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vom 24.03.2017, aktuelle Version,

Robert Freund

Robert Freund (* 21. Januar 1981 in St. Johann in Tirol) ist ein österreichischer bildender Künstler.

Biografie

Nach Abschluss der Matura und dem Aufbaulehrgang Kunsthandwerk und Objektdesign an der Glasfachschule Kramsach studierte Robert Freund Gegenständliche Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien, zunächst in der Meisterklasse von Hubert Schmalix und Peter Dressler, später bei Schmalix’ Nachfolgerin Amelie von Wulffen und Peter Dressler. Seit seinem Studienabschluss 2007 arbeitet er in Wien und Tirol als freier bildender Künstler und ist außerdem als Lehrer für Glasmalerei, Entwurf und Design an der Glasfachschule Kramsach tätig.

Werke

Der fachliche Schwerpunkt von Robert Freund liegt zwar in der Gegenständlichen Malerei, doch führen ihn themenbezogene Exkurse immer wieder in die Techniken der Grafik und Installation bzw. Assemblage von selbst produzierten Keramik- und Glasobjekten. In seiner Bildsprache benutzt er vielschichtige Allegorien und Narrative – manchmal comichaft-grelle Bruchstücke, dann wieder leise, düstere Anklängen an verschiedenste kunsthistorische und kunsthandwerkliche Referenzen, immer jedoch als nachdenklich stimmende komplexe, konzeptive Synthesen verschiedenster Einflüsse aus Kunst und Kulturwissenschaft.[1] Der Künstler meint dazu: „Retrospektive, Introspektive, Vorausschau und Konfrontation sind Begriffe, die für mich Bedeutung haben und mir wichtig sind.“[2]

In der Rezeption wurden Robert Freunds Arbeiten durch seine erzählerischen Herangehensweisen an die Malerei auch in die Nähe der Neue Leipziger Schule gestellt. Dies spiegelt sich vielleicht am besten in einem Bildkommentar zu Robert Freunds Zyklus „Triebwerksschaden“ wider, in dem eines der Werke als „eine Art Neo Rauch auf LSD“ betitelt werden.[3] Demgegenüber steht eine Vielzahl von Referenzen aus der Kunstgeschichte, Pop- bzw. Subkultur, Outsider Kunst, vermeintlich "niederem" Kunsthandwerk, Lowbrow usw., welche den gedanklichen Spannungsbogen seiner Kunst beschreiben können.

Ausstellungen

  • 2016 Von geheimnisvoller Schönheit, Osthaus Museum, Hagen[4][5]
  • 2015 viennacontemporary 2015 (Stand Galerie Schmidt Reith i. Alpbachtal), Wien
  • 2013 Coming Up, Galerie Goldener Engl, Hall i. Tirol
  • 2012 Montag ist erst übermorgen. Junge Kunst auf Papier. Ankäufe des Kupferstichkabinetts 1997–2012, Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
  • 2011 everything counts in large amounts, MUSA start gallery, Wien[6]
  • 2010 Atelier Obermair, Wien
  • 2010 Spekulationen, KunstraumHeiss, Wien
  • 2009 Review09, Galerie Bäckerstraße 4, Wien
  • 2009 artaustria (Stand Galerie Bäckerstraße 4), Wien
  • 2009 Ausstellung zugunsten von "los tres mundos", Galerie Bäckerstraße 4, Wien
  • 2008 Opening, Galerie Bäckerstraße 4, Wien - kuratiert durch Stephan Schmidt-Wulffen
  • 2008 Hokus Pokus, SWINGR-Raumaufzeit, Wien
  • 2008 Kunstauktion zugunsten des Vereins neunerhaus, Museum für angewandte Kunst, Wien
  • 2008 Preview, Kunstraum Wohlleb, Wien
  • 2007 Menschenbilder, Galerie422, Gmunden
  • 2007 Diplomausstellung, Semperdepot, Wien
  • 2007 Im Tiergarten der Kunst, Gasometer, Triesen
  • 2006 Erzählungen -35/65+, Zwei Generationen, Kunsthaus Graz - kuratiert durch Peter Pakesch, Katrin Bucher Trantow und Katia Huemer[7]
  • 2006 Zur österreichischen Seele – anlässlich des 85. Geburtstages von Erwin Ringel, Festung Kufstein - kuratiert durch Gabriela Koschatzky-Elias
  • 2005 REAL. Junges Österreich, Kunsthalle Krems - kuratiert durch Tayfun Belgin und Hartwig Knack[8][9]
  • 2005 Junger Sommer 2005, Galerie Wolfgang Exner, Wien
  • 2005 Die Meisterklasse Schmalix, Gerberhaus, Fehring
  • 2004 line/spot, Black Dragon Society, Los Angeles/Wien[10]
  • 2003 Die blaue Donau und das Schwarze Meer, Державний літературний музей (Staatliches Literaturmuseum), Odessa

Preise und Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Pichler: Zwischen Graphic Novel und Renaissance-Druck. In: artmagazine. 7. Dezember 2011.
  2. Matthias Osiecki: Neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes. Ö1-Interview, 3. November 2006.
  3. Nicole Scheyerer: Rotationsprinzip wie bei einer Kunsthandlung. In: Die Presse. 20. Mai 2008.
  4. Osthaus Museum Hagen. In: www.osthausmuseum.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  5. Monika Willer: "Von geheimnisvoller Schönheit" im Hagener Osthaus-Museum. In: Westfalenpost. Abgerufen am 30. Mai 2016.
  6. Alexandra Kontriner: startgalerie rückblick.
  7. Peter Pakesch: Erzählungen -35/65+, Zwei Generationen. Ausstellungskatalog. Walther König, Köln 2008, ISBN 978-3-86560-184-1.
  8. Tayfun Belgin: REAL. Junges Österreich. Ausstellungskatalog. Kunsthalle Krems, Krems 2008, ISBN 978-3-9500816-1-9.
  9. Isabella Marboe: Zwischen den Zeiten. In: artmagazine. 6. Dezember 2005
  10. Nicole Scheyerer: Black Dragon Society: Handschrift. In: Die Presse. 2. September 2004.