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vom 18.11.2016, aktuelle Version,

Redemptoristenkolleg Innsbruck

Redemptoristenkolleg (2011)
Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche: Blick zum Altar

Das Redemptoristenkolleg als Herz-Jesu-Kirche und Kloster der Redemptoristen in Innsbruck in Tirol steht unter Denkmalschutz.

Architektur

Die Emporenbasilika als neuromanischer Kirchenbau und der anschließende Klosterbau wurden von 1896 bis 1897 nach den Plänen des Baumeisters Peter Huter mit den Baumeistern Alfons Mayr und Franz Mayr errichtet. Die Klosterkirche wurde 1898 geweiht. Die Ausstattung der Kirche erfolgte bis 1909 nach den Plänen und unter der Leitung des Architekten und Bildhauers Josef Schmid. Das im Westen anschließende dreigeschoßige Klostergebäude mit einer neuromanischen Fassade hat Fenster mit einer Rahmung als Putzquadrierung.

Die Hauptfassade der Klosterkirche in der Straßenflucht der Maximilianstraße ist dreiteilig mit Strebepfeilern gegliedert und mittig übergiebelt und hat drei neuromanische Steinportale und darüber Triforienfenster und darüber eine abschließende Zwerggalerie und darüber einen mächtigen reich gegliederten Mittelturm mit Spitzhelm. Die Hauptfassade zeigt die Statuen Herz-Jesu und die Heiligen Alfons und Clemens Maria Hofbauer.

Der platzlgewölbten Vorhalle folgt ein zweijochiges Mittelschiff, dann das Pseudoquerschiff, dann das Chorjoch mit einer halbrunden Apsis, alle mit Kreuzrippengewölbe. Die Deckengemälde nach einem Entwurf von Josef Schmid wurden von den Malern Jonas Rantner, Heinrich Schmid, Anton Marte, Mentel und Eduard Sailer gemalt. Im Langhaus Szenen aus dem Leben Jesu, in der Vierung Himmlisches Jerusalem und in der Apsis Kreuzigung Christi.

Ausstattung

Die Marmoraltäre schuf der Bildhauer Leopold Seeber. Die Mensen sind mit Mosaikschmuck versehen. Die Statuen schuf der Bildhauer Alois Winkler. Die Marmorkanzel mit Reliefs der vier Evangelisten und den Kreuzweg aus Marmor und polychromierten Reliefs schufen 1913 Alois Winkler und Leopold Seeber. Die Beichtstühle und die Kirchenstühle schuf 1900 der Tischler Florian Sperl. Das reich gestaltete Vorhallengitter schuf der Kunstschmied Robert Platzer in der Bauzeit. In der Vorhalle hängen ein Kruzifix vom Bildhauer Adolf Rachatsch und ein Schutzengel von Alois Winkler.

In der Kirche ist links eine Lourdeskapelle und rechts eine Totenkapelle. In der Totenkapelle ist eine Bronzeplastik Auferstandener vom Bildhauer Emmerich Kerle (1968).

Die Orgel wurde 1900 nach einem Entwurf des Architekten Pater Johann Maria Reiter mit dem Orgelbauer A. Vogl gebaut.

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Tirol 1980. Innsbruck, Innere Stadt, Herz-Jesu-Kirche, Klostergebäude, S. 42.