unbekannter Gast
vom 13.02.2017, aktuelle Version,

Pichl-Kainisch

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Ehemalige Gemeinde

Pichl-Kainisch (Ehemalige Gemeinde)
Historisches Wappen von Pichl-Kainisch
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Wappen
Katastralgemeinde Pichl
Pichl-Kainisch (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Liezen (LI), Steiermark
Gerichtsbezirk Liezen
f5
Koordinaten 47° 34′ 1″ N, 13° 51′ 29″ Of1
Höhe 803 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 748 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 303 (2001f1)
Fläche d. KG 29,78 km²
Postleitzahl 8984f1
Vorwahl +43/3624f1
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 61255
Katastralgemeinde-Nummer 67008
Zählsprengel/ -bezirk Pichl-Kainisch (61255 003)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Pichl-Kainisch ist eine ehemalige Gemeinde mit 748 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] in der Steiermark, im steirischen Salzkammergut, Bezirk und Gerichtsbezirk Liezen. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurde sie am 1. Jänner 2015 mit den Gemeinden Bad Mitterndorf und Tauplitz zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Bad Mitterndorf weiter. Grundlage dafür war das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.[3] Eine Beschwerde, die von den Gemeinden Pichl-Kainisch und Tauplitz gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.[4]

Geographie

Die ehemalige Gemeinde Pichl-Kainisch liegt im Hinterberger Tal, zwischen Bad Aussee und Bad Mitterndorf. Im Gemeindegebiet befindet sich der Ödensee mit einer Fläche von ca. 19,92 ha. Der Ödensee wird durch die Kainischtraun, einen der drei Quellflüsse der Traun, entwässert.

Gliederung

Das Gemeindegebiet umfasste folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[5]):

  • Äußere Kainisch (274)
  • Knoppen (199)
  • Mühlreith (82)
  • Pichl (191)

Die Gemeinde bestand aus der einzigen Katastralgemeinde Pichl.

Nachbargemeinden bis Ende 2014

Bad Aussee Bad Mitterndorf
Gröbming

Geschichte

Zur Geschichte von Pichl-Kainisch siehe auch Bad Mitterndorf.

Erste Zeugnisse menschlicher Tätigkeit im Gemeindegebiet haben sich aus der Bronzezeit erhalten. In Mühlreith fand sich ein Lappenbeil, weitere in Kainisch und beim Ödensee. Die Funde stehen in Verbindung mit dem Verkehrsweg von Hallstatt ins Ennstal.[6]

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde 2015 mit den beiden anderen Gemeinden des Hinterberger Tals, Bad Mitterndorf und Tauplitz, fusioniert.[7] Die Gemeinde machte im In- und Ausland durch die ablehnende Haltung zur Gemeindestrukturreform auf sich aufmerksam.[8]

Politik

Bürgermeister war bis 31. Dezember 2014 Manfred Ritzinger (SPÖ). Der Gemeinderat setzte sich nach der Gemeinderatswahl 2010 bis zur Auflösung aus sechs Mandataren der SPÖ und drei Mandataren der ÖVP zusammen.

Wappen

Am 3. Februar 1986 wurde der Gemeinde Pichl-Kainisch ein Gemeindewappen verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In Blau ein schrägrechter silberner Faden mit zwei silbernen, beblätterten Blüten des Fieberklees, die eine abwärts, die andere aufwärts gerichtet“

Das Wappen zeigt den seltenen, in der Gemeinde stark vertretenen Fieberklee, der Faden weist auf die Salzstraße hin.

Bevölkerungsentwicklung

Söhne und Töchter des Ortes

  Commons: Pichl-Kainisch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Matthias Neitsch: Geschichtlicher Hintergrund der Sagenüberlieferung im Hinterbergertal. 3.6 In: Sagenhaftes Hinterbergertal. Sagen und Legenden aus Bad Mitterndorf, Pichl-Kainisch und Tauplitz vom Ende der Eiszeit bis zum Eisenbahnbau. Erarbeitet im Rahmen des Leader+ Projektes „KultiNat“ 2005–2007, SAGEN.at (Abriss zur Kulturgeschichte der Region)

Einzelnachweise

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 6 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Erkenntnis des VfGH vom 23. September 2014, G 42/2014, G 80/2014.
  5. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  6. Franz Hollwöger, Das Ausseerland, Bad Aussee 1956
  7. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Archiviert vom Original am 29. Juli 2013, abgerufen am 22. Oktober 2013 (PDF; 685 kB).
  8. Meret Baumann: Wahldebakel für Reformregierung. Das Vorbild Steiermark wankt. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. November 2013, abgerufen am 3. Juli 2014.