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vom 12.10.2017, aktuelle Version,

OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom

OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2006
Sitz Osterreich  Österreich, Wien
Leitung Magnus Brunner

Horst Brandlmaier[1]

Umsatz 647 Mio. EUR (2012)[2]
Branche Energie
Website www.oem-ag.at

In Österreich wurde 2006 die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (auch Ökostromabwicklungsstelle) eingerichtet. Die Übertragung der Abwicklungsverantwortung erfolgte mit 1. Oktober 2006.[3] Die OeMAG ist auch Bilanzgruppenverantwortlicher (BGV) für die Öko-Bilanzgruppe. Als BGV ist die OeMAG für die Prognose und das Fahrplanmanagement sowie auch das Ausgleichsenergiemanagement zuständig. Die OeMAG hat die Verpflichtung, die von anerkannten Ökostromanlagen in das öffentliche Netz eingespeisten Ökostrommengen gem. der §§ 12ff Ökostromgesetz 2012 (ÖSG 2012)[4] und den geltenden Marktregeln abzunehmen und zu vergüten. Die gelieferten Strommengen werden an die auf österreichischem Bundesgebiet tätigen Stromhändler weitergeliefert. Die Weiterlieferung und Verrechnung erfolgt nach Maßgabe der an Endkunden abgegebenen Mengen an elektrischer Energie (Quotenregelung). Für die Abnahme des Ökostroms gelten die durch Verordnung festgesetzten Preise. Die Weitergabe an die Stromhändler erfolgt zum Day-ahead-Börsepreis. Die gelieferten Herkunftsnachweise werden gemäß der in der Verordnung festgesetzten Preise verrechnet.[2]

Zu den Geschäftsfeldern gehört die

  • Ökostromabwicklung,
  • Investitionsförderung für KWK, Ablauge-KWK und MWK
  • Investitionsförderung für Kleinwasserkraftwerke

Die gesamte in die Ökobilanzgruppe eingespeiste Ökostrommenge im Jahr 2013 betrug 7.140 GWh, wobei 1.371 GWh auf Kleinwasserkraft und 5.769 GWh auf sonstige Ökostromanlagen entfielen. Im Jahr 2012 wurden zum Vergleich 6.152 GWh eingespeist, wobei 1.095 GWh auf die Erzeugung durch Kleinwasserkraftwerke und 5.056 GWh auf jene von sonstigen Ökostromanlagen zurückzuführen waren. Die Menge an Kleinwasserkrafteinspeisung hat sich 2013 leicht erhöht, weil aufgrund des niedrigen Marktpreises wieder zahlreiche Kleinwasserkraftwerksbetreiber in die Ökobilanzgruppe zurückgekehrt sind. Im Bereich der Windkrafteinspeisung ist ein starkes Mengenwachstum erkennbar. Diese Erhöhung ist Folge der seit der Ökostromverordnung 2009 erhöhten Windtarife und der zusätzlichen Fördermittel im Zuge des neu erlassenen Ökostromgesetzes im Jahr 2012 (ÖSG 2012). Zum Ende des Jahres 2013 speisten 15.886 Photovoltaikanlagen in die Ökobilanzgruppe ein.[5]

Einzelnachweise

  1. https://www.oem-ag.at/de/oemag/team/vorstand/
  2. 1 2 Geschäftsbericht 2012 der OeMAG
  3. Ökostrombericht 2006 der E-Control
  4. Ökostromgesetz 2012
  5. Geschäftsbericht 2013 der OeMAG (PDF)