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vom 08.06.2017, aktuelle Version,

Liste der österreichischen Gesandten bei den Hansestädten

Dies ist eine Liste der Gesandten des Heiligen Römischen Reichs (HRR) in der Zeit der Habsburgermonarchie in Hamburg (1648 bis 1918). Kaiserliche Gesandte der "Habsburger" gab es in den Hansestädten bereits von 1648, jedoch damals ohne die diplomatische Akkreditierung wie nach dem Westfälischen Frieden.

Hamburg war ab 1510 Freie Reichsstadt, 1806 durch Frankreich besetzt, 1811 bis 1814 als Teil des Französischen Kaiserreichs annektiert, ab 1815 Freie Stadt im Deutschen Bund und ab 1871 Bundesstaat im Deutschen Reich. Die Habsburgische Gesandtschaft blieb mit Hamburgs Mitgliedschaft im Norddeutschen Bund (ab 1867) unbesetzt und wurde 1893 aufgelöst, als die Habsburger bereits das Kaiserreich Österreich-Ungarn führten.

Gesandte

Habsburgermonarchie Habsburgische Gesandte (bis 1804)
Bremen Bremen Hamburg Hamburg Lübeck Lübeck
1648: Aufnahme diplomatischer Beziehungen[1][2] 1648: Aufnahme diplomatischer Beziehungen[1][2] 1648: Aufnahme diplomatischer Beziehungen
  • 1636−1640: Bernhard von Kügelgen
  • 1641–1665: Johann Behr von Lahr
  • 1665–16??: Georg Heinrich Behr von Lahr
  • 1676–: Theobald von Kurtzrock

...

  • 1637–16??: Michael von Mentzel

...

  • 1671–1678: Georg Theodor Dieterich von Rondeck[3]
  • 1678–1685: Johann Dietrich von Rondeck

...

  • 19.10.1710–29.12.1735: Max von Kurtzrock-Wellingsbüttel
  • 29.12.1735–19.03.1746: Theobald von Kurtzrock-Wellingsbüttel
  • 01.04.1746–08.04.1775: Karl von Raab
  • 18.05.1775–17.09.1794: Anton Binder von Krieglstein
  • 17.09.1794–20.02.1796: Christian von Hoefer (Gt)
  • 20.02.1796–05.06.1801: Johann Rudolf von Buol-Schauenstein
  • 05.06.1801–11.08.1804: Christian von Hoefer
1666–1678: Unterbrechung der Beziehungen
1706: Schließung der Gesandtschaft

Ab 1706: Resident in Hamburg

Osterreich Kaisertum k.k. Österreichische Gesandte
  • 11.08.1804–10.02.1810: Theobald Vrints von Treuenfeld
  • 11.08.1804–10.12.1810: Christian von Hoefer
1810–1814: Unterbrechung der Beziehungen infolge der französischen Annexion der Hansestädte

Ab 1814: Resident in Hamburg[2]

Ferdinand von Mensshengen

Neben Bremen und Lübeck auch akkreditiert in Mecklenburg-Schwerin

  • 30.05.1814–08.11.1819: Christian von Hoefer
  • 08.11.1819–27.04.1836: Karl Binder von Krieglstein
  • 14.08.1836–14.01.1839: Friedrich Kreß von Kressenstein
  • 14.01.1839–23.08.1840: Sisinio de Pretis von Cagnodo (Gt)
  • 23.08.1840−07.05.1846: Maximilian von Kaisersfeld
  • 07.05.1846–31.03.1848: Sisinio de Pretis von Cagnodo (Gt)
  • 31.03.1848–05.09.1853: Franz von Lützow
  • 05.09.1853–10.07.1856: Ferdinand von Mensshengen
  • 10.07.1856–07.11.1860: Heinrich von Testa
  • 07.11.1860–12.10.1863: Gustav von Blome
  • 12.10.1863–21.12.1867: Carl Ramon Soter von Lederer
Osterreich-Ungarn k.u.k. Österreichisch-ungarische Gesandte
Carl von Lederer wurde 1868 Botschafter in den Vereinigten Staaten
1918: Auflösung der Gesandtschaft[2]

Siehe auch

Literatur

  • Konrad Reichard: Die maritime Politik der Habsburger im siebzehnten Jahrhundert. Hertz, Berlin 1867 (online).
  • Isabelle Pantel: Die hamburgische Neutralität im Siebenjährigen Krieg. LIT Verlag, Münster 2011, S. 268 (online).

Einzelnachweise

  1. 1 2 Erwin Matsch: Der Auswärtige Dienst von Österreich(-Ungarn) 1720-1920. Böhlau Verlag, Wien 1986, S. 131 f. (online).
  2. 1 2 3 4 Tobias C. Bringmann: Handbuch der Diplomatie, 1815-1963: Auswärtige Missionschefs in Deutschland und Deutsche Missionschefs im Ausland von Metternich bis Adenauer. Walter de Gruyter, Berlin 2001, S. 289, 293, 296.
  3. Hans Schröder: Lexikon der hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart, Band 2, Dassovius- Günther, Hamburg, 1854, S. 43, Nr. 782
  4. Fehling: Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1925, Nr. 784