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vom 11.06.2016, aktuelle Version,

Ruth Sonderegger

Ruth Sonderegger (* 3. Januar 1967 in Bludenz) ist eine österreichische Philosophin.

Leben

Nach dem Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Innsbruck, Konstanz und Berlin wurde sie 1998 an der Freien Universität Berlin promoviert. 1999 erhielt Sonderegger für ihre Dissertation Für eine Ästhetik des Spiels den Ernst-Reuter-Preis. Von 1993 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Institut der FU Berlin, von 2001 bis 2009 Dozentin und Professorin für Philosophie (Lehrstuhl „Metaphysik und ihre Geschichte“) am Philosophischen Institut der Universiteit van Amsterdam. Seit 2009 lehrt sie als Professorin für Philosophie und ästhetische Theorie an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Ästhetische Position

Mit dem von Friedrich Schlegel entlehnten Begriff des Spiels argumentiert Sonderegger gegen die Inanspruchnahme von Kunst und Ästhetik als Mittel der Wahrheitsfindung in der hermeneutischen Tradition Hans-Georg Gadamers und der dekonstruktivistischen von Jacques Derrida. Stattdessen verteidigt sie den Eigensinn der Kunst und die autonome ästhetische Erfahrung.

Schriften

  • Für eine Ästhetik des Spiels. Hermeneutik, Dekonstruktion und der Eigensinn der Kunst. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-29093-2.
  • (Hrsg. mit Andrea Kern): Falsche Gegensätze. Zeitgenössische Positionen zur philosophischen Ästhetik. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-29176-9.
  • (Hrsg. mit Jens Kastner): Pierre Bourdieu und Jacques Rancière. Emanzipatorische Praxis denken. Turia + Kant, Wien/Berlin 2014, ISBN 978-3-85132-754-0.