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vom 22.06.2017, aktuelle Version,

Kammern im Liesingtal

Kammern im Liesingtal
Wappen von Kammern im Liesingtal
Kammern im Liesingtal (Österreich)
Kammern im Liesingtal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leoben
Kfz-Kennzeichen: LN
Fläche: 58,69 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 14° 54′ O
Höhe: 664 m ü. A.
Einwohner: 1.618 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 8772, 8773, 8792, 8793
Vorwahl: 03844
Gemeindekennziffer: 6 11 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 56
8773 Kammern im Liesingtal
Website: www.kammern-liesingtal.at
Politik
Bürgermeister: Karl Dobnigg (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
5
1
9  5  1 
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Kammern im Liesingtal im Bezirk Leoben
Eisenerz Kalwang Kammern im Liesingtal Kraubath an der Mur Leoben Mautern in Steiermark Niklasdorf Proleb Radmer Sankt Michael in Obersteiermark Sankt Peter-Freienstein Sankt Stefan ob Leoben Traboch Trofaiach Vordernberg Wald am Schoberpaß Steiermark Lage der Gemeinde Kammern im Liesingtal im Bezirk Leoben (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kammern im Liesingtal ist eine Marktgemeinde mit 1618 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Leoben und Gerichtsbezirk Leoben des österreichischen Bundeslands Steiermark.

Geografie

Kammern im Liesingtal liegt im Liesingtal im Nordosten der Steiermark, inmitten der Obersteiermark

Gemeindegliederung

Katastralgemeinden sind (Fläche 2015):

  • Dirnsdorf (1.877,54 ha)
  • Kammern (751,91 ha)
  • Leims (1.606,60 ha)
  • Mötschendorf (907,72 ha)
  • Pfaffendorf (724,56 ha)

Ortschaften (Einwohner 1. Jänner 2016[1]) sind:

  • Dirnsdorf (77)
  • Glarsdorf (72)
  • Kammern im Liesingtal (Hauptort, 905)
  • Leims (11)
  • Liesing (68)
  • Mötschendorf (49)
  • Mochl (83)
  • Pfaffendorf (48)
  • Seiz (264)
  • Sparsbach (28)
  • Wolfgruben (18)

Nachbargemeinden

Mautern in Steiermark St. Peter-Freienstein

Kraubath an der Mur

Gewässer

Der Hauptfluss in der Gemeinde ist die Liesing. Zahlreiche kleine Bäche fließen der Liesing zu, einige davon führen nur nach stärkeren Regenfällen Wasser, andere wiederum sind in der Natur gar nicht mehr wahrnehmbar, stehen aber sehr wohl noch im Gewässerverzeichnis des Landes Steiermark.

Von Süden fließen zur Liesing:

  • Obersbach
  • Fadelbach mit dem Klockgrabenbach und dem Hüttengrabenbach
  • Leimsbach mit dem Modlhansbach und dem Hennerbach
  • Kammersbach
  • Steineckbach mit dem Klammbach
  • Mötschendorf-Brunngrabenbach

Zuflüsse der Liesing von Norden:

  • Schlossgrabenbach
  • Schwarzenbach
  • Seizerbach mit dem Dirnsdorferbach, dem Damischbach sowie dem Ploderbach, der seinerseits schon den Kaisertalbach und den Bechelbach aufgenommen hat
  • Sparsbach
  • Wolfskreuzgrabenbach
  • Feitscherhofbach

Der östliche Tannkogelbach und der Trabocherseegraben fließen direkt in den Trabochersee, von dem Teile des Ufers zur Gemeinde Kammern gehören. Der Mochlerbach fließt durch die Ortschaft Gai zum Veitscherbach, der dann in den Trabochersee mündet.

Ausdehnung, höchster und tiefster Punkt

Die Gemeinde Kammern erstreckt sich von 14° 51' 21" östlicher Länge (Roßriedel am Ende des Fadelgrabens) bis 14° 59' 47" (nordöstlich des Trabocher Sees) und von 47° 20' 55" nördlicher Breite (Hennerkogel am Südende des Leimsgrabens) bis 47° 26' 55" (Gößeck).

Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist das Gößeck mit 2214 m ü. A., als höchste Erhebung des Reiting-Massivs. Weitere Erhebungen in diesem Bergmassiv sind: Klauen (1849 m ü. A.), Kahlwandspitze (2090 m ü. A.) und Grieskogel (2148 m ü. A.).

Im Süden liegt am Ende des Fadelgrabens der Klockkogel (1576 m ü. A.), im Leimsgraben liegen Hennerkogel (1533 m ü. A.), Hammerschlag (1413 m ü. A.), Leimssattel (1216 m ü. A.) und Steineck (1297 m ü. A.).

Der Reiterer Kogel, die Erhebung mitten im Tal bei Seiz, hat eine Höhe von 953 m ü. A. Zwischen dem Reitererkogel und dem Tannkogel (922 m ü. A.) liegt das Wolfskreuz auf 865 m ü. A.

Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt östlich von Mötschendorf (629 m ü. A.) auf 622 m ü. A. beim Übertritt der Liesing in die Gemeinde Traboch.

Geschichte

Die Burgruinen Kammerstein (Unter-Kammern) und Ehrenfels (Ober-Kammern), welche von Adeligen mit weit reichenden Verbindungen (bis als Schwiegersohn Kaiser Maximilians I., Siegmund von Dietrichstein) besessen wurden, belegen, dass die Herrschaft Kammern im Mittelalter teilweise überregionale Bedeutung hatte.

Am Reiterer Kogel dürfte – durch Bodenuntersuchungen nachgewiesen – eine Befestigung gestanden sein, die ursprüngliche Burg der Massenberger (?). Auch der Riedname Massenberg (Maser) südlich von Glarsdorf weist auf dieses Geschlecht hin.

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 war die Gemeinde Teil des Reichsgaus Steiermark, 1945 bis 1955 gehörte sie zur britischen Besatzungszone in Österreich. Im Jahr 2010 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.

Politik

Gemeindevertretung

9
5
1
9  5  1 
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderatswahl 2015
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,66  %
(+1,10 %p)
32,65  %
(-5,75 %p)
10,69  %
(+4,64 %p)
2010



2015



Bürgermeister ist der ehemalige Nationalratsabgeordnete Karl Dobnigg. Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2015 wie folgt zusammen:

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1967.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In Grün über einem silbernen Wellenbalken zwei mit Zinnen bewehrte silberne Türme.“ [2]

Die beiden Türme symbolisieren die Burgen Ehrenfels und Kammerstein, die hochgelegen am Nordhang des breiten grünen Tales stehen, das die Liesing durchfließt.

Regionalpolitik

Kleinregion

Seit dem 27. Juni 2011 gehört die Gemeinde Kammern zur Kleinregion Liesingtal, welche an diesem Tag, gemeinsam mit den Gemeinden Kalwang, Mautern in Steiermark und Wald am Schoberpass, gegründet wurde.[3]

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet weiters gemeinsam mit Kalwang, Gaishorn am See, Mautern in Steiermark und Wald am Schoberpass den TourismusverbandPalten-Liesing Erlebnistäler“. Dessen Sitz ist in Mautern.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Südostansicht der spätgotischen Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
Südostansicht der Ulrichskirche in Seiz
  • Burg Ehrenfels
  • Burgruine Kammerstein
  • Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
  • Ulrichskirche, in der Ortschaft Seiz
  • Privatmuseum Dr. Rüdiger Böckel, ein bäuerliches Gerätemuseum
  • Museumshof Kammern
  • Marterlweg

Verkehr

Die Bahnhofhaltestelle Kammern liegt an einer Teilstrecke der Rudolfsbahn und an der Schoberpassstraße B 113.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1968: Josef Krainer (1903-1971), Landeshauptmann
  • 1979: Friedrich Niederl (1920–2012), Landeshauptmann
  • 1988: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann
  • Herbert Kühberger († 2009), Bürgermeister von Kammern im Liesingtal 1968–1989

Söhne und Töchter der Gemeinde

  Commons: Kammern im Liesingtal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2016 nach Ortschaften
  2. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 18, 1968, S. 135
  3. Bericht über die Kleinregionsgründung, leobennews.at, abgerufen am 24. August 2011
  4. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 314. ZDB-ID 1291268-2 S. 628.