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vom 16.05.2017, aktuelle Version,

Karl Röck

Karl Röck (Pseudonym: Guido Höld) (* 20. März 1883 in Imst; † 9. Juni 1954 in Innsbruck) war ein österreichischer Schriftsteller.

Röck wirkte 1913 bis 1926 als Magistratsbeamter in Innsbruck. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift Brenner und gehörte zum engsten Kreis der Freunde von Georg Trakl, nach dessen Tod er mit der Gesamtausgabe von Trakls Dichtungen (1917) beauftragt wurde. Er wurde damit der erste Herausgeber von Trakls Werk. Röcks Ausgabe hat die Rezeption von Trakls Werk bis zum Erscheinen der historisch-kritischen Trakl-Ausgabe von Walther Killy und Hans Szklenar bestimmt. Noch Martin Heidegger und Paul Celan haben Trakls Werk in der Röck’schen Ausgabe gelesen.

Röcks Tagebuch (1891–1946) gilt als wertvolle Quelle für das Tiroler Geistes- und Kulturleben.

Werke

  • Über die Anordnung der Gesamtausgabe von Trakls Dichtungen. In: Erinnerung an Georg Trakl. Zeugnisse und Briefe. Innsbruck 1926, 3. erw. Aufl. Otto Müller Verlag, Salzburg 1966, S. 225-249
  • —, Christine Kofler (Hrsg.): Tagebuch (1891–1946). Drei Bände. Otto-Müller-Verlag, Salzburg 1976. (Zugleich: Christine Kofler: Karl Röck: Tagebuch 1891–1946. Dissertation. Universität Innsbruck, Innsbruck 1976, ÖNB). – Online: Band 1 (PDF; 18 MB), Band 2 (PDF; 14,5 MB), Band 3 (PDF; 13 MB).

Literatur

  • Gertrud Pfaundler-Spat: Tirol-Lexikon. Ein Nachschlagewerk über Menschen und Orte des Bundeslandes Tirol. Vollständig überarbeitete und ergänzte Neuauflage. Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2005, ISBN 3-7065-4210-2.
  • Sieglinde Klettenhammer (Hrsg.), Erika Wimmer-Webhofer: Aufbruch in die Moderne. Die Zeitschrift „Der Brenner“ 1910–1915. Haymon, Innsbruck 1990, ISBN 3-85218-041-4.