unbekannter Gast
vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dellach (Gailtal)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dellach enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Dellach im Gailtal.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
BW Datei hochladen Burgruine Goldenstein
ObjektID: 21389

seit 2013

in Goldberg
Standort
KG: Dellach
Die im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnte Burg wurde 1459 von den Görzern zerstört und daraufhin von den Habsburgern wiederaufgebaut. Der Verfall begann im 16. Jahrhundert. Auf steilen Felsen sind noch der untere Teil des Bergfrieds sowie Mauerreste der Burgbrücke, des Palas und der Wehrmauer erhalten.[2]

Datei hochladen
Kapelle Maria Hilf
ObjektID: 20539
Goldberg .55, OG
Standort
KG: Dellach
Die dreiachsige barocke Kapelle mit 3/8-Schluss und Dachreiter wurde 1740 urkundlich erwähnt. Sie beinhaltet einen spätbarocken Altar und Bestühle aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert.[3]

Datei hochladen
Höhensiedlung Gurina
ObjektID: 20551
Obergurina
Standort
KG: Dellach
Hier befand sich in der Hallstattzeit auf einer Kuppe ein großer Opferplatz. Später entstand hier eine große keltische Siedlung, um die man im 1. Jh. v. Chr. eine Befestigungsanlage schuf. Aus dieser Zeit wurden hier die ältesten Schriftzeugnisse auf österreichischem Gebiet gefunden. Um die Zeitenwende errichteten die Römer hier eine Stadt mit Befestigungsmauer, gallo-römischem Tempel und einem Verwaltungsgebäude von etwa 40 x 25 Meter Fläche. Die Blütezeit der römischen Siedlung endete noch vor der Mitte des 1. Jh. n. Chr. Ausgrabungen fanden 1884 bis 1887, in den 1990er Jahren und von 2004 bis 2008 statt.[4]
Hauptartikel: Gurina

Datei hochladen
Kapelle Unsere Liebe Frau
ObjektID: 20540
in Leifling
Standort
KG: Dellach
Die 1832 errichtete kleine Kapelle mit 5/8-Schluss und westlichen hölzernen Dachreiter birgt im Inneren einen kleinen barocken Altar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1987 wurde der Bau restauriert.[5]

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Daniel
ObjektID: 20542
Sankt Daniel
Standort
KG: Dellach
Die spätgotische Kirche wurde im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts errichtet, anstelle eines wesentlich älteren Vorgängerbaus, auf den vielleicht noch der Kern des massigen Turms zurückgeht. Die Schlusssteine des netzrippengewölbten vierjochigen Langhauses sind bemalt. Die Einrichtung ist teils im Stil der Neorenaissance (Hochaltar), teils neugotisch (Seitenaltäre und Kanzel, Schutzengelgruppe); eine Kreuzigungsgruppe und die Betstühle sind spätbarock.[6]

Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Helena
ObjektID: 20543
in Wieserberg
Standort
KG: Dellach
Die etwa 10 Meter lange und 7 Meter breite romanische Kirche wurde um 1300 als Saalbau mit rund geschlossenem Triumphbogen und halbkreisförmiger Apsis errichtet.[7] Bedeutend sind die spätromanischen Fresken im Innenraum der Kirche, auf denen unter anderem Majestas Domini, der Prophet Zacharias sowie die Könige David und Salomon dargestellt sind.[8]
Hauptartikel: Filialkirche Wieserberg
BW Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 20545
in Wieserberg
Standort
KG: Dellach
Am Fuß des Kirchenbergs steht ein schlichter Bildstock mit kleinem nachbarocken Altar und einer geschnitzten Pieta.[9] 2015 wurde das Schindeldach erneuert.[10]
BW Datei hochladen Befestigte Höhensiedlung St. Helena
ObjektID: 20546
Wieserberg
Standort
KG: Dellach
Am Kirchhügel befindet sich ein vierstufiges Wallsystem. Nach Ausgrabungen in den Jahren 2001 und 2002 geht man von spätkeltischer Besiedlung des Hügels aus, aus jener Zeit vermutet man auch die Entstehung des ersten Walls. Erneuerungen und Erweiterungen des Wallsystems wurden in der Spätantike sowie im Hochmittelalter vorgenommen.[11]
BW Datei hochladen Mauerspeicher bei Wieser
ObjektID: 20544

seit 2017

Wieserberg 1, bei
Standort
KG: Dellach
BW Datei hochladen Harpfe
ObjektID: 129255

seit 2017

Wieserberg 1, bei
Standort
KG: Dellach

Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Nikolaus
ObjektID: 21390

Standort
KG: Dellach
Die einfache Kirche, mit einschiffigem vierjochigen Langhaus und Chor mit 3/8-Schluss, wurde auf älterem Kern in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Der Hauptaltar wurde historisierend aus verschiedenen, aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Teilen zusammengesetzt; außerdem enthält die Kirche zwei barocke Seitenaltäre.[12]

Datei hochladen
Bildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 20538

Standort
KG: Dellach
Der erst 1995 (nach Vorbild eines Jahrzehnte zuvor wegen Straßenbau geschleiften Bildstocks) errichtete Laubenbildstock birgt eine barocke Schnitzfigur Hl. Johannes Nepomuk.[13][14]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Dellach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 7. Juni 2017.
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 214.
  3. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 214.
  4. Peter Gamper: Archäologische Grabungen auf der Gurina. Ergebnisse der Grabungskampagnen 2004 bis 2008. 2009.
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 454.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 718–719.
  7. Thomas Steppan, Die spätromanischen Wandmalereien von St. Helena am Wieserberg (Großer Kunstführer Schnell und Steiner, Band 243, Seite 10. Regensburg, 2009)
  8. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1068–1069.
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1069.
  10. Neues Dach für das Stöckl nahe St. Helena. auf www.dellach.at.
  11. Renate Jernaj: Die Wallanlage St. Helena bei Dellach im Gailtal, Kärnten. in: Arheološki vestnik 55, 2004. S. 481–508.
  12. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 75.
  13. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 75.
  14. Nepomuk Kapelle, auf www.kleindenkmaeler.at
  15. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.