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vom 15.04.2018, aktuelle Version,

Margaretha Lupac Stiftung

Die Margaretha Lupac Stiftung ist eine Stiftung des Österreichischen Parlaments.

Die Stiftung dient einerseits der Auszeichnung von hervorragenden Verdiensten um den Parlamentarismus und der Demokratie in Österreich. Außerdem können aus dieser Stiftung auch Forschungsaufgaben und Tagungen, die sich mit dem Parlamentarismus beschäftigen unterstützt werden. Aber auch Künstler können unterstützt werden.

Im Stiftungskuratorium sitzen die drei Nationalratspräsidenten, der Bundesratspräsident, sowie weitere aktive oder ehemalige Nationalratsabgeordnete.

Stifterin

Die Stifterin war Margaretha Lupac, die am 28. April 1910 in Wien geboren ist. Sie starb kinderlos am 17. Februar 1999 und vermachte ihr gesamtes Vermögen im Wert von 1,5 Millionen Euro der Republik für Zwecke des Parlaments.

Margaretha Lupac war im Zweiten Weltkrieg Rot-Kreuzhelferin. Sie war damit auch beschäftigt, Angehörige der Wehrmacht aus dem damals besetzten Österreich aus Prag und Brünn in ihre Heimat zurückzuholen, um ihnen die Möglichkeit zu geben in kriegswichtigen Betrieben zu arbeiten.

Die Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, aber auch das soziale Elend, die Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Not in der 1. Republik haben aus Margaretha Lupac eine außergewöhnliche Patriotin gemacht. Sie sah den Aufruf Leopold Figls, wo er unter anderem in der Weihnachtsansprache sagte: ...Ich kann Euch nur bitten, glaubt an dieses Österreich!, als ihr Lebensmotto.

Sie selbst urteilte über Österreich später:

„Österreich ist immer der Zeigefinger der Welt gewesen, der Zeiger der Weltuhr.“

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Die Parlamentswoche von 6. bis 12. November 2017: Verleihung des Lupac-Wissenschaftspreises. OTS-Meldung vom 3. November 2017, abgerufen am 3. November 2017.