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vom 02.07.2015, aktuelle Version,

Othmar Nestroy

Othmar Nestroy (* 7. November 1933 in Kapfenberg) ist ein österreichischer Bodenkundler.

Leben

Othmar oder auch Otmar Nestroy wurde als Urgroßneffe des Wiener Dichters Johann Nepomuk Nestroy geboren, begann seine schulische Ausbildung in Wien (Volksschule und Gymnasium bis zur Matura). Danach belegte Nestroy an der Wiener Hochschule für Bodenkultur ein Landwirtschafts-Studium und erwarb den Titel Diplomingenieur. Anschließend wurde er Assistent am Institut für Geologie und Bodenkunde auf derselben Hochschule und verfasste seine Dissertation über Fruchtfolgeversuche in der Steiermark.

Nach den Assistentenjahren war Nestroy am Institut für Bodenkartierung und Bodenwirtschaft tätig. Zehn Jahre später wechselte er zum Institut für Physische Geographie an der Universität Wien, wo er sich in Physischer Geographie unter besonderer Berücksichtigung der Bodengeographie an der Universität Salzburg habilitierte. Am Institut für Geographie in Wien wirkte er 16 Jahre. 1986 wechselte er wieder nach Graz an das Institut für Angewandte Geowissenschaften an der Technischen Universität Graz, dort wurde er 1999 pensioniert.[1]

Veröffentlichungen

Nestroy legte rund 350 Publikationen aus den Gebieten der Bodengeographie und -ökologie sowie Agrargeographie und -ökologie vor.[1] Darüber hinaus hat er sich in einigen Arbeiten auch mit Johann Nepomuk Nestroy befasst.

Werke

  • Wandel der land- und forstwirtschaftlichen Flächennutzung in Niederösterreich, Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten / Wien 1985, ISBN 3-85326-556-1 (= Wissenschaftliche Schriftenreihe Niederösterreich, Band 69).
  • Den Boden verstehen: Aufbau, Typen, Fruchtbarkeit, Stocker, Graz 2008, ISBN 978-3-7020-1193-2.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Laudatio von Martin Gerzabek