEferdingFrahamHaibach ob der DonauHartkirchenHinzenbachPrambachkirchenPuppingSt. Marienkirchen an der PolsenzSchartenStroheimOberösterreich Lage der Gemeinde Hinzenbach im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Hinzenbach ist eine Gemeinde mit 1999 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Geografie

Hinzenbach liegt auf 270 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km, von West nach Ost 7 km. Die Gesamtfläche beträgt 14,5 km². 9,7 % der Fläche sind bewaldet, 76,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung:

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 15 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Gstocket (50)
  • Gstöttenau (35)
  • Hinzenbach (385)
  • Kalköfen (100)
  • Limberg (145)
  • Oberrudling (92)
  • Polsenz (61)
  • Puchet (106)
  • Seebach (314)
  • Sperneck (79)
  • Stieglhöfen (72)
  • Unterleiten (98)
  • Unterrudling (26)
  • Wackersbach (165)
  • Wagrein (271)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hinzenbach, Oberrudling und Wackersbach.

Straßenbezeichnungen: Seebachweg, Anton-Glas-Straße, Chr.-Zeller-Weg, Im wilden Moos, Sommerweg, Karottenweg.


Nachbargemeinden:

Stroheim Pupping
Prambachkirchen Eferding
St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Fraham

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik

Bürgermeister ist seit April 2008 Wolfgang Kreinecker von der ÖVP.[2]

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.649 Einwohner, 2001 dann 1.980 Einwohner.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Erniedrigt geteilt; oben gespalten von Silber und Rot mit einer außen mit schwarzen Spitzen besteckten Scheibe in gewechselten Farben, unten in Grün eine silberne Wellenleiste.

Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Rot.

Der geteilte und halbgespaltene Schild ist das Wappen der Lichtenwinkler, Vasallen der Herren bzw. Grafen von Schaunberg, daher oben die Farben Weiß-Rot; Leutold I. von Lichtenwinkel erbaute in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts am Ostabhang des Kürnberges die Feste Lichtenwinkel. Die mit eisernen Spitzen versehene (Holz-)Kugel eines Kettenmorgensterns bezieht sich auf den oberösterreichischen Bauernkrieg 1626 und erinnert insbesondere an den Begräbnisplatz Stefan Fadingers und seines Schwagers Christoph Zeller im Seebacher Moos. Das Wellenband deutet auf den -bach-Ortsnamen nach dem zum Einzugsbereich des Aschach-Armes zählenden Hinzenbach (Sandbach), im Oberlauf "Aubach" genannt.

Sehenswürdigkeiten

Stefan-Fadinger-Grabmal im Seebacher Moos
  • Stefan-Fadinger-Grabmal im Seebacher Moos:

Die bei der Belagerung von Linz im Jahr 1626 tödlich verwundeten Bauernanführer Stefan Fadinger und Christoph Zeller wurden zunächst auf dem Eferdinger Friedhof bestattet. 1627 befahl der bayerische Statthalter Adam Graf Herberstorff, die Leichen zu exhumieren und an einer unwirtlichen Stelle im Moos nächst dem Dorf Seebach zu verscharren.

Sport

Skisprungschanze: Weltcup-Springen der Damen 2014

Seit den 1930er-Jahren gibt es in Hinzenbach Skisprungschanzen, die Aigner-Schanzen. 2006 wurde mit dem Bau einer Normalschanze begonnen, welcher im Herbst 2010 abgeschlossen werden konnte. Eröffnet wurde die Schanze, die nun offiziell Energie-AG-Skisprung-Arena heißt, mit den österreichischen Meisterschaften im Skispringen und der Nordischen Kombination. Am 1. Oktober 2011, am 27. September 2015 sowie am 1. Oktober 2016 fanden hier die vorletzten bzw. die letzten Springen des Sommer-Grand-Prix 2011, 2015 und 2016 statt. Seit 2012 finden ebenfalls in Hinzenbach Springen des Damen Skisprung-Weltcup statt.

Wirtschaft

  • Efko: Von überregionaler Bedeutung ist der Gemüseverarbeitungsbetrieb Efko (Eferdinger Konvserven), der seinen Unternehmenssitz in der Gemeinde Hinzenbach hat. Die Unternehmensgruppe mit insgesamt 532 Mitarbeitern verarbeitet an ihren Produktionsstätten in Österreich, Deutschland, Polen und Tschechien laut eigenen Angaben jährlich rund 100.000 Tonnen Obst und Gemüse und erwirtschaftet einen Umsatz 115 Millionen Euro (im Geschäftsjahr 2010).

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. orf.at: Hinzenbach hat neuen Bürgermeister Abgerufen am 14. Februar 2012.
  Commons: Hinzenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien