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vom 01.09.2017, aktuelle Version,

Rupert Bergmann

Rupert Bergmann (* 14. Juni 1965 in Graz) ist ein österreichischer Opernsänger (Bassbariton). Seine Arbeitsschwerpunkte sind das zeitgenössische Musiktheater sowie die Operette und das Musical. Er arbeitet vor allem mit österreichischen und internationalen Bühnen und Festivals und wirkt auch als Interpret von Liedern.

Leben

Rupert Bergmann erhielt seine Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (u. a. bei Annemarie Zeller, Roberta Knie und Christian Pöppelreiter, Abschluss mit Diplom und Magister artium), sowie bei Wicus Slabbert und Walter Berry in Wien. 1990 debütierte er am Opernhaus Graz und trat seither als Opern- und Konzertsänger in Europa, Nord- und Südamerika und Japan auf.

Seit 1993 arbeitet er regelmäßig mit ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater. 1995 trat er das erste Mal in Wien auf, wo in den folgenden Jahren darauf weitere Debüts folgten: Wiener Kammeroper (1998), Neue Oper Wien (1998), Volksoper Wien (2001), sirene Operntheater (2004) und Theater an der Wien (2006). Daneben arbeitete er in Österreich mit Festivals und freien Opernproduzenten: Schlossfestspiele Langenlois, Niederösterreichischer Operettensommer im Schloss Haindorf (seit 2003), Lehár Festival Bad Ischl (seit 2005), Seefestspiele Mörbisch (seit 2013).

International war er mit ARBOS - Gesellschaft für Musik und Theater seit 1993 in Europa und weltweit unterwegs: Prag[1][2][3], Theresienstadt[4] (Tschechische Republik), National Arts Centre Ottawa, Concordia University und Chapelle historique du Bon Pasteur in Montréal (Kanada)[5], Kulturhuset (Stockholm) in Schweden, Two days and two nights of New Music in Odessa (Ukraine), United States Holocaust Memorial Museum[6] in Washington, D.C., dem Holocaust Museum in Los Angeles[7] (USA). Zudem gastierte er am Staatstheater Schwerin (2002), am Teatro de la Opera, San Juan, Puerto Rico (2004), am Teatro Municipal de Santiago de Chile (2007), am New National Theatre Tokyo (2009, 2011) und am Prinzregententheater München (2012) zu hören. Er gastierte mehrfach bei Festivals für Neue Musik in der Ukraine beim Don Bass New Music Art Festival Donetsk (2013), Kontraste Lemberg (2013). Seit 1998 präsentiert er regelmäßig Liedprogramme an der. Weitere Konzerteinladungen führten ihn mit Winterreise und zeitgenössischen Programmen u. a. nach Wien, Salzburg, New York, Boston, Toronto, Nashua/New Hampshire, Santiago de Chile und Moskau.

Über 70 Rollen zählen zu seinem Repertoire, so u. a. die Titelrolle in Wozzeck (Wien 2002), Frank/Die Fledermaus (Wien 1999, Santiago de Chile 2007, Tokio 2009), Kurwenal/Tristan und Isolde (Puerto Rico, 2004), Ollendorf/Der Bettelstudent (Volksoper Wien 2003, Bad Ischl 2005), Zsupán/Der Zigeunerbaron[8] (Bad Ischl 2008) und Tevje/Anatevka[9] (Mörbisch 2014). Diese Rolle übernahm er auch kurzfristig im Mai 2015 in einer Neuproduktion der Vereinigte Bühnen Bozen.

2011 realisierte er Vogel Herzog Idiot,[10] ein eigenes Projekt mit drei für ihn von Karmella Tsepkolenko, Samu Gryllus und Johanna Doderer geschriebenen Mini-Mono-Opern in Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien.

Er arbeitete u. a. mit den Regisseuren und Regisseurinnen Herbert Gantschacher, Ruth Berghaus, Christian Boesch, Philipp Harnoncourt, Robert Herzl, Kasper Holten, Peter Konwitschny, Gernot Kranner, Christof Loy, Marco Arturo Marelli, Leonard Prinsloo, Dolores Schmidinger, Michael Sturminger und Kristine Tornquist sowie den Dirigenten Alexander Drcar, Marc Albrecht, Wolfgang Bozic, Rani Calderon, Dan Ettinger, Milan Horvat, Alexander Joel, Johannes Kalitzke, David Levi, Andreas Mitisek, Ulf Schirmer und Uwe Theimer.

2010 gründete Bergmann mit dem ungarischen Komponisten Samu Gryllus den Verein MuPATh – music performance art theater zur Realisierung eigener Musiktheaterproduktionen, bisher wurden die Projekte Kollmi Szuszi und Vogel Herzog Idiot, sowie kleinere Konzertprojekte in Österreich und Ungarn realisiert.

Im Buch Fragen an das Musiktheater[11] (2012) der Edition Atelier beantwortet Rupert Bergmann eine Reihe von künstlerischen und kulturpolitischen Fragestellungen.

Neben seiner musikalischen Ausbildung studierte er mit Unterbrechungen zwischen 1983 und 1992 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Graz. Den ersten Studienabschnitt beendete er erfolgreich, die Entscheidung für eine Berufslaufbahn als Opernsänger verhinderte den Abschluss des zweiten Abschnittes des Studiums.

Rupert Bergmann lebt in einer Partnerschaft in Mödling bei Wien.

Rollen (Auswahl, chronologisch)

Diskografie

Einzelnachweise

  1. http://www.casopisharmonie.cz/rozhovory/encyklopedie-hudby-komponovane-v-koncentracnich-taborech.html
  2. https://www.youtube.com/watch?v=D2GEipfLdJw
  3. http://hudebnirozhledy.scena.cz/www/index.php?page=clanek&id_clanku=2993
  4. https://www.youtube.com/watch?v=1scVqACw4ys
  5. http://austrian-canadian-council.ca/WebContent/WebPages/oeculture/Insert1-2000PartB.pdf
  6. http://www.prnewswire.com/news-releases/american-premiere-of-the-original-score-the-emperor-of-atlantis-or-the-denial-of-death-77250077.html
  7. http://articles.latimes.com/1998/nov/09/entertainment/ca-40848
  8. Besprechung Die Presse, 21. Juli 2008
  9. Besprechung ENA, 18. Juli 2014
  10. Besprechung in Der Neue Merker, November 2011
  11. Jury Everhartz & Kristine Tornquist (Hg.), Fragen an das Musiktheater, Edition Atelier, Wien 2012.
  12. Besprechung klassik.com, Oktober 2012
  13. http://www.musicweb-international.com/classrev/2003/Oct03/Ullmann.htm