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vom 11.04.2022, aktuelle Version,

Manfred Schmid (Rennrodler)

Manfred Schmid
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 6. Juni 1944
Geburtsort Liezen, NS-Staat Deutsches Reich
Größe 180 cm
Gewicht 87 kg
Karriere
Verein WSV Liezen
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 1 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 1968 Grenoble Einzel
Silber 1968 Grenoble Doppel
 Rennrodel-Weltmeisterschaften
Silber 1967 Hammarstrand Doppel
Gold 1969 Königssee Doppel
Silber 1969 Königssee Einzel
Silber 1971 Olang Doppel
Silber 1975 Hammarstrand Einzel
 Rennrodel-Europameisterschaften
Silber 1974 Imst Einzel
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 1 0 0
 

Manfred Schmid (* 6. Juni 1944 in Liezen, Steiermark) ist ein österreichischer Olympiasieger im Rennrodeln.

Werdegang

Der gelernte Maschinenschlosser begann seine internationale Karriere als 12-Jähriger 1957, als er bei einem Rodelrennen in Rottenmann in Anwesenheit erfolgreicher Landsleute erstmals die Bestzeit erreichte. Bei der Junioren-Europameisterschaft 1960 gewann er mit seinem Partner Anton Feldhammer, zwei Jahre später wiederholte er den Titel gemeinsam mit seinem Partner Manfred Rohrer. Zwei Jahre später startete Schmid bei seinen ersten Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck und erreichte im Einsitzer nach vier Läufen den neunten Rang.

Bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1967 in Hammarstrand gewann Schmid mit seinem Partner Ewald Walch die Silbermedaille im Zweisitzer hinter dem Team aus der DDR Klaus-Michael Bonsack und Thomas Köhler. Im gleichen Jahr gewann er zudem das Rennen im Doppelsitzer beim Großen Preis von Österreich. Nachdem er im Folgejahr 1968 im Doppelsitzer Österreichischer Staatsmeister wurde und mit Walch auch den Sieg beim Großen Preis von Österreich errang, gewann er bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble die Goldmedaille im Einsitzer und die Silbermedaille im Doppelsitzer.

Schmid kam als Amateur zu den Spielen und nahm sich unbezahlten Urlaub, um daran teilnehmen zu können. Trotz wechselnder Wetterverhältnisse und sehr hoher Lufttemperaturen fand er sich auf der Bahn von Villard-de-Lans gut zurecht und war in den Trainingsläufen immer unter den Besten platziert.

Am Tag vor dem Wettbewerb im Einsitzer erfuhr Manfred Schmid vom Tod seines Vaters. Trotzdem ging er am nächsten Morgen an den Start und fuhr im ersten Lauf eine überragende Bestzeit, die die Grundlage für den späteren Olympiasieg war. Er gewann die Goldmedaille vor den beiden ostdeutschen Rennrodlern Thomas Köhler und Klaus-Michael Bonsack. Seine Goldmedaille blieb 50 Jahre lang die einzige eines Österreichers im Einsitzer – erst in Pyeongchang 2018 konnte David Gleirscher diese Durststrecke beenden.[1]

Gemeinsam mit seinem Partner Ewald Walch aus Tirol gewann er am Schlusstag der Olympischen Winterspiele noch die Silbermedaille im Doppelsitzer hinter Thomas Köhler und Klaus-Michael Bonsack, die Schmid und Walch ja bereits bei den Weltmeisterschaften 1967 knapp schlagen konnten. Nach den Spielen erhielt er für seine Erfolge den Ehrenring der Stadt Liezen.

Bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1969 auf der Kombinierten Kunsteisbahn am Königssee errang Schmid mit Walch seinen ersten Weltmeistertitel im Doppelsitzer und gewann zudem Silber im Einsitzer. Noch im gleichen Jahr feierte Schmid zudem einen ersten und einen zweiten Platz im Einsitzer und zwei Siege im Doppelsitzer mit Partner Feistmantl in Lake Placid. Bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1971 in Olang wurde Schmid Siebenter im Einsitzer und gewann im Doppel erneut Silber. Ein Jahr später bei den Rennrodel-Europameisterschaften 1972 in Königssee wurde er Fünfter im Einsitzer sowie Fünfter im Doppelsitzer mit Partner Walch.

Bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo fuhr Schmid im Einsitzer und im Zweisitzer auf den siebenten Rang. Bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1973 in Oberhof wurde Schmid Siebenter im Doppelsitzer mit Reinhold Sulzbacher. Knapp zwölf Monate später bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1974 am Königssee erreichte er Rang acht im Einsitzer und Rang neun im Doppelsitzer. Bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 1975 errang er Silber im Einsitzer. Im Doppelsitzer startete er nicht. Zuvor hatte er zudem die Silbermedaille im Einsitzer bei den Rennrodel-Europameisterschaften 1974 errungen. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck kam er über den fünften Rang nicht hinaus.

Beim neu geschaffenen Rennrodel-Weltcup 1977/78 wurde Schmid am Ende der Saison nach guten Leistungen Dritter in der Einsitzer-Gesamtwertung, punktgleich mit dem Deutschen Gerhard Böhmer. Zuvor hatte er bei den Rennrodel-Europameisterschaften 1978 als Vierter die Medaillenränge nur knapp verpasst.

Schmid erhielt 1996 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Erfolge

Olympische Winterspiele

Rennrodel-Weltmeisterschaften

Rennrodel-Europameisterschaften

Auszeichnungen (Auszug)

Einzelnachweise

  1. Rodler David Gleirscher rast sensationell zu Gold. Der Standard, 11. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

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Zeichnung einer Bronzemedaille, basierend auf Olympic rings.svg . Eigenes Werk, basierend auf: Olympic rings.svg B1mbo
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Flagge Österreichs mit dem Rot in den österreichischen Staatsfarben, das offiziell beim österreichischen Bundesheer in der Charakteristik „Pantone 032 C“ angeordnet war ( seit Mai 2018 angeordnet in der Charakteristik „Pantone 186 C“ ). Dekorationen, Insignien und Hoheitszeichen in Verbindung mit / in conjunction with Grundsätzliche Bestimmungen über Verwendung des Hoheitszeichens sowie über die Fahnenordnung des Österreichischen Bundesheeres. Erlass vom 14. Mai 2018, GZ S93592/3-MFW/2018 . Bundesministerium für Landesverteidigung
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Die Staatsflagge der Deutschen Demokratischen Republik , vom 1. Oktober 1959 bis 3. Oktober 1990 Eigenes Werk Gesetz zur Änderung des Gesetzes über das Staatswappen und die Staatsflagge der Deutschen Demokratischen Republik. Vom 1. Oktober 1959 Verordnung über Flaggen, Fahnen und Dienstwimpel der Deutschen Demokratischen Republik. — Flaggenverordnung — Vom 3. Januar 1973 Verordnung über Flaggen, Fahnen und Dienstwimpel der Deutschen Demokratischen Republik. — Flaggenverordnung — Vom 12. Juli 1979 Flaggenentwurf: unbekannt diese Datei: Jwnabd
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Flagge Deutschlands , Bundesflagge der Bundesrepublik Deutschland (→ Commons-Seite ), 1949–1959 auch Staatsflagge der Deutschen Demokratischen Republik Eigenes Werk User:SKopp , User:Madden , and other users
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National- und Handelsflagge des Deutschen Reiches von 1933 bis 1935. Eigenes Werk SeNeKa @ commons (+ Alkari , Illegitimate Barrister , GeMet ) R-41 @ ENWP
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Flag of Italy from 1946 to 2003, when exact colors were specified. Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet: Flag of Italy (1946–2003).png Verwendete Farben: Grün gerendert als RGB 00 0 122 0 94 Weiß gerendert als RGB 255 255 255 Rot gerendert als RGB 206 0 17 0 38 Republica Italiana
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Flag of Italy from 2003 to 2006 en.wiki Zscout370 Datei:Flag of Italy (2003–2006).svg
Die Olympiaflagge der gesamtdeutschen Mannschaft von 1960 und 1964, sowie beider deutschen Mannschaften 1968. Karl-Heinz Hesmer: Flaggen Wappen Daten. Die Staaten der Erde von A-Z. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh·Berlin·München·Wien 1975, ISBN 3-570-01591-2 , S. 57. Flaggenentwurf: unbekannt diese Datei: Jwnabd
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