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vom 04.01.2018, aktuelle Version,

Söchau

Söchau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Söchau
Söchau (Österreich)
Söchau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt: FF)
Fläche: 18,19 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 16° 1′ O
Höhe: 273 m ü. A.
Einwohner: 1.419 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 8362, 8280
Vorwahl: +43 3387
Gemeindekennziffer: 6 22 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Söchau 104
8362 Söchau
Website: soechau.steiermark.at
Politik
Bürgermeister Josef Kapper (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
5
1
9  5  1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Gemeinde Söchau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
Bad BlumauBad WaltersdorfBuch-St. MagdalenaBurgauDechantskirchenEbersdorfFeistritztalFriedbergFürstenfeldGrafendorf bei HartbergGreinbachGroßsteinbachGroßwilfersdorfHartbergHartberg UmgebungHartlIlzKaindorfLafnitzLoipersdorf bei FürstenfeldNeudauOttendorf an der RittscheinPinggauPöllauPöllaubergRohr bei HartbergRohrbach an der LafnitzSankt Jakob im WaldeSankt Johann in der HaideSankt Lorenzen am WechselSchäffernSöchauStubenbergVorauWaldbach-MönichwaldWenigzellSteiermark Lage der Gemeinde Söchau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt von Söchau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Söchau ist eine Gemeinde in der südöstlichen Steiermark (Gerichtsbezirk Fürstenfeld, politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) mit 1419 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Gemeindegliederung

Söchau gliedert sich in fünf Katastralgemeinden (Fläche 2015):

  • Aschbach (445,22 ha)
  • Kohlgraben (216,82 ha)
  • Ruppersdorf (290,75 ha)
  • Söchau (496,87 ha)
  • Tautendorf (368,90 ha)

Ortschaften der Gemeinde sind (Einwohner Stand 1. Jänner 2017[1]):

Geschichte

Der Ortsname Söchau verweist auf die slawische Entstehungsgeschichte, leitet er doch vom slawischen „sekati“ ab, was so viel wie „roden“ bedeutet. Durch Rodung entstand Kulturboden. Beide Prozesse der Urbarmachung sind im Gemeindewappen durch den entwurzelten Baum und die Ähre symbolisiert.

Bereits um 1160/67 schien im Rittscheintal der Ort Söchau auf. Genannt wurde der Ort erstmals 1218, als der Kreuzfahrer Wulfing von Stubenberg gemeinsam mit Herzog Leopold VI. vor Damiette in Ägypten gekämpft hat. Da er mehrmals in höchster Lebensgefahr schwebte, vermachte er dem Johanniterorden unter anderem auch eine Hube in Sechau, für den Fall seines Todes sogar den ganzen Ort (Wulfing kehrte übrigens unversehrt wieder heim). Wann das Dorf schlussendlich veräußert wurde, ist nicht bekannt.

1418 wird erstmals die Kirche genannt. Ihre Weihe zum Hl. Veit und die Tatsache, dass Söchau im 15. Jahrhundert Seckau genannt wurde, lässt den Schluss zu, dass es sich um einen der ältesten Orte der Oststeiermark handeln könnte.

1418 wurde der Ort von den Ungarn geplündert. Damals gehörte der größte Teil des Ortes Jörg und Heinrich von Fürstenfeld. Es folgten die Peßnitzer und nach 1471 die Herbersteiner, welche 1754 46 Liegenschaften besaßen. Von den Türkenkriegen ist wenig für den Ort überliefert, doch dass die Osmanen eine ständige Gefahr für den Raum darstellten, beweisen nicht nur zahlreiche Wehrbauten in der näheren Umgebung wie die Riegersburg, sondern auch eine diesbezügliche Sage.

Politik

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 5 ÖVP, 3 SPÖ, 3 Namensliste Franz Tröster, 2 Arbeitskreis Großgemeinde Söchau, 1 Söchauer Volkspartei, und 1 Söchauer Frauenliste.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 2 SPÖ, 1 FPÖ, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 4 ÖVP, 5 Gemeindeliste Kapper Söchau, und 5 SPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 Grüne.
Bürgermeister
Söchau[2]   Aschbach   Kohlgraben   Tautendorf
von bis Bürgermeister von bis Bürgermeister von bis Bürgermeister von bis Bürgermeister
1870 1895 Josef Pitter
1895 1898 Josef Fleck
1898 1904 Josef Roubal
1904 1913 Josef Riegler
1913 1919 Johann Matzl
1919 1938 Karl Pitter
1938 1945 Alois Tauschmann
1945 1946 Franz Jost 1945 1950 Josef Posch 1945 1950 Josef Schweinzer 1945 1946 Josef Arnhold
1946 Josef Lang
1946 1950 Franz Schmidt 1946 1950 August Leitner
1950 1965 Anton Feiertag 1950 1967 Josef Kapper sen. 1950 1959 Josef Samer sen. 1950 1955 Josef Tscherne
1965 1967 Albin Stachel 1959 1967 Josef Samer jun. 1955 1967 Karl Friedl
ab 1. Jänner 1968 Zusammenlegung zur Großgemeinde Söchau
1968 1985 Alois Schölnast
1985 1989 Julius Stifter
1990 Walter Kresnik
1990 2004 Franz Tröster
2004 2010 Emma Schrott
2010 Josef Kapper jun. (Gemeindeliste Kapper Söchau, ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Söchau
Kräutergarten Söchau
  • Kräutergarten Söchau: 1986 wurde in Söchau mit einer Initiative eines Hotelbetreibers ein Kräutergarten begonnen. Darauf hin kaufte die Gemeinde ein rund 11.000 Quadratmeter großes Areal für eine Erweiterung. Nachdem Förderungen der EU, des Bundes, und des Landes ausblieben, wurde das Areal 2011 für den Bau von Einfamilienhäusern parzelliert.[3]

Söhne und Töchter

  • Carl Peyer (* 1949), Direktor der ortsansässigen Volksschule und Musiker, dessen größter Hitparaden-Erfolg die Single Romeo und Julia ist.

Verkehr

  • Bahn: Über die Thermenbahn ist Söchau an das österreichische Schienennetz angebunden.
  Commons: Söchau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2017 nach Ortschaften
  2. Die Grünen Söchau: Bürgermeister in Söchau und den Katastralgemeinden, abgerufen am 18. April 2015
  3. Waltraud Wachmann: Kräuterwelt weicht einer „Wohnlandschaft“ www.meinbezirk.at, 28. Juni 2011.