unbekannter Gast
vom 06.06.2017, aktuelle Version,

Prambachkirchen

Prambachkirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Prambachkirchen
Prambachkirchen (Österreich)
Prambachkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 28,72 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 13° 54′ O
Höhe: 374 m ü. A.
Einwohner: 2.889 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 4731
Vorwahl: 07277
Gemeindekennziffer: 4 05 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Prof.-Anton-Lutz-Weg 1
4731 Prambachkirchen
Website: www.prambachkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schweitzer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
12
7
3
3
12  7  3  3 
Von 25 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Prambachkirchen im Bezirk Eferding
Alkoven Aschach an der Donau Eferding Fraham Haibach ob der Donau Hartkirchen Hinzenbach Prambachkirchen Pupping St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Stroheim Oberösterreich Lage der Gemeinde Prambachkirchen im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Pfarrkirche Prambachkirchen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Prambachkirchen ist eine Marktgemeinde im Bezirk Eferding im Hausruckviertel in Oberösterreich mit 2889 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Geografie

Prambachkirchen liegt auf 374 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,3 km, von West nach Ost 6,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,7 km², 12,8 % der Fläche sind bewaldet, 76,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 35 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Andrichsberg (13)
  • Baumgarten (22)
  • Dachsberg (45)
  • Gallham (87)
  • Gföllnerwald (170)
  • Großsteingrub (40)
  • Grüben (24)
  • Gschnarret (48)
  • Hundswies (53)
  • Kleinsteingrub (39)
  • Langstögen (52)
  • Mairing (151)
  • Mittergallsbach (106)
  • Mitterwinkl (31)
  • Niederwinkl (31)
  • Oberdoppl (24)
  • Obereschlbach (19)
  • Oberfreundorf (91)
  • Obergallsbach (70)
  • Pertmannshub (18)
  • Prambachkirchen (773)
  • Prattsdorf (96)
  • Reith (29)
  • Sallmannsberg (36)
  • Schöffling (65)
  • Stallberg (20)
  • Steinbruch (91)
  • Taubing (19)
  • Unterbruck (278)
  • Unterdoppl (62)
  • Untereschlbach (22)
  • Untergallsbach (63)
  • Unterprambach (60)
  • Uttenthal (56)
  • Weinberg (22)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dachsberg und Gallham.

Geschichte

Die ersten Spuren der Besiedelung des Gebietes, Steinbeile, Steinhämmer und Lochäxte, stammen aus der jüngeren Steinzeit (5000 bis 4000 v. Chr.). Der Fund einer Wurf-Stoßwaffe aus Hornstein weist allerdings darauf hin, dass in der jüngeren Altsteinzeit, in der letzten Eiszeitperiode (70.000/60.000 bis 20.000/15.000 v. Chr.), wandernde Eiszeitjäger in dieser Gegend lebten.

Eine für das Gebiet wichtige Siedlungswelle stellt die Einwanderung der Baiern/Bajuwaren ab dem 6. Jahrhundert dar. Einige Ortschaften entstanden in dieser ältesten Periode bairischer Landnahme. In den folgenden Jahren verdichtete sich die Besiedlung in der Form geschlossener Dorfsiedlungen.

Die erste Namensnennung von Prambachkirchen scheint in den Passauer Traditionen II (1190–1204) auf. Ende des 11. Jahrhunderts siedelte sich ein Zweig eines reichsfreien Geschlechts, die „Prambacher“, in der Gegend an. Der bedeutendste Spross der Prambacher war Wernhard III. Er wurde 1285 Bischof von Passau und gründete 1293 das Stift Engelszell. Neben zahlreichen Besitzungen übergab er dem Kloster „sein ganzes Erbgut in Prambach“.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Prambachkirchen war bis 1923 Teil des Gerichtsbezirkes Waizenkirchen und wurde nach der Auflösung dieses Gerichtsbezirkes dem Gerichtsbezirk Eferding zugeschlagen.

Am 5. November 1932 wurde der Fall eines Meteoriten beobachtet, ein Stück dieses Steinmeteoriten befinden sich im Naturhistorischen Museum Wien.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

„In Silber ein roter Schräglinksbalken, darüber schräglinks ein blauer Turnierkragen.“

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.
Das Wappen geht auf das Wappen der Herren von Prambach zurück. Das bedeutendste Mitglied dieses ehemals reichsfreien Passauer Ministerialengeschlechtes, Bernhard von Prambach, gründete als Passauer Fürstbischof mit Urkunde vom 12. März 1293 das Zisterzienserkloster Engelszell, das er neben anderen Besitzungen auch mit seinen eigenen Erbgütern an der Pram ausstattete.

Politik

Bürgermeister
  • bis 2008 Franz Tauber (ÖVP)
  • seit 2008 Johann Schweitzer (ÖVP)

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Anton Lutz (1894–1992), österreichischer Maler
  Commons: Prambachkirchen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde Prambachkirchen auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011