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vom 28.04.2017, aktuelle Version,

Hohe-Wand-Wiese

Hohe-Wand-Wiese
Skispaß auf der Hohe-Wand-Wiese
Skispaß auf der Hohe-Wand-Wiese
Ort Osterreich Wien
Berg Hohe Wand
Koordinaten 48° 13′ 50″ N, 16° 12′ 10″ O
Hohe Wand
Start 370 m
Ziel 260 m
Höhenunterschied 102 m
Streckenlänge 400 m
Höchstgefälle 25 %

Die Hohe-Wand-Wiese ist, neben der Dollwiese in Hietzing, eine der zwei Skipisten in Wien. Sie befindet sich im Gemeindebezirk Penzing, Stadtteil Vorderhainbach,[1] und verfügt über einen Schlepplift, einen Babyschlepplift (Förderband), eine Beschneiungsanlage und eine Flutlichtbeleuchtung. Mit ihrem maximalen Gefälle von 25 % ist sie als blaue Piste einzustufen.

Auf der Hohe-Wand-Wiese wurde 1967 der erste Parallelslalom in der Geschichte des Skisports ausgetragen.[2] 1986 gastierte hier für ein Rennen der Alpine Skiweltcup.[2]

Geschichte

Schon bevor der Schilauf zum Volkssport wurde, war die Hohe Wand wegen der herrlichen Weitsicht ein beliebtes Ausflugsziel. In einem Wanderführer aus dem Biedermeier, dem Werk Wien’s Umgebungen auf zwanzig Stunden im Umkreise von Adolf Schmidl aus dem Jahre 1835, wird eine Wanderung dorthin beschrieben:

Dieser Weg [über Hainbach] führt denn auch auf die hohe Wand. […]
Man tritt aus dem Walde auf den Rand der schönen, sogenannten Bäckerwiese heraus, die sich in ein üppig grünes Thal hinabsenkt. Ringsum dunkle Waldberge, aus denen einzelne frische Matten hervorblicken – von Wien ist keine Spur zu erblicken – über die vorliegende Höhe hinaus sieht man die große Donaubrücke, die Ebene des Marchfeldes, und in weiter Ferne den Hainburger Berg, den Thebener Kogel und die Anfänge der kleinen Karpathen. Wendet man sich aber rechts, welch' ein Blick! Die Waldberge bilden hier einen tiefen Sattel und über diesen erblickt man, wie in einem natürlichen Rahmen, die österreichisch-steirischen Alpen! [3]

Die Hohe-Wand-Wiese als Schiwiese wurde am 1. März 1966 unter Bürgermeister Bruno Marek eröffnet.[4]

Dem Parallelslalom vom 21. Februar 1967[5] folgten drei weitere solche Bewerbe, am 30. Jänner 1968,[6] am 27. Jänner 1969[7] und am 6. Jänner 1986. Letzterer wurde im Rahmen des FIS-Skiweltcups ausgetragen und war gleichzeitig auch der erste Flutlichtslalom.[2] Im Finale setzte sich vor 10.000 Zuschauern der Italiener Ivano Edalini gegen den Deutschen Markus Wasmeier durch.[8]

Der für die Pistenpräparierung nötige Schnee wurde sowohl vor Ort mittels einer Schneekanone hergestellt, als auch im Arsenal im Österreichischen Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal (nunmehr Arsenal Research) in der Klimakammer erzeugt und per LKW antransportiert.

Seit 2006 gibt es auf der Hohe-Wand-Wiese eine Sommerrodelbahn.[9]

Seit der Saison 2016/17 bleibt der Schlepplift im Winter geschlossen. Statt dessen ist ein 40 Meter langer "Zauberteppich" im Einsatz. Im Unteren Berich sind auch Dryslope Rutschmatten ausgelegt, die auch ohne Schnee ein Skifahren ermöglichen. Sofern die Witterungsbedingungen es zulassen, kann dieser Bereich auch zusätzlich beschneit werden. Laut dem neuen Pächter ist wegen der Klimaerwärmung eine Nutzung des gesamten Hangs im Winter wirtschaftlich nicht mehr zielführend.[10][11]

Erreichbarkeit

Einzelnachweise

  1. Wien. Gemeindebezirke, Katastralgemeinden, Ortschaften und Siedlungsnamen. (…) Ortschaften und Siedlungsnamen. In: Österreichischer Amtskalender online. Verlag Österreich GmbH, Wien 2002–.
  2. 1 2 3 Weltcup Parallelslaloms in Wien – Historische Sportveranstaltungen in Wien. In: wien.gv.at. o.J., abgerufen am 17. Juli 2010.
  3. Adolf Schmidl: Wien's Umgebungen auf zwanzig Stunden im Umkreise. Nach eigenen Wanderungen geschildert von Adolf Schmidl. Gedruckt und im Verlage bei Carl Gerold, Wien 1835, S. 281-282.
  4. Wiens Schneekanonen in Stellung. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 2. März 1966, S. 6.
  5. Bachleda und Schillinger vorn. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 22. Februar 1967, S. 10.
  6. K.-o.-Slalom: Russel besiegt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 31. Jänner 1968, S. 12.
  7. Der Höhepunkt war Huber gegen Matt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Jänner 1969, S. 12.
  8. Alfred Nimmerrichter: Hochspannung in Mauerbach. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 7. Jänner 1986, S. 11.
  9. Rodelbahn Hohe Wand Wiese
  10. https://www.wien.gv.at/rk/msg/2016/12/01002.html
  11. heute.at: Hohe Wand Wiese startet ohne Schlepplift in Saison
  Commons: Hohe-Wand-Wiese  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien