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vom 13.06.2020, aktuelle Version,

Red Bull GmbH

Red Bull GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1984
Sitz Fuschl am See, Osterreich  Österreich
Leitung Dietrich Mateschitz
Mitarbeiterzahl 12.239 (Ende 2018)[1]
Umsatz 5,5 Mrd. EUR (2018)[2]
Branche Getränkeproduktion und -Vertrieb, Medien, Sport
Website www.redbull.com

Die Red Bull GmbH (englisch „roter Stier“) ist ein 1984 gegründeter österreichischer Mischkonzern mit Hauptsitz in Fuschl am See. Ihr bekanntestes Produkt ist der gleichnamige Energydrink Red Bull. Das Unternehmen ist in den Geschäftsfeldern Getränke, Sportmanagement und Medien tätig.

Unternehmensgeschichte

Red-Bull-Konzernzentrale in Fuschl am See

1982 wurde Dietrich Mateschitz, während einer Dienstreise in Thailand, auf die damals in Asien sehr beliebten Energydrinks aufmerksam. Mateschitz erwarb 1984 die internationalen Lizenzrechte an der thailändischen Marke Krating Daeng (thailändisch: กระทิงแดง, deutsch „Roter Gaur“; i. w. S. „roter Stier“, Red Bull) und gründete zusammen mit der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See.

Im Jahr 2014 berechnete „Brand Finance“ für Red Bull einen Markenwert von 6,2 Mrd. US-Dollar. Damit ist das Unternehmen die drittwertvollste Getränkemarke weltweit, nach Coca-Cola (33,7 Mrd.) und Pepsi (19,4 Mrd.)[3].

Eigentümerstruktur

Stand: März 2020

Die Anteile der Red Bull GmbH halten derzeit drei Gesellschafter. Je 49 % halten Dietrich Mateschitz über die Distribution & Marketing GmbH und die Hongkonger TC Agro Agrotrading Company Ltd., die im Besitz der Familie Yoovidhya ist. 2 % hält der thailändische Unternehmer Chalerm Yoovidhya[4] [5][6]

Anteilseigner Anteil
Distribution & Marketing GmbH (im Besitz von Dietrich Mateschitz) 49 %
TC Agro Agrotrading Company Ltd. (im Besitz von Familie Yoovidhya) 49 %
Chalerm Yoovidhya 2 %

Umsatz in Mrd. Euro

Jahr Umsatz Entwicklung
gegenüber
Vorjahr
2004 1,668 Mrd. Euro
2005 2,149 Mrd. Euro[7] 28,84 %
2006 2,600 Mrd. Euro 20,99 %
2007 3,079 Mrd. Euro 18,42 %
2008 3,323 Mrd. Euro 7,92 %
2009 3,268 Mrd. Euro[8] −1,66 %
2010 3,785 Mrd. Euro[9] 15,82 %
2011 4,253 Mrd. Euro[10] 12,36 %
2012 4,930 Mrd. Euro[11] 15,91 %
2013 5,040 Mrd. Euro[1] 2,23 %
2014 5,110 Mrd. Euro[1] 1,38 %
2015 5,903 Mrd. Euro[12] 15,51 %
2016 6,029 Mrd. Euro[1] 2,13 %
2017 5,336 Mrd. Euro[12][13] −11,49 %
2018 5,541 Mrd. Euro[12][13] 7,70 %

Anzahl verkaufter Dosen

Jahr Verkaufte Dosen
2004 2,0 Mrd.
2005 2,488 Mrd.
2006 3 Mrd.[14]
2007 3,6 Mrd.
2008 4,016 Mrd.
2009 3,921 Mrd.[15]
2010 4,204 Mrd.[16]
2011 4,631 Mrd.[17]
2012 5,226 Mrd.[18]
2013 5,387 Mrd.[1]
2014 5,612 Mrd.[1]
2015 5,957 Mrd.[12]
2016 6,062 Mrd.[12]
2017 6,302 Mrd.[12]
2018 6,800 Mrd.[12]

Marketing

Marketingkonzept

Von Red Bull gesponserte Flugschau
Von Red Bull gesponserter Audi RS5 DTM von Matthias Ekström in der DTM
Formel-1-Rennwagen von Red Bull Racing (Red Bull RB11)
Formel-1-Rennwagen der Scuderia Toro Rosso (Toro Rosso STR10)
Red Bull Flugtag 2006

Das Marketingbudget von Red Bull versteckt sich im Jahresabschluss unter „Sonstige betriebliche Aufwendungen“. Diese Aufwendungen machen mit einer Höhe von stattlichen 1,4 Mrd. Euro ca. ein Drittel des Umsatzes von 3,785 Mrd. Euro aus (Stand 2010).

Dabei werden sowohl regionale Events wie zum Beispiel die Red Bull Flugtage als auch überregionale und internationale Extremsportevents wie der Red Bull Dolomitenmann, Red Bull Vertigo, die Red Bull X-Alps, Red Bull Crashed Ice, die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, die Red Bull X-Fighters, das Red Bull Hare Scramble am steirischen Erzberg oder die Taurus Awards in Los Angeles unter eigenem Namen veranstaltet. Red Bull Paper Wings veranstaltet die weltweit größten Papierfliegerwettbewerbe.

Weiter ist Red Bull im Besitz einer privaten Kunstflugflotte, den Flying Bulls, für die extra der Hangar-7 am Salzburger Flughafen errichtet wurde.

Ebenfalls Teil des Marketingkonzepts ist die aktive Teilnahme in verschiedenen Sportarten mit eigenen Teams. So stellt Red Bull mehrere Teams im Motorsport, im Fußball und im Eishockey.

Automobilsport

In der Formel 1 war Red Bull von 1995 bis 2004 hauptsächlich als Sponsor von Sauber, kurzzeitig aber auch von Arrows und Jaguar, vertreten. Seit 2005 besitzt der Konzern mit Red Bull Racing ein eigenes Formel-1-Team, das aus dem im Vorjahr scheidenden Jaguar Racing hervorging. Am 1. November 2005 hat Red Bull zusätzlich das Formel-1-Team Minardi übernommen und es auf Scuderia Toro Rosso (italienisch für Rennstall roter Stier) getauft. Jedoch liegt der Fokus eindeutig bei Red Bull Racing, das in der Formel-1-Saison 2010 erstmals sowohl den Konstrukteurs- als auch mit Sebastian Vettel den Fahrer-WM-Titel erringen konnte. 2011, 2012 und 2013 konnten beide Titel erfolgreich verteidigt werden.

Ebenfalls wurde das Projekt Formula Una im Jahre 2005 ins Leben gerufen, das für jedes Rennwochenende junge, motorsportbegeisterte Frauen sucht. Das Projekt zur Errichtung eines Motorsportzentrums in Spielberg wurde nach Problemen im Genehmigungsverfahren zunächst wieder fallengelassen. Doch nach Einigungen wurde die Strecke ab 2008 wieder aufgebaut und renoviert und 2011 als Red Bull Ring wiedereröffnet. Als Hauptsponsor zahlreicher Teams und Fahrer ist Red Bull u. a. auch in der WTCC, DTM, Formel 3, Formel 3000 und GP2-Serie vertreten. Darüber hinaus unterstützt Red Bull neben einigen Rallye-Teams das Citroën Total World Rally Team sowie das Volkswagen-Werksteam in der Rallye-Weltmeisterschaft. Red Bull hat zusammen mit dem österreichischen Motorradhersteller KTM auch mehrere Teams in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft unter Vertrag. Von 2006 bis 2011 sponserte Red Bull das NASCAR-Red Bull Racing Team.[19][20]

Fußball

Seit 2005 ist Red Bull auch im Fußball aktiv vertreten. Am 6. April 2005 übernahm der Getränkehersteller den SV Austria Salzburg und benannte ihn in FC Red Bull Salzburg um. Seit dem Einstieg Red Bulls konnte der Verein bisher zehn Mal die österreichische Meisterschaft für sich entscheiden. Das Hauptziel, die Teilnahme an der Champions League, blieb allerdings bis zur Saison 19/20 verwährt. Die Teilnahme gelang dank der Top 11 Platzierung von Österreich in der Uefa 5-Jahreswertung, was für den Meister der Liga einen Fixplatz in der kommenden Champions league Saison bedeutet. Weiterhin ist Red Bull seit dem 9. März 2006 Eigentümer des US-amerikanischen Fußballclubs MetroStars, der mittlerweile in New York Red Bulls umbenannt wurde. Außerdem besitzt der Konzern seit 2006 den ghanaischen Fußballclub Red Bull Ghana sowie die dort ansässige Fußballschule Red Bull Soccer Academy West Africa. Seit 2007 führt man auch einen Verein im brasilianischen Bundesstaat São Paulo namens Red Bull Brasil. Seit Juni 2009 unterhält Red Bull ein Engagement bei dem eigens gegründeten Fußballverein RB Leipzig, der aufgrund der DFB-Statuten die Firma nicht im Vereinsnamen tragen darf. Dem Verein gelang 2016 der Aufstieg in die Bundesliga. 2012 übernahm Red Bull den USK Anif, benannte ihn in FC Liefering um und übersiedelte den Verein in den Salzburger Stadtteil Liefering, wo sich die Red-Bull-Fußballakademie befindet. Der Verein soll als Farmteam des FC Red Bull Salzburg fungieren und stieg gleich in der ersten Saison seines Bestehens in die zweithöchste österreichische Spielklasse auf, was dem Amateurteam des FC Red Bull Salzburg untersagt ist. Ebenfalls seit 2012 tritt Red Bull als Sponsor des FC Pasching auf. Der Linzer Vorstadtverein ist Kooperationspartner des FC Red Bull Salzburg und gewann 2013 als erster Drittligist den ÖFB-Cup.

Eishockey

Bereits im Jahr 2000 übernahm Red Bull das Salzburger Eishockeyteam und errang unter dem Namen EC Red Bull Salzburg bisher acht Meistertitel. Zudem veranstaltet der Verein seit 2005 (mit Unterbrechung zwischen 2013 bis 2017) das Red Bulls Salute, ein saisonvorbereitendes und international besetztes Einladungsturnier. Von 2010 bis 2013 diente dieses als Finalturnier der European Trophy. Seit Mai 2012 sponsert Red Bull auch den angeschlagenen EHC München und benannte dessen DEL-Mannschaft in EHC Red Bull München um. Diese Zusammenarbeit lief vorerst nur für eine Saison. Seit 1. Mai 2013 gehört der EHC Red Bull München offiziell zum Red-Bull-Konzern. In den Spielzeiten 2015/16 bis 2017/18 gewannen die Münchner drei Mal in Folge die deutsche Meisterschaft.[21][22]

Sonstige Sportarten

Weiterhin betreibt Red Bull auch Sponsoring von einzelnen Sportlern wie der Skiläuferin Lindsey Vonn, den Skispringern Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer oder dem Fußballspieler Neymar.

Extremsportarten

Hauptsächlich unterstützt der Konzern aber Extremsportler in Disziplinen wie Base-Jumping, Gleitschirm-Akro, Windsurfen, Kitesurfen, Wellenreiten, Snowboarden, Skateboarden, Wildwasserkajak, Mountainbike oder Freerunning. Derzeit stehen 600 Athleten weltweit bei Red Bull unter Vertrag.[23]

Einer dieser Extremsportler ist der Österreicher Felix Baumgartner. Dieser stellte am 14. Oktober 2012 im Rahmen des Projekts Red Bull Stratos bei einem Sprung aus über 39 Kilometer Höhe drei Weltrekorde auf. Baumgartner erreichte dabei eine geschätzte Geschwindigkeit von 1342 km/h (Mach 1,24) und ist damit der erste Mensch, der im freien Fall die Schallmauer durchbrach.[24] Der Rekordsprung wurde live im Internet sowie in vielen Ländern im TV übertragen und wurde somit zum Medienereignis.

Seit der ersten Austragung des Wings for Life World Runs übernimmt Red Bull die Veranstaltungskosten. Das Startgeld der Teilnehmer kann somit zu 100 % als Spende an die Projekte der Wings for Life Stiftung gehen.[25]

Sonstige Projekte

Das Unternehmen wirkt außerdem auch noch bei anderen, nicht sportbezogenen Veranstaltungen mit. Vor allem im Bereich Musik und Tanz ist das Unternehmen tätig. Zwei der berühmtesten Projekte diesbezüglich sind die Red Bull Music Academy, Red Bull BC One oder Red Bull Flying Illusion (Breakdance). Eine weitere Veranstaltungsreihe, die jährlich für Aufsehen sorgt, sind die Red Bull Flugtage oder das Red Bull Soap Box Race (Seifenkistenrennen). Zudem ist Redbull auch der Sponsor von bekannten Musikern wie RIN.

Beteiligungen im Überblick

Die Red Bull GmbH ist – besonders im Bereich des Sports – weltweit an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Die folgende Liste zeigt eine Auswahl der bekanntesten Beteiligungen.[26]

Unternehmen Branche Anteil
Osterreich  Red Bull Air Race GmbH Luftsport 100 %
Osterreich  Red Bull Hangar-7 GmbH Motorsport, Luftsport 100 %
Osterreich  Red Bull Media House GmbH Medien 100 %
Osterreich  Terra Mater Factual Studios GmbH Fernsehen 100 %
Osterreich  The Flying Bulls GmbH Luftsport 100 %
Osterreich  UBIMET GmbH Meteorologische Dienstleistungen 050 %
Brasilien  Red Bull do Brasil Ltda. Fußball 100 %
Brasilien  Red Bull Bragantino Fußball 100 %
Deutschland  EHC Red Bull München GmbH Eishockey 100 %
Deutschland  RasenBallsport Leipzig GmbH Fußball 99 %[27]
Vereinigtes Konigreich  Red Bull Racing Ltd. Formel 1 100 %
Italien  Scuderia AlphaTauri S.p.A. Formel 1 100 %
Vereinigte Staaten  Red Bull New York, Inc. Fußball 100 %
Osterreich  FC Red Bull Salzburg Fußball 100 %

Kritik am Marketingkonzept

Eine Red-Bull-Marketingstrategie ist es, sich gemein mit Extremsportlern zu machen, die Rekorde in waghalsigen Sportbereichen aufstellen. Ein Sponsoring von Red Bull gilt bei vielen Extremsportlern als Ehre und Auszeichnung[28]. Bei ihren Aktionen kommen immer wieder Red-Bull-Sportler ums Leben. Der Red-Bull-Basejumper Waleri Rosow sprang 2017 vom 6.800 Meter hohen Ama Dablam im Himalaya-Gebiet und prallte gegen eine Felswand[29]. Der Stuntpilot Michel Leusch starb 2016 während einer Flugshow in China. Der Motocrossfahrer Eigo Sato, Mitglied der „Red Bull X-Fighter“ verunglückte 2013 während eines Trainings schwer und starb später an seinen Verletzungen[30]. 2009 sprang der Schweizer Red-Bull-Basejumper Ueli Gegenschatz bei einem Werbeauftritt für das Unternehmen vom Sunrise Tower in Zürich, prallte gegen eine Kante des Sockelbaus, schlug danach auf dem Boden auf und erlag später seinen Verletzungen.[31] Des Weiteren verunglückten die Red-Bull-Basejumper Eli Thompson und Shane McConkey, der Schneemobilfahrer Caleb Moore, der Motorradpilot Toriano Wilson und der Stuntpilot Guido Gehrmann tödlich.[28]

Im April 2008 wurde die Produktpalette durch Red Bull Cola erweitert. Am 19. Mai 2009 wurde der Verkauf von Red Bull Cola in Hessen durch die hessische Lebensmittelaufsicht untersagt, da durch das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen in Red Bull Cola Spuren von Kokain nachgewiesen wurden. Das Getränk falle daher unter das Betäubungsmittelgesetz. Dem Verbot folgten auch die Länder Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Cocablatt­extrakte enthielten, gelten allerdings sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten als unbedenklich und verkehrsfähig.[32][33] Nachdem bereits das Bundesinstitut für Risikobewertung die Kokainspuren als unbedenklich bewertet hatte, wurde das Verkaufsverbot am 24. August 2009 wieder aufgehoben.[34][35]

Unternehmenszahlen

Markenwert

Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 des European Brand Institute wird der Markenwert mit 12 Mrd. Euro bewertet, was Platz 12 in der Liste der europäischen Top-Marken bedeutet.[36] Im Juli 2005 betrug der Wert der Marke noch 7,96 Mrd. Euro und konnte gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 21,6 % verbuchen.[37]

Nachdem im November 2009 bei einer Werbeveranstaltung für ein Red-Bull-Produkt der Objektspringer Ueli Gegenschatz und nur wenige Wochen zuvor mit Eli Thompson ein anderer Objektspringer während Dreharbeiten für einen Promotionfilm von Red Bull tödlich verunglückten, wurde öffentliche Kritik an Red Bulls Marketingkonzept laut.[38] Das Unternehmen reagierte darauf mit einer Kondolenzseite für den Schweizer Objektspringer. Zitat: „Wir werden die Arbeit mit unseren vielen Athleten weiterführen und ihnen weiterhin dabei helfen, ihre Träume zu erfüllen und ihre Visionen zu verwirklichen.“[39]

Die ARD-Doku Die dunkle Seite von Red Bull thematisiert den Tod von Gegenschatz und fünf weiteren Extremsportlern, die von Red Bull gesponsert wurden.[40]

Die Red Bull GmbH wurde 2019 durch eine Markenrechtsstreitigkeit wieder in den Medienfokus gerückt. Die Jugend-Basketball-Mannschaften des VfL Oldesloe wurde mit Drohung auf Unterlassungklage des Mannschaftsnamens "Blue Bulls" bedacht. Der kleine Verein, dessen Jugendwappen einen blauen Bullenkopf zeigte, der an das Logo der Chicago Bulls erinnert, konnte sich eine anwaltliche Auseinandersetzung nicht leisten und muss eigene Marketingmaßnahmen im Wert von rund 7000 Euro vernichten[41].

Medien

Über die Tochter Red Bull Media House GmbH, deren Geschäftsführer Dietrich Mateschitz, Gerrit Meier, Dietmar Otti und Christopher Reindl sind, gehören verschiedene Medienunternehmen zur Red Bull GmbH.

Fernsehen, Online-Video und Wetterdienst

Red Bull betreibt seit dem 22. September 2006 einen YouTube-Kanal, der heute der meistabonnierte Kanal aus Österreich ist.[42]

Die Red Bull TV GmbH betreibt seit Juni 2008 auch das Mobile-Fernsehen Red Bull TV, das mittels DVB-H empfangbar ist.[43] Seit 1. Oktober 2009 ist Servus TV auf Sendung. Servus TV ging aus dem Lokalsender SalzburgTV hervor, der im April 2007 zu 100 Prozent übernommen wurde.[44][45] Weiterhin wird Red Bull TV über ein wöchentliches Fenster jeden Samstag und Sonntag Nacht über Servus TV ausgestrahlt.

Seit 2012 ist Red Bull mit 50 % an UBIMET, dem Betreiber der Österreichischen Unwetterzentrale, dem größten privaten Wetterdienst des Landes, beteiligt. Die Wetterdaten finden Verwendung in den Medien des Red-Bull-Konzerns.[46]

Der Kamerahersteller GoPro und Red Bull kündigten im Jahr 2016 eine mehrjährige, globale Partnerschaft an, die Content Produktion, Vertrieb und Cross-Promotion der Produkte beinhaltet. Außerdem will man gemeinsam die Kameras weiter entwickeln. Als Teil der Vereinbarung erhielt Red Bull Aktienanteile von GoPro. Gleichzeitig wurde GoPro exklusiver Partner für Point-of-View-Shot-Kameras bei allen Red-Bull-Medienproduktionen und Veranstaltungen. Crossmedial sollen der GoPro Channel, Red Bull TV, Red Bull.com und die hauseigene Medienservice Plattform Red Bull Content Pool bespielt werden.[47]

Print

Die Red Bull Media House GmbH gibt seit November 2007 das monatlich erscheinende The Red Bulletin heraus. Das kostenlose Lifestylemagazin berichtet über die vielfältigen Sponsoringaktivitäten des Unternehmens. Es liegt mehreren österreichischen und deutschen Tageszeitungen bei. Eine englische Version des Magazins wird über britische und irische Zeitungen vertrieben.[48] Im gleichen Verlag erscheint seit November 2010 die Zeitschrift Servus in Stadt & Land, die mit einer verbreiteten Auflage gem. Österreichischer Auflagenkontrolle (ÖAK) 1. HJ 2014[49] von über 163.000 Exemplaren bereits seit 2011 Österreichs meistverkauftes Monatsmagazin ist; seit März 2012 gibt es auch eine Ausgabe für Bayern.

Im April 2013 übernahm Red Bull den Salzburger Ecowin Verlag.

Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass Red Bull Media House das Seitenblicke Magazin einstellen werde und stattdessen der Fokus auf den Onlineauftritt Seitenblicke.at gelegt werden soll. Das Printprodukt soll am 7. Dezember 2016 zum letzten Mal erscheinen.[50]

Musik

Die Red Bull Media House GmbH betreibt ein weltweites Netz von Tonstudios, die unter dem Label Red Bull Studios firmieren. Standorte befinden sich in Amsterdam, Auckland (Neuseeland), Berlin, Kapstadt (Südafrika), London, Los Angeles (Kalifornien, USA), New York, São Paulo, Tokyo und Paris. Dort wurden unter anderem Disclosure, Diplo, Lee Scratch Perry, Mike Skinner, ASAP Rocky, Jessie J, Skrillex, TNGHT, Labrinth, AlunaGeorge produziert. Ein Schwerpunkt der Produktionen liegt auf Pop und Rap.[51]

Mobilfunk

Seit 1. Oktober 2008 wird ein Mobilfunkvertrag der A1 Telekom Austria unter dem Namen Red Bull Mobile angeboten.[52] Später startete in der Schweiz in Kooperation mit Sunrise Communications ein ähnliches Angebot unter gleichem Namen, welches im Februar 2012 mangels Erfolg wieder eingestellt wurde.

Produkte

Neben dem bekannten Energydrink Red Bull (inklusive Sugarfree,[53] Total Zero,[54] Orange Edition, Yellow Edition,[55] Summer Edition (Kiwi-Apfel und Mandarine), Spring Edition (Kirschblüte) und Special Editions (Cranberry, Heidelbeere und Limette)[56]) produziert Red Bull noch ein Colagetränk namens Red Bull Cola und Wasser namens Red Bull Lunaqua. Bei Red Bull Lunaqua handelt es sich um ein in Nüziders (Vorarlberg) abgefülltes stilles Quellwasser, welches laut Herstellerangaben nur bei Vollmond entnommen wird.

Literatur

Commons: Red Bull GmbH  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikinews: Kategorie: Red Bull  – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 http://energydrink-de.redbull.com/unternehmen
  2. Energy Drinks: Red Bull mit Rekord-Umsatz von 5,5 Milliarden Euro, manager-magazin.de, 20. Februar 2019
  3. Red Bull nach Coca-Cola/Pepsi wertvollste Getränkemarke Die Presse vom 18. Februar 2014
  4. https://www.diepresse.com/5750006/ausschuttung-an-mateschitz-dank-sonderdividende-fast-verdoppelt
  5. https://www.bangkokpost.com/business/1674600/thailands-rich-list
  6. Das Geheimnis von Red Bull (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive)
  7. Red Bull steigert Umsatz (Memento vom 20. Januar 2012 im Internet Archive) in Wirtschaftsblatt vom 9. März 2002
  8. Red Bull verkaufte 2009 weniger Dosen in Die Presse vom 24. Februar 2010
  9. Unternehmenszahlen auf redbull.de
  10. Österreichs größte Familienbetriebe (Memento vom 10. März 2012 im Internet Archive) in Wirtschaftsblatt vom 8. März 2012
  11. UNTERNEHMENSZAHLEN auf redbull.de
  12. 1 2 3 4 5 6 7 Mateschitz: Erfinder & Inhaber des Unternehmens Red Bull :: Energy Drink :: Red Bull Deutschland. In: energydrink-de.redbull.com. Abgerufen am 20. April 2016.
  13. 1 2 Umsatz von Red Bull weltweit bis 2018 | Statistik. Abgerufen am 4. Juni 2019.
  14. Rekord bei Red Bull: 2006 drei Milliarden Dosen getrunken auf orf.at vom 7. Februar 2007
  15. Red Bull verkaufte 2009 weniger Dosen. In: DiePresse.com. 24. Februar 2010, abgerufen am 6. Januar 2018.
  16. Neuer Rekordgewinn bei Red Bull. In: oesterreich.orf.at. 21. Januar 2011, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  17. Österreichs größte Familienbetriebe (Memento vom 10. März 2012 im Internet Archive) in Wirtschaftsblatt vom 8. März 2012
  18. http://www.redbull.de/cs/Satellite/de_DE/Unternehmenszahlen/001243044071188?pcs_c=PCS_Article&pcs_cid=1243041553189
  19. Red Bull Racing Team
  20. Red Bull’s nascar team set for final run auf redbull.com
  21. süddeutsche.de
  22. merkur-online.de
  23. faz.net: Die schnellste Werbekolonne der Welt
  24. https://airandspace.si.edu/exhibitions/red-bull-stratos-mission-edge-space
  25. http://www.wingsforlifeworldrun.com/gb/en/help-us-raise-funds-for-spinal-cord-injury-wings-for-life-world-run/
  26. Vgl. die Beteiligungen auf trendtop500.at
  27. Um die 50+1-Regel zu wahren, muss die Mehrheit der Stimmen in der Gesellschafterversammlung beim RasenBallsport Leipzig e. V. liegen, der den übrigen Prozent an der GmbH hält. Die dortige Stimmenverteilung ist allerdings unbekannt.
  28. 1 2 Uwe Buse: Sportsponsor Red Bull: Als hätte es die Toten nie gegeben. In: Spiegel Online. 2. Januar 2017 (spiegel.de [abgerufen am 18. September 2019]).
  29. Todesfälle bei Red-Bull-Extremsportlern finden traurige Fortsetzung - derStandard.de. Abgerufen am 18. September 2019 (österreichisches Deutsch).
  30. https://www.tagesanzeiger.ch/sport/weitere/sterben-fuer-red-bull/story/17457013
  31. https://www.tagesanzeiger.ch/sport/weitere/sterben-fuer-red-bull/story/17457013
  32. Kokainspuren: Vier Länder verbieten Red Bull Cola in Spiegel Online vom 23. Mai 2009
  33. Brisante Brause: Mehrere Bundesländer verbieten Kokain-Cola in Süddeutsche Zeitung vom 23. Mai 2009
  34. Red Bull: Kritik an Cola-Verbot in Frankfurter Rundschau vom 25. Mai 2009
  35. Kein Gesundheitsrisiko durch den Cocaingehalt in Red Bull Simply Cola (PDF-Datei; 66 kB) Gesundheitliche Bewertung des BfR vom 27. Mai 2009
  36. Nokia ist wertvollste Marke, Red Bull auf Platz zwölf in Die Presse vom 17. September 2008
  37. Österreichs Leading Brand Red Bull knapp 8 Mrd. Euro wert (PDF-Datei; 24 kB), RNG Presseinformation Seite 2, vom 5. Juli 2005
  38. Tod eines Extremsportlers: Scharfe Kritik an Red Bull auf diepresse.com vom 17. November 2009
  39. Trauer um Ueli Gegenschatz, redbull.ch vom 16. November 2009
  40. http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/dunkle-seite-redbull-100.html (Memento vom 1. Mai 2013 im Internet Archive)
  41. NDR: Red Bull verbietet Blue Bulls den Namen. Abgerufen am 31. August 2019.
  42. Top 100 YouTubers in Austria by Subscribed auf socialblade.com vom 1. Dezember 2014
  43. Red Bull sendet via DVB-H (Memento vom 24. September 2008 im Internet Archive) auf horizont.at vom 5. Juni 2008
  44. Red Bull kauft „Salzburg TV“ auf ORF.at vom 20. Dezember 2007
  45. Salzburg TV-Gründer geht: Red Bull-TV-Pläne werden konkreter (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive) auf salzburg24.at vom 21. März 2008
  46. Red Bull entdeckt die Wettervorhersage, Handelsblatt, 7. August 2012
  47. GoPro und Red Bull gehen globale Partnerschaft ein. In: Production Partner. 27. Mai 2016 (online [abgerufen am 4. November 2016]). GoPro und Red Bull gehen globale Partnerschaft ein (Memento vom 4. November 2016 im Internet Archive)
  48. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. April 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.redbulletin.com
  49. Österreichische Auflagenkontrolle: Auflagenliste 1. Halbjahr 2014 (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF; 2,1 MB). Abgerufen am 15. Februar 2015
  50. orf.at - Red Bull Media House stellt „Seitenblicke“-Magazin ein. Artikel vom 14. Oktober 2016, abgerufen am 14. Oktober 2016.
  51. Red Bull Studios. In: real life pr. Abgerufen am 4. November 2016.
  52. Red Bull steigt ins Handy-Geschäft ein in Der Standard vom 30. September 2008
  53. Produktbeschreibung: Redbull sugarfree auf redbull.at
  54. http://energy-drinks.cz/text-red-bull-total-zero-coming-to-us-novinka-pro-usa/
  55. http://energydrink-de.redbull.com/red-bull-editions#yellow
  56. Special Editions auf redbull.at